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Aus Liebe zu Gott

Offenbarung vom 12. September 2016


 

Die Ansprache Gottes an den Menschen bzw. durch den Menschen vollzieht sich, wie alles in der Schöpfung, nach unumstößlichen, geistigen Gesetzmäßigkeiten. Die unterschiedlichen Schwerpunkte und Betrachtungsweisen in den Offenbarungen ergeben sich durch die göttli­chen Grundaspekte der Ordnung, des Willens, der Weisheit, des Ernstes, der Geduld, der Lie­be und der Barmherzigkeit, entsprechend auch der geistigen Mentalität desjenigen, der das Offenbarungswort aufnimmt. In und über allem aber wirkt die Liebe als Träger aller Offen­barungen, ohne die ein echtes Gotteswort nicht möglich ist.


 

 

Göttliche Offenbarung

 

 

Meine geliebten Söhne und Töchter, einer der Gründe, warum es euch so schwerfällt, euch auf neue Ziele zuzubewegen – auf Ziele, die außerhalb eures menschlichen Daseins und eures üblichen Denkens liegen –, ist in der Unwissenheit zu suchen, die wie eine nur schwer auflösbare Nebelschicht auf den allermeisten Meiner Menschenkinder lastet. Diese Unwissenheit ist neben den permanenten Versuchungen und Verführungen das Mittel der Gegenseite, das sie am geschicktesten und erfolgreichsten einsetzt. Wer geistig gesehen blind ist, kann sein Ziel nicht erkennen. Er kann sich nicht wirklich „bewegen“, ihm fehlt in den meisten Fällen der nötige Anreiz, und er sieht deshalb auch keine Notwendigkeit, in irgendeiner Form eine Richtungsänderung einzuleiten.

Die Unfähigkeit, Wissen im Sinne Meiner göttlichen Gesetzmäßigkeiten zu vermitteln, wird von denen, die sich dazu berufen fühlen, kaschiert, indem man mit abstrakten Begriffen arbeitet, vage Antworten gibt und Gebote und Verbote aufstellt, die bei den Ahnungslosen und Unerfahrenen den Eindruck erwecken, halbwegs auf dem richtigen Weg zu sein. Wohin? Zu einem nicht näher zu erklärenden Himmel? In einer ebenso nicht zu erklärenden, späteren Ewigkeit?

Jemanden in Unwissenheit zu halten bedeutet gleichzeitig, ihn in seiner Freiheit einzuschränken, und zwar ohne daß dieser es bemerkt, weil er keine Ahnung davon hat, daß er von der Dunkelheit manipuliert und ihm eines der schönsten Geschenke, die Ich ihm gemacht, vorenthalten wird: die Freiheit eines Gotteskindes!

Wer um diese Freiheit weiß, wer um das Ziel weiß, das er dann freudig und sehnsüchtig ansteuert, der entzieht sich damit automatisch den Einflüssen der Kräfte, die verhindern wollen, daß Seele und Mensch wieder zu Mir finden.

Wirkliche Freiheit ist innere Freiheit, es ist etwas, von dem die meisten nichts wissen. Diese Freiheit kann selbst dann gelebt werden, wenn leidige Umstände die äußere Freiheit beschneiden. Innere Freiheit ist weitaus erfüllender als alles, was ein freiheitliches Leben auf der Grundlage des Konsums, des Genusses, der Egospielchen und oft auch der Verantwortungslosigkeit verspricht.

Die Freiheit, in die Ich euch führen möchte, liegt schon in euch. Sie ist verschüttet worden durch euch selbst und das, was ihr – oftmals unwissentlich und ungewollt – zugelassen habt. Sie ist wie die Liebe in euch ein Teil eures göttlichen Erbes und wartet nur darauf, bewußt angestrebt zu werden, um dann eurem Leben eine andere, bessere innere – und fast immer auch äußere – Qualität zu geben.

Wer nichts von der in ihm bereits vorhandenen Freiheit weiß oder ahnt, der wird auch keine Anstrengungen unternehmen – unternehmen können –, um zielstrebig in das Land seiner Sehnsucht zu gelangen. Deshalb ist es so wichtig, daß Meine Kinder zu Wissenden werden, in deren Herzen das Feuer eines recht verstandenen „Heimwehs“ brennt. Dann wächst in ihnen der sich langsam aber stetig aufbauende Entschluß, sich auf den Weg in das Land der Freiheit zu machen.

