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Aus Liebe zu Gott

Offenbarung vom 13. November 2016


 

Die Ansprache Gottes an den Menschen bzw. durch den Menschen vollzieht sich, wie alles in der Schöpfung, nach unumstößlichen, geistigen Gesetzmäßigkeiten. Die unterschiedlichen Schwerpunkte und Betrachtungsweisen in den Offenbarungen ergeben sich durch die göttli­chen Grundaspekte der Ordnung, des Willens, der Weisheit, des Ernstes, der Geduld, der Lie­be und der Barmherzigkeit, entsprechend auch der geistigen Mentalität desjenigen, der das Offenbarungswort aufnimmt. In und über allem aber wirkt die Liebe als Träger aller Offen­barungen, ohne die ein echtes Gotteswort nicht möglich ist.


 

 

Göttliche Offenbarung

 

 

Meine geliebten Söhne und Töchter, wer an Mich glaubt – nicht nur als Lippenbekenntnis, sondern in seinem Herzen –, der wird auch Meinen Worten Glauben schenken. Und nicht nur das: Er wird sie um­setzen, das heißt mit seinem ehrlichen Bemühen füllen. Auf diese Weise findet er vom Glauben zum Wissen, von der Theorie zur Praxis. Er sammelt so seine Erfahrungen und begreift, was es heißt, mit Mir zu leben. Er erfährt Mich als die unendliche Liebe, als Vater und Mutter, als das Leben schlechthin, das sich voller Zuneigung und Zärtlichkeit ununterbrochen verschenkt, das gibt und gibt und gibt.

Der Geber Bin Ich, der größte Diener Meiner Schöpfung, und der Empfänger – über alles geliebt, weil von Mir für alle Ewigkeit ins Leben gerufen – bist du. Fasse es, wenn du es schon fassen kannst; oder bitte darum, es in seiner Tiefe erfassen zu können, wenn du dies möchtest, weil du den Wunsch hast, Mir näher und näherzukommen.

Ich Bin ohne Anfang und Ende; und so hat auch das, was Ich geschaffen habe und weiterhin schaffe, kein Ende. Denn Ich schaffe nichts, was vergänglich ist, was also irgendwann einmal aufhört zu existie­ren. Bedient euch der Herzenslogik, die Ich euch lehre, und erkennt die tiefe Bedeutung dieses Wortes: Es besagt, daß es nur Leben gibt, Leben, das immer währt, also keinen Tod, keine Vernichtung, keine Auslöschung, kein Aufhören, kein ewiges Getrenntsein von Mir in Form einer nie endenden Verdamm­nis, wie es man­che eurer kirchlichen Lehren behaupten – eine Vorstellung, die von Menschen erfunden wur­de, und die keine göttliche Kundgabe und kein Teil Meiner Gesetzmäßigkeit ist.

Noch einmal: In Mir gibt es nur Leben!

Da du aus Mir bist und Mein göttliches Leben in dir trägst, entbehren also alle Auffassungen und Denkweisen, die einen irgendwie gearteten, sogenannten Tod beinhalten, jeglicher vernünftiger Grund­lage. Das sagt dir Dein Vater, dein Schöpfer, der Urquell deines ewigen Lebens und der Liebe, die Ich in dich gelegt habe!

Das Leben, das Ich in ununterbrochener Weise verströme, und womit Ich alles erhalte, hat unzählige Facetten. Du wirst sie kennenlernen – wieder kennenlernen –, wenn du auf der Leiter deiner seelischen Entwicklung hö­her und höher steigst, wenn du in den jenseitigen Welten deine Fortschritte machst, wenn dein Bewußt­sein sich mehr und mehr weitet, und du den großen Plan und die große Liebe er­kennst, die hinter allem stehen, was dir heute noch unbekannt und fremd ist.

