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Missionieren, überzeugen wollen, diskutieren – all das, haben wir gelernt, ist nicht die richtige Art und Weise, ewige Wahrheiten an den „Mann oder die Frau“ zu bringen. Aber wenn wir gefragt werden? Natürlich dürfen und sollen wir antworten, am besten mit wenigen Worten und so, daß es der Fragende versteht. Manchmal geht es mit dem geschriebenen Wort auch einfacher und schneller, vor allem dann, wenn es so klar und für jedermann verständlich formuliert ist, wie das Gotteswort, das Johannes Widmann empfangen durfte.


 

 

 

Von Meinen Zulassungen

 

 

Ihr sagt: „Herr, diesem Menschen ist Böses geschehen, ein bö­ser Zufall. Jenen Menschen traf Gu­tes, ein gutes Schicksal hat seinen Weg bestimmt.“

Ich sage euch, alles geht über Meine Zulassung, aber nicht alles ist Mein Wille! Wenn ein guter Mensch nach Meinem Wil­len geht, so wird ihm auch in allem Heil geschehen. Je mehr der Mensch von Meinem Willen abrückt, so lasse Ich zu, was er will, was er schuf und demnach ernten muß. Wenn ihr also von Zu­lassungen Gottes sprecht, so heißt das: Ich lasse zu, was der Mensch sich selbst säte; er muß es ernten.

Zulassung ist nicht gleich dem Willen Gottes. Denn wer Meinem Wil­len getreu ist, dem werde Ich die Wege selbst bereiten; heilige Wege wird er gehen, er geht in Mei­ner Schickung, er geht an Meiner Hand. Somit könnt ihr nicht sagen: „Herr, die Not, die auf der Welt ist, ist Dein Wille.“

Ich lasse es zu, Ich überlasse den Menschen ihr Schicksal, das sie selbst be­stimmen, aber auch ausbaden. Aber Ich bin bereit, ihre Schuld zu tilgen, daß Besseres in ihrem Le­ben geschieht. Ich bin der Retter der Menschen vor ihrem eige­nen Werke. Oft noch werdet ihr sa­gen: „Herr, wie kannst Du all das Böse zulassen?“ Was der Mensch sät, muß er ernten. Was er ohne Mich sät, muß er auch ohne Mich ernten, außer er ruft Mich. Dann komme Ich ihm entgegen mit Er­barmen und rette ihn vor den eigenen Werken.

Wer mit Mir sät – Ich bin ja mit ihm alle Tage –, der wird auch mit Mir ernten und mit Meiner Gna­de vermehrt das Heil erlangen. Doch nun seht einmal in die Welt, wieviel ohne und gegen Mich ge­schieht. Muß hier nicht die Frucht Elend, Krieg, Leid und Tod sein? Saget nicht, wenn es einen Gott gäbe, ließe er solches nicht zu. Frei ist der Mensch, frei sein Werk, und somit ist auch er frei ge­genüber den Wirkungen, er ist ihnen frei ausgesetzt; aber er hat noch die „Freiheit“, zu Mir zu kom­men, daß Ich ihn vor seinen Werken und dessen Folgen schütze. Das wäre seine Rettung. Somit ist es nie zu spät, zu Mir zu kommen als eurem Retter, der die Frucht eurer Werke an sich nimmt und eure krummen Wege gerade macht, euch verzeiht und aus bösen Werken und schlechten Folgen „Heil und Segen“ spendet.

Es hilft den Men­schen nicht, wenn sie sagen: „Gäbe es einen Gott, so würde er solches nicht zulassen.“ Die Menschen, die solches sagen, sind nicht weise; denn wer hat das Böse gesät, wer hat es stark ge­macht? Und ist es ungerecht, wenn den Menschen nun gege­ben wird, was sie mit so viel Einsatz mehrten? Wie kann Ich zur Rechenschaft gezogen werden, wenn der Mensch seine Werke erntet?

Kommet zu Mir, daß ihr nicht bis an das Ende eurer Wege gehen müßt, daß Ich die krummen Wege ge­rade führe, zum Lichte. Und somit unterscheidet zwischen Meiner Zulassung, wo Ich den Men­schen ihren Weg überlasse, und Meiner Hilfswilligkeit, wo Ich nun den Menschen beistehe, wenn sie Mich rufen, daß ihre Wege zum Guten münden; daß sie durch Vergebung ihrer Sünden aus einem schlechten Anfang ein gutes Ende finden.

Seht, Ich lasse euch viel Freiheit. Freiheit trägt in sich Ver­antwortung; und Verantwortung ist, daß der Mensch für das, was er sät, auch einstehen muß, er es wieder zurücknehmen muß, er die Folge zu tragen hat. Wer mit Mir sät, erntet mit Mir Segen. Wer ohne Mich sät, wird auch ohne Meine Gnade ernten müs­sen. Das ist nie gut. Aber Ich kann euch nachträglich verge­ben und nach­träglich Gna­den schenken, und eure Wege wer­den zum Guten gewandelt.

So sage also der Ungerechte nicht: „Herr, ich bin falsche Wege gelaufen, nun müssen Unglück und Unheil kommen.“ Nein, Ich rette euch, wenn ihr zu Mir kommt, Ich mache aus al­lem ein Gutes, Ich heile das Verkehrte und bringe es in das Licht zurück.

Somit seid nie verzweifelt, wenn euch eure eigenen Werke anklagen. Ich kann euch retten, denn Ich bin „Erlöser“, nicht als erstes Richter. Richten werden die Menschen ihre Werke. Ich aber will sie erlösen. Somit seht ihr, Ich muß zusehen und so zulassen, wenn Menschen sich Böses bereiten – aber werde Ich gerufen, so werde Ich zusehen, ihnen alles Gute angedei­hen zu lassen, daß ihr böser Anfang, ihre böse Jugend zu ei­nem guten Alter wird, zu einem guten Ende kommt.

So sage Ich euch, es soll den Sündern das Evangelium ver­kündigt werden, daß allen Verzei­hung geboten ist, die zu Mir kommen, bei Mir einkehren, Mich selbst annehmen als ihren Retter und so­mit selbst Errettung finden. So sagt also nicht, je­der Mensch muß unbedingt ernten, was er säte. Ja, Ich sage euch, wer Mich annimmt, hat er auch schlecht gesät, er wird durch Mich gestärkt doch Gu­tes ernten. Denn Ich bin Erlöser, Ich mache das Krumme gerade, Ich mache den Abgrund durch eine Brücke gangbar zum Heile; Ich führe zum Ziel, denn Ich bin der Heiland.

So seht ihr, verschmachtet selbst nicht in eurer Schuld, denn Ich habe sie überwunden. Sagt den Menschen, wenn sie die Folgen ihrer Werke sehen: Ich bin Retter ihrer Werke, Retter ih­rer Seele, Ich mache alles gut, denn Ich bin der Gute, von dem alles Gute stammt.

Somit, wo ihr Not seht, seht ihr eine gerechte Folge. Aber Ich komme die Not aufzuheben, denn Ich bin voll des Erbarmens. Amen

 

Johannes Widmann (1940 – 2000), empfangen am 29.12.1979