Was erwartet euch dort? Es ist nahezu unmöglich, dies in Worte zu kleiden. Ängste, Furcht, Krankheit, Leid und Sorgen gibt es dort nicht mehr. Dafür herrschen ein für euch unbegreifliches Miteinander und eine gegenseitige Hilfsbereitschaft, die ihr auf Erden nicht findet. Klein und Groß begegnen sich in selbstloser Liebe; Offenheit und Vertrauen sind unbegrenzt; die Bereitschaft, dem anderen zu dienen, ist wieder zu einem tragenden Teil eures göttlichen Bewußtseins geworden, und die Freuden schöpferischen Gestaltens werden von euch vielfältig genutzt und zum Wohle aller eingesetzt. Es mangelt an nichts; es kann an nichts mangeln, weil der Himmel die Fülle ist. Eure Fähigkeiten, am Großen und Ganzen mitzuwirken, werden in dem Maße steigen, wie sich eure geistige Entwicklung vollzieht – und die kennt keine Grenzen. Euer Empfinden, Denken und Handeln sind eins und werden bestimmt sein von dem Wunsch, allen Geschöpfen in Liebe zu begegnen; und ihr seid hinsichtlich dessen, was ihr entsprechend euren Neigungen und Talenten tun möchtet, keinen Begrenzungen ausgesetzt. Ihr seid Kinder der Unendlichkeit, Kinder Meiner Liebe! Und wann immer ihr in Meine Arme kommen möchtet – kommt, Ich warte auf euch! In allem und über allem waltet eine unbeschreibliche Harmonie, eine Lichtherrlichkeit und die Liebe, von der Ich so oft zu euch gesprochen habe. Und Ihr lebt in der unumstößlichen Gewißheit: Das ist und bleibt mein Zuhause für alle Ewigkeit!

Das ist euer Ziel, das Endziel jeder Seele und jedes Menschen; denn Ich werde alle wieder zu Mir zurückholen, weil Ich den Willen dazu habe, und weil Ich die Allmacht und die Liebe Bin! Zwar gilt es, auf dem Weg dorthin einige Hindernisse zu bewältigen, aber sie sind nicht unüberwindlich; erst recht nicht, wenn ihr euch dabei von Mir helfen laßt. Sie sind dazu da, euch etwas zu lehren, euch zu stärken, euch wieder zu dem all-bewußten, göttlichen Geschöpf werden zu lassen, das ihr seit Ewigkeiten seid; das ihr immer wart, auch wenn ihr eine Zeit lang nicht darum wußtet, und das ihr auf immer sein werdet.

Ihr werdet sicher nicht „aus dem Stand“ den Sprung schaffen, der euch direkt von der Erde an den himmlischen Platz bringt, den Ich euch beschrieben habe. Denn der Himmel ist reinste Liebe-Energie, die höchste Schwingung der Schöpfung, in die nach dem Gesetz der Anziehung nur der eintreten kann, der schließlich wieder zur selbstlosen und bedingungslosen Liebe geworden ist. Aber auf dem Weg dorthin werdet ihr, wenn ihr euer Ziel nicht aus den Augen verliert und entsprechend handelt, so viel Schönes erleben, so viel Hilfe erfahren, so viel Schutz erhalten und so viele wunderbaren Erfahrungen machen und Eindrücke gewinnen, daß euch selbst diese Entwicklungsstufen, die man als Etappenziele bezeichnen kann, schon wie der Himmel vorkommen. Und ihr werdet voller Freude und Erstaunen feststellen, daß es immer noch eine Steigerung der Glückseligkeit geben kann.

Das ist das Ziel, das ihr euch vor Augen halten sollt, das Ich euch – heute nicht zum ersten und nicht zum letzten Mal – in euer Herz schreibe, auf daß es wie ein Magnet wirkt, der euch unwiderstehlich anzieht, so ihr euer Augenmerk immer wieder darauf richtet.