Zu den vielen Facetten gehört auch die Form des Lebens, deines Lebens. Leben ist Energie. Über eine fundamentale Erkenntnis eurer Wissenschaftler wird viel zu wenig nachgedacht: Daß man Energie zwar umwandeln, aber nicht vernichten kann. Die Schlußfolgerung daraus wird nur von wenigen Men­schen gezogen:

„Wenn Energie nicht vernichtet werden kann, kann auch Leben – mein Leben! – nicht vernichtet werden. Ich werde also leben, auch wenn ich ,gestorben‘ bin.“

Das bringt für viele Menschen nicht nur Fragen über Fragen mit sich, sondern es schürt auch Ängste vor dem Unbekannten, das sie erwartet; und dies besonders dann, wenn sie mit falschen Kirchenlehren aufgewachsen sind, von denen sie sich noch nicht freimachen konnten. Das führt oft dazu, daß sie sich mit diesem Thema erst gar nicht beschäftigen. Und gerade das wiederum hat Folgen, die der Betroffene, wenn er denn um sie wüßte, unter allen Umständen vermeiden möchte.

So entsteht ein „Teufelskreis“ im wahrsten Sinne des Wortes; denn die Angst bewirkt, daß die wichti­gen und richtigen Antworten nicht gesucht werden. Und das Fehlen der Antworten und die sich daraus erge­bende Unwissenheit führen dazu, daß die vielen wunderbaren Möglichkeiten des Lernens und Rei­fens, die das Leben bietet, und die es anzugehen gilt, nicht erkannt und somit auch nicht ange­gangen werden können.

Stagnation, ein Auf-der-Stelle-Treten aus geistiger Sicht, ist in vielen Fällen die Folge. Die Finsternis hat wieder einen kleinen Sieg errungen. Sie hat für ein Leben, das allerdings weniger ist als ein Augen­aufschlag in der Ewigkeit, Erkenntnis und Entwicklung erschwert oder verhindert. Es ist zwar nur ein „Etappen-Sieg“, der nichts am Ausgang der Auseinandersetzung ändern wird, aber für den Betroffenen kann es einen kleineren oder größeren Umweg bedeuten, so daß das Erreichen des Zieles, das sich seine Seele so sehr wünscht, ein wenig hinausgezögert wird.

Die Tatsache, daß es weitergeht, wenn die irdischen Augen geschlossen werden, könnte den einen oder anderen dazu verführen, allzuleicht und allzuschnell über das Thema hinwegzugehen: „Es kann mir doch nichts passieren, ich bin ja nicht wirklich tot. Es warten noch viele Möglichkeiten, noch viele Le­ben auf mich. Ich kann also immer noch anfangen, an mir zu arbeiten.“ Das ist eine Einstellung, die zwar von einem Glauben an ein Weiterleben zeugt, die aber eine ober­flächliche Betrachtung darstellt, die den Blick noch nicht in die Tiefe gerichtet und die Zusammenhänge erfaßt hat; auch nicht die Aus­wirkungen auf die eigene Person.

Deinen irdischen Leib, den du am Ende deiner Erdenwanderung nicht mehr benötigst, gibst du der Erde zurück, so daß er wieder zu Staub werden kann. Aber du bist ja noch! Alles, was du warst in dei­nem Empfinden, Denken, Reden und Handeln, alles, was du in deine Seele im Verlaufe dei­nes Lebens eingespeichert hast – du selbst hast deine Seele geprägt und niemand anderer –, ist noch da. Es stellte und stellt nach wie vor Energie dar, die nicht vernichtet werden kann. Das bist du, lediglich ohne materi­elle Hülle, dafür jetzt mit einem feinstofflichen Körper. Du hast dann eine andere Lebensform angenom­men, lebst in einer anderen Welt, erlebst eine neue Wirklichkeit – aber du bleibst du. Du hast das für die­se Inkarnation notwendige materielle Kleid aus Fleisch und Knochen zurückgelassen, alles andere – also dein Wesen, deinen Charakter – hast du mitgenommen.

Ein neuer Abschnitt deines ewigen Lebens hat begonnen.