Wer etwas anderes verkündet, wer diejenigen von diesem Weg ausschließt, die seiner Meinung nach den „falschen Glauben“ haben, und wer Mich als einen strafenden Gott darstellt und nicht als die alles verstehende und verzeihende Liebe, der handelt – gewollt oder ungewollt – nicht in Meinem Gesetz, nicht in Meinem Willen.

 

 

*

 

 

Ich habe zu euch schon verschiedentlich über Bindungen gesprochen. Es liegt auf der Hand, daß Bindungen, gleich welcher Art, den Weg in die Freiheit stark behindern oder gar unmöglich machen. Alle Menschen sind mehr oder weniger gebunden, und ihre Seelen nehmen diese Bindungen beim fälschlicherweise sogenannten „Tod“ – eine Bezeichnung der gezielt gewollten Unwissenheit – mit in die jenseitigen Welten. Das Maß an Freiheit oder Unfreiheit, das euer späteres jenseitiges Leben und nicht selten auch euer künftiges irdisches Leben im Falle einer Wiederverkörperung bestimmt, liegt also in euch selbst.

Ob ihr Bindungen erkennt – ob ihr überhaupt anerkennt, daß es solche unsichtbaren Fesseln gibt –, und ob ihr euch bemüht, diese, falls ihr auf sie stoßt, zu lösen, ist eine Frage des Bewußtseins.

Das Bewußtsein, wenn auch unsichtbar und daher nicht faßbar, ist die Zentralstelle, von der aus das Verhalten des Menschen gesteuert wird. Keiner kann ohne Bewußtsein handeln, keiner kann auf Dauer gegen sein Bewußtsein handeln, ohne daß es früher oder später zu seelischen oder körperlichen Beeinträchtigungen kommt. Euer Bewußtsein ist sozusagen das Kernstück, das eure Empfindungen, Gedanken, Worte und Taten hervorbringt und, wenn es geschult und schon entwickelt ist, diese auch prüft und eventuell korrigiert. Ihr nennt diesen Teil „das Gewissen“.

Jede Seele, die bei der Geburt in einen menschlichen Körper eintritt, bringt ihr individuelles Bewußtsein mit, sei es aus früheren Leben oder, sofern das geistige Wesen aus den reinen Himmeln inkarniert, durch die freiwillige Aufnahme von Belastungen beim Abstieg durch die verschiedenen Ebenen. Von Kindheit an wird nun dieses Bewußtsein weiter ausgebildet, sei es durch die Eltern, durch Lehrer, durch gute oder schlechte Vorbilder, durch die Lebensumstände, durch die dem Kind vermittelten Werte und vieles mehr. Alles, was dem Kind, dem Heranwachsenden und später dem Erwachsenen begegnet, prägt sein Bewußtsein, das daher zu jedem Zeitpunkt des Lebens etwas sich ständig Veränderndes, etwas ganz Individuelles darstellt, etwas, das zu dir – und nur zu dir! - gehört. Es hat nicht nur irgend etwas mit dir zu tun: Es ist dein. Es ist gleichsam dein Produkt, so wie du das Produkt deines Bewußtseins bist.

Kein Bewußtsein gleicht dem anderen. Es ist das Ergebnis einer Entwicklung, die oft schon lange vor der jetzigen Inkarnation begann, und auf das du entscheidenden Einfluß hattest und hast: Einerseits dadurch, daß du aufgrund freier Willensentscheidungen deinem Leben und deinem Charakter die entsprechende Richtung vorgegeben hast, und andererseits dadurch, daß du unbemerkt beeinflußt worden bist oder dich hast bewußt beeinflussen lassen – zum Guten wie zum weniger Guten. Zufälle gibt es auch hier nicht.

Sowohl den Kräften des Lichtes und auch den dunklen Mächten ist sehr daran gelegen, zum frühestmöglichen Zeitpunkt in die seelische Entwicklung einer Seele, die sich für einen neuen Erdengang entschlossen hat, einzugreifen. Das beginnt schon im Kindesalter, wobei die Lebensumstände, um die die Seele vor ihrer Inkarnation aber wußte, natürlich eine große Rolle spielen.

Die lichten Kräfte, zu denen eure Schutzengel und geistigen Helfer gehören, beachten bei dem, was sie tun, immer den freien Willen des Menschen; die satanischen, finsteren Kräfte nehmen darauf keine Rücksicht, sie gehen anders vor: Sie binden den Menschen über seine Wünsche und Vorstellungen an Verhaltensweisen, Gewohnheiten und Meinungen, was in den seltensten Fällen als Bindung erkannt wird, und machen ihn damit unmerklich unfreier. Dies geschieht äußerst geschickt, so daß der Mensch seine Art und Weise, so zu reden und zu handeln wie er es tut, für das Ergebnis seiner eigenen Entscheidungen hält, auf die er jedoch oftmals schon längst keinen Einfluß mehr hat.

Die Täuschung ist gelungen. Die Anbindung, die nicht selten zu einer schier unlösbaren Fesselung wird, ist vollzogen worden. Die schwammige Formulierung des Ziels wird nicht geglaubt, macht kaum noch stutzig oder ruft wenig Nachfragen hervor. Das Ziel selbst hat so gut wie keine Anziehungskraft mehr, zumindest nicht genügend, um der himmlischen Heimat und der dort wartenden Liebe freudig und mit ernsthaftem Bemühen entgegenzustreben.

Die unheilige Allianz von Bindung und Unwissenheit, die seit Menschengedenken aus dem Unsichtbaren heraus gelenkt und im Sichtbaren durch Menschen geschmiedet wurde und wird, hat die ihr Hörigen fest im Griff.

Wenn euch diese Schilderung übertrieben erscheint, dann schaut euch um – vergeßt dabei aber nicht den Blick in den Spiegel. Wo findet ihr die Freude, die sich im täglichen Leben, im Verhalten ausdrückt, weil sich der Mensch an dem Ziel orientiert, von dem er mit Sicherheit weiß, daß dort sein wahres Leben auf ihn wartet? Wie stark ist die Sehnsucht nach Freiheit und Liebe? Ist sie so stark, daß sie ausreicht, eine nachhaltige Veränderung einzuleiten? Daß sie bereit ist, Bindungen mit Meiner Hilfe zu erkennen und zu lösen, und damit gleichzeitig Althergebrachtes infrage zu stellen und sich, so die Notwendigkeit besteht, davon zu trennen, um Neues zu erleben? Um neue, weniger schicksalhafte, hellere und leichtere Wege an Meiner Hand zu gehen? Wie groß ist die Bereitwilligkeit, die eigene Trägheit zu überwinden, sich konsequenter im Sinne der Liebe zu verhalten – am ehesten und besten natürlich bei sich beginnend, ehe man sich ungesetzmäßig den viel leichter zu erkennenden Fehlern des Nächsten zuwendet?

 

 

*

 

 

Wenn Ich zu euch über Bindungen spreche, sehe Ich viele Fragezeichen und Unsicherheiten: „In welchem Maße bin ich gebunden“?, so fragen sich viele. „Habe ich mich binden lassen, ohne dies zu bemerken?“

Es wäre ein zeit- und platzraubendes Unterfangen, euch alle die unzähligen Bindungen materieller und ideeller Art und ihre Varianten aufzuzählen und zu erläutern; und es würde euch schlußendlich auch nicht viel helfen. Ein Blick in euer Leben im Alltag und die Anwendung der Herzenslogik gibt euch viel eher Aufschluß darüber, was euch im Moment noch daran hindert, angst- und sorgenfrei, heiter und voller Vertrauen den Tag mit Mir zu beginnen, diese innige Verbindung aufrechtzuerhalten und mit einem dankbaren Herzen in die Nacht zu gehen, egal was der Tag euch gebracht hat. Denn all das – nur um euch einen kleinen Hinweis zu geben –, was euch unruhig macht, was euch aus eurer Harmonie fallen läßt und euch über Gebühr gedanklich beschäftigt, ist Bindung. Es ist Bindung an eure Vorstellungen, wie etwas zu sein hat, wie etwas ablaufen sollte.