 

 

*

 

 

Das neue Leben, das dich jenseits der Schleier erwartet, ist für dich gar nicht so neu, wenigstens nicht für deine Seele. Für Mich gibt es ohnehin nur dich, das heißt: Für Mich bist und bleibst du das eine ge­liebte Wesen, das aus Meiner Liebe hervorgegangen ist, ganz gleich, wo du dich zur Zeit befindest, ganz gleich, welche Lebensform du im Moment trägst, und welche Phase deines Rückweges du gerade durch­schreitest. Du bist unvergleichlich, du bist individuell, du bist Freiheit und Liebe, und du bist auf dem Weg nach Hause.

Aus irdischer Sicht betrachtet lebst du mal hier, mal drüben. Du wechselst die Seiten. Von drüben aus gesehen gehst du für eine Weile, um dann wieder zurückzukommen; nicht unbedingt aber in die Welt, die dir inzwischen vertraut war, und die du freiwillig für die Dauer eines Erdenlebens verlassen hast. Wohin es dich dann zieht, wenn du die Schwelle zu feinstofflichen Bereichen auf dem Weg zurück wieder überschreitest, hängt nicht nur weitgehend, sondern ausschließlich von dir selbst ab.

Darin erkennst du Meine Gerechtigkeit, die dich nichts erleben läßt, was nicht von dir selbst in deine Seele gelegt wurde; die dich – bildlich gesprochen – nur in ein Haus einziehen läßt, das du zuvor selbst gebaut hast. Es ist deine Welt, die du dir selbst geschaffen hast; es ist dein neues Zuhause, an dem du selbst gearbeitet hast; es sind deine Freunde, mit denen du zu Lebzeiten Umgang gepflegt hast, die dich drüben erwarten; es sind die Geister, die du gerufen und denen du gedient hast, die Anspruch auf dich erheben; aber es ist auch deine Liebe, auf die du triffst, die Liebe, die du gesät hast.

Wenn du Meinen Worten glaubst und nun erkennst, daß es gilt, nach Möglichkeit rechtzeitig damit zu beginnen, an dem „neuen Haus“ zu bauen, dann nimm dir – so du möchtest – eine Zeit der Stille, um darüber nachzudenken, ob du schon mit dem Herrichten deines neuen Heims begonnen hast. Oder wie weit du schon bist. Dabei wirst du auf ein Phänomen stoßen, vielleicht auch bei dir selbst:

Die wenigsten Menschen gehen daran, sich auf ihren Neubau zu konzentrieren, sondern sie setzen al­les daran, ihr altes Haus in gutem oder hervorragendem Zustand zu halten – also ihr jetziges Da­sein so bequem und befriedigend wie möglich zu gestalten –, so daß keine oder wenig Zeit bleibt, an die Zukunft des jenseitigen Lebens zu denken. Sie ziehen nicht in Betracht, daß sie ihr jetziges Haus, in das sie ununterbrochen viel Mühen und Kosten stecken, irgendwann doch einmal verlassen müssen, und sei es mit noch so viel Fleiß und Arbeit erbaut und ausgebaut worden.

Sie wissen zwar darum, daß dieser Zeitpunkt kommen wird, aber entweder verdrängen sie aus Angst das Nachdenken darüber; oder sie fangen mangels zufriedenstellender Antworten erst gar nicht an, sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen; oder sie wissen zwar um die Dinge, kön­nen sich aber nicht auf­raffen, die nötigen Schritte einer Änderung einzuleiten; oder aber sie sind so in ihren Alltag, ihre Arbeit und die Jagd nach Konsum und Ablenkung derart eingebunden, daß keine Zeit mehr bleibt für die entscheiden­den Fragen: „Woher komme ich? Warum bin ich hier? Wohin gehe ich?“

Ich erinnere Meine Kinder mit jeder Meiner Offenbarungen daran, daß sie geistige Wesen sind, und daß ihr jetziger, irdischer Aufenthalt nur ein vorübergehender ist, ein Abschnitt von mehreren, nur eine Sprosse auf der Leiter, die bis in die Himmel führt. Und Ich erinnere euch auch jetzt wieder an die Ge­setzmäßigkeit, daß Gleiches wiederum Gleiches anzieht. Die Schlußfolgerung daraus ergibt sich von selbst, ihr könnt sie aber vertiefen: Ihr werdet auf der nächsten Station eures ewigen Lebens ein Haus vorfinden, das ihr selbst erbaut habt, und auf Umstände treffen, die ihr auf der jetzigen Station eures ewigen Lebens selbst geschaffen habt!

Für viele Meiner Kinder werden es Lebensbedingungen in lichten Bereichen sein, die nicht ver­gleichbar sind mit der Schwere des irdischen Lebens. Sie werden, sofern ihr Seelenzustand nicht sehr verschattet ist, auf Freunde und Helfer treffen, die Ich ihnen zur Seite stelle, um sie zu lehren und zu lei­ten. Es wird ein Wiedersehen mit ihren Lieben geben, und Not, Leid und Schmerz werden vorerst oder für immer der Ver­gangenheit angehören.

Dennoch werden sie erkennen müssen, daß bei aller Leichtigkeit ihres neuen Lebens noch eine mehr oder weniger lange Wegstrecke vor ihnen liegt, die sie zu bewältigen haben, bevor sie endgültig in Mein Liebelicht eintauchen können. Aber sie erfahren auch die uneigennützige Führung ihrer Begleiter, die bei ihnen sind, um sie das zu lehren, was sie in ihrem Erdenleben nicht gelernt haben, nicht lernen woll­ten oder nicht lernen konnten – aus welchen Gründen auch immer. Meine Liebe und Barmherzigkeit zie­hen sich jedoch nicht zurück, nur weil Mein Kind noch Lernaufgaben vor sich hat.

Aber Ich will Meinen Kindern auch ersparen, schmerzhafte und peinigende Erfahrungen machen zu müssen, die schlußendlich zwar dem Wohl der Seele dienen, die aber hätten vermieden werden können, wenn man mit der Errichtung des neuen Zuhauses schon zu Lebzeiten begonnen hätte. Dabei geht es beileibe nicht darum, auf ein glückliches und erfülltes Leben im Hier und Heute verzichten zu müssen, um später einmal nicht in „Sack und Asche“ gehen zu müssen. Beides ist nicht nur sehr gut miteinander vereinbar, sondern das eine bedingt das andere. Mit anderen Worten: Wer mit Mir hier schon für drüben baut, dem verhelfe Ich dazu, daß er auch hier alles hat, was er braucht. Hier gilt, wie überall in der Schöpfung: Wer dem Gesetz dient, dem dient das Gesetz.

Wer mag, kann diesen Gedankengang noch fortführen. Wenn sich aus eurem jetzigen Leben die Be­dingungen für euer jenseitiges Leben ergeben, dann drängt sich beinahe zwangsläufig die Frage auf: „Wird nicht damit gleichzeitig auch schon der Grundstein für mein nächstes Leben gelegt, sofern eine weitere Inkarnation angebracht ist?“ Auch im Jenseits, deiner neuen Umgebung, geht es nur darum, zu lernen, zu dienen und sich dadurch zu entwickeln. Je nachdem, wie weit sich dein Bewußtsein schon er­schlossen hatte, was es noch an Lernaufgaben zu bewältigen gibt, und welche von den Möglichkeiten, die dir geboten werden, du annehmen kannst und möchtest, geht deine seelische Entwicklung in den feinstofflichen Welten langsam oder schnell voran. Es mag sein, daß du dich für eine neue Inkarnation entschließt. Im Idealfall plant dein Schutzengel mit dir deinen neuen Erdengang.

Dann gehst du „ins Fleisch“. Für alle bist du ein neuer Erdenbürger; was keiner weiß, dich einge­schlossen, daß deine Seele schon eine Vergangenheit hat, daß sie noch „Schatten“ in sich trägt, gleich­zeitig aber auch den Wunsch und den Willen, auch in diesem Leben zu lernen, um zu reifen, wozu du reichlich Gelegenheit bekommst. Denn das Rad der Wiedergeburt soll sich ja nicht endlos drehen. Aber: Du bringst als „alte“ Seele einiges in deinem Gepäck mit. Was wird das sein? Unter anderem das, was drüben nicht zu lernen und aufzulösen war oder eine halbe Ewigkeit gedauert hätte; das, was du im letzten Leben nicht erfolgreich bearbeiten wolltest oder konntest, und was du nun als neue Lernaufgabe vom sogenannten Schicksal vorgesetzt be­kommst.

Ist nicht allein dieser Gedanke es wert, schon im Diesseits mit der wichtigen Arbeit an eurem jenseitigen Zuhause anzufangen?

 

*

 

 

Wenn Ich zuvor davon sprach, daß es gilt, nach Möglichkeit rechtzeitig mit der Errichtung des neuen Zuhauses zu beginnen, so bedeutet dies nicht, daß es zu Lebzeiten irgendeinen Zeitpunkt gibt, der ein Umdenken und eine Umkehr unmöglich macht. Es geht lediglich darum zu erkennen, daß ein langes Abwarten oder Hinausschieben die Arbeit – die Innere Arbeit – schwerer macht. Denn es gilt, Änderung­en im Denken und Handeln herbeizuführen. Bei deren Umsetzung, also eurem Bemühen, Bin Ich zwar dabei, und Ich Bin derjenige, der euch die nötige Kraft gibt; Ich Bin der, der euren Geist er­hellt, damit ihr die anstehenden Schritte erkennt und die nötigen Entscheidungen trefft. Aber Ich Bin im­mer angewiesen auf euer Ja. Dies ist durch euren freien Willen bedingt.

Und dieses Ja zu sprechen ist leichter, wenn ihr noch nicht so sehr von Vorstellungen, Meinungen und Ansichten geprägt seid, von Lehrinhalten und Überzeugungen, die ihr euch über viele Jahre hinweg zu eigen gemacht habt bzw. habt aufoktroyieren lassen.

Es bleibt nicht aus, daß ihr im Verlaufe eures Lebens mit vielerlei Lehrsätzen und Gedankengut kon­frontiert werdet. Da sind auch Denkungsarten und Lehrmeinungen dabei, die euch binden und somit un­frei machen, vor allem dann, wenn sie dogmatisch sind und nicht in selbstloser Absicht vermittelt wer­den. Sie fließen über das Gehirn in eure Seele ein und bestimmen dann oft euren Glauben und das sich daraus ergebende Verhalten.

Im schlimmsten Fall, wenn dies über viele Jahre geschehen ist, und der Empfänger einer solchen Ma­nipulation dafür offen war – bewußt oder unbewußt –, kann es zu einer Art Gehirnwäsche kommen, so daß kein objektives Beurteilen eines Sachverhalts, einer Situation oder einer Lehre mehr möglich ist. Im Grunde ge­nommen sind alle Menschen mehr oder weniger manipuliert, denn allen ist ein bestimmtes Denken und Verhalten nahegebracht worden, oder sie haben es sich selbst angeeignet. Darin besteht un­ter anderem das Risiko einer Inkarnation: Es liegt in der Gefahr, eingebunden zu werden in Überzeugun­gen, die au­ßerhalb Meines Liebegebotes liegen.

Es gibt nur einen Weg, um sich davon so weit zu befreien, so daß die verbleibenden Reste keinen nega­tiven Einfluß mehr haben: Den Weg der gelebten Liebe zu gehen bzw. sich darum aus ganzem Herzen zu bemühen.

Diesen Weg brachte Ich Meinen Menschenkindern als Jesus von Nazareth. Meine Lehre lautete und lautet in alle Ewigkeit: Liebe Gott, deinen Vater, und deinen Nächsten wie dich selbst!

Es ist eine Lebensanweisung, wie sie einfacher nicht sein kann. Sie ist von jedem, der guten Willens ist, umzusetzen. Alles, was als