Nicht selten stehen Ängste und Sorgen dahinter, was wohl werden wird, wenn dieses oder jenes eintritt oder nicht eintritt. Erkennt ihr an diesem einen Beispiel die Bindung, die hinter euren ängstlichen und sorgenvollen Gedanken steht? Angst, verbunden mit Mißbehagen und Unruhe, ist ein sicheres Zeichen dafür, daß euch etwas halten will.

Nicht, daß Ich Meine Menschenkinder in ihren oft schwierigen Situationen nicht verstehe; nicht, daß Ich in irgendeiner Form ihre Nöte kleinrede oder nicht ernst nehme – die kleinen Nöte ebenso wie die großen –, es geht für euch lediglich darum zu erkennen, daß sich hier eine Gelegenheit bietet, einen Schritt in die Freiheit zu tun. Der kann darin bestehen, zu Mir zu kommen, eure Hand in Meine zu legen, Mir euer Herz auszuschütten und dann mit Mir den Schritt zu wagen, der in ein noch tieferes Vertrauen hineinführt.

Vertrauen und Sorgen sind Gegensätze, die unterschiedliche Väter haben: Dein himmlischer Vater lehrt dich – liebevoll, fürsorglich und dich nie überfordernd – das Vertrauen; der Vater der Lüge und Verführung führt im Gefolge seiner Versprechungen Abhängigkeiten mit sich, die dich, ohne daß du es bemerkst, an deiner seelischen Entwicklung hindern. Hinzu kommt, daß ihm alle Gebundenen und Abhängigen die Energie liefern, die er so dringend für seinen Kampf gegen das Licht braucht.

Wenn du künftig wachsamer als bisher durch den Tag gehen willst, achte auf die „Kleinigkeiten“, auf das, was dir beim ersten Hinschauen nicht unbedingt als Bindung ins Auge fällt. Alles das, was du eigentlich nicht tun möchtest, weil du dich schon oftmals dagegen ausgesprochen hast, weil es nicht zu einem Kind Gottes paßt, weil es Anteile der Lieblosigkeit in sich trägt und vieles mehr – all das, was du nicht möchtest und dann doch tust, weil du in alte Verhaltensweisen verfällst, stellt eine mehr oder weniger starke Anbindung an etwas dar, was noch in dir ist und noch nicht mit Meiner Hilfe umgewandelt und überwunden wurde. Das gleiche gilt für das, was du tun solltest, es aber aus Gründen, die du dir selbst oft nicht eingestehst, nicht tust.

Aber Vorsicht, Meine geliebten Kinder, auch hier hat die Gegenseite zahlreiche Fallen aufgebaut, um ein Bemühen ins Leere laufen zu lassen. Es kann sich sogar gegen denjenigen wenden, wenn dieser meint, nun mit einer falschen Motivation darangehen zu müssen, seinen Charakter zu formen oder seine Gewohnheiten zu ändern. Ich spreche vom Fanatismus, der nichts anderes darstellt als eine starke Anbindung an negative Kräfte, die eine falsche Grundhaltung dazu benützen, eine kontinuierliche Entwicklung im Sinne der Liebe zu verhindern, dafür aber eine Eigenschaft verführend unterstützen, die in die Irre führt.

Ich sprach davon, daß keiner ohne Bindung ist, was aber nicht gleichzeitig bedeutet, deshalb mit großer Sündenschuld belastet zu sein! Dennoch ist das Erkennen und die Lösung von Bindungen notwendig, um frei zu werden von dem, was manchmal nur störend, manchmal aber auch hinderlich ist. Mit jeder Fessel, die gelöst wird, wird ein weiterer Schritt in Richtung Freiheit getan. Dies kann aber nur gelingen, wenn ihr die Notwendigkeit erkennt, Schritt für Schritt alles Belastende und Hindernde abzulegen.

Ich gehe einen Schritt weiter und spreche nicht nur von der Notwendigkeit, sondern sage: Wenn ihr den Wunsch habt, in die innere Freiheit und damit Mir ein Stück näherzukommen! Denn nur der Wunsch danach, geboren aus der Liebe zu Mir und der Sehnsucht nach eurem wahren Zuhause, trägt die erforderliche Kraft in sich und stellt die richtige Motivation dar. Andere Beweggründe, sich beispielsweise aus Angst vor Strafe „richtig“ zu verhalten, auf die Erfüllung von Geboten oder die Beachtung von Verboten Wert zu legen oder „es einfach zu tun, weil man es so gesagt bekommt“, bringen euch keinen Schritt voran.

 

 

*

 

 

Der Wunsch, an ein bestimmtes Ziel zu kommen, kann aber nur entstehen, wenn das Ziel bekannt ist, wenn es erstrebenswert erscheint, und wenn auch die realen Möglichkeiten bestehen, dieses Ziel erreichen zu können. Keiner kann und wird mit ganzer Kraft und Hingabe einem Ziel zustreben, das er nicht kennt, oder an das er nicht wirklich glaubt, weil es ihm unklar und widersprüchlich vermittelt wird.

Hier erkennt ihr den Zusammenhang zwischen der weltweit vorherrschenden Unwissenheit und der sich daraus ergebenden Unfreiheit, mit der die Finsternis die Menschen in ihren Bann gezogen hat und hält. Ein Aufbruch ins Land der Freiheit kann so nicht erfolgen.

Dies aber wünsche Ich Mir, und zwar in einem weitaus größeren Maße, als dies bisher – trotz aller Vernebelungsversuche – von den Willigen, den Aufgewachten und von denen, die Mich lieben, schon geschieht. Deshalb bringe Ich euch immer wieder eure ewige Heimat nahe und fache eure Sehnsucht an, euch noch intensiver als bisher auf den Heimweg zu machen. Denn auf euch wartet – im wahrsten Sinne – der Himmel. Auf euch wartet eine unbeschreibliche Freiheit, die in Meiner Liebe gegründet ist.

Ihr seid nun Wissende geworden. Wenn ihr dem Wunsch eures Herzens stärker folgen wollt, so werdet ihr daran gehen euch zu überlegen, was ihr anders machen könnt. Im Grunde genommen ist dies ganz einfach, und ihr kennt auch schon die Antwort: Laßt Meinen Willen geschehen, ganz besonders in den Situationen, in denen es euch drängt, das Heft des Handelns in die eigenen Hände zu nehmen, nicht selten mit den darunter liegenden Emotionen und aus euren Entsprechungen heraus.

Wie oft sagt oder betet ihr: Dein Wille geschehe! Und wie oft ist wirklich euer Herz dabei? Ich schlug euch einmal vor, eine kleine Umformulierung vorzunehmen, um an eurer inneren Reaktion ablesen zu können, wie sich euer Mensch dazu stellt: „Vater, Dein Wille geschehe an mir!“

Lediglich anders ausgedrückt, aber mit gleicher innerer Einstellung, verhält sich die Bereitschaft zur Hingabe an Mich, mit der du dein Leben und deine Wege in Meine Hände legst.

Wenn du möchtest, lasse wahlweise einmal die Worte „Vater, Du bestimmst den Rhythmus meines Lebens“ aus deinem Herzen emporsteigen. Was empfindest du? Was glaubst du, was dich dann erwartet? Es steht dir frei, unter „Rhythmus“ zu verstehen, was du möchtest: Vielleicht alles, was überhaupt auf dich zukommt? Die Reihenfolge, die Intensität, die verschiedenartigen Begegnungen, die vielen Chancen und Möglichkeiten, das, was aus Fürsorge nicht auf dich zukommt, weil Ich dich davor bewahre? Finde deine Interpretation, in jedem Fall aber sagst du Mir damit: „Vater, mach‘ Du!“

Und du hast Mein Versprechen, daß Ich dich dann auf eine Weise in die Freiheit führe, die deinem Wesen gerecht wird, die dir hilft, die noch vor dir liegenden Hindernisse zu überwinden, die darauf achtet, daß du keinen seelischen Schaden erleidest, sondern sich dein Inneres mehr und mehr weitet und du als ein Kind Meiner Liebe erwachst, das sich seiner wahren Größe, Würde und Kraft bewußt wird.

Vor dir liegt die Freiheit, die Weite, die Ewigkeit. Komm!

Amen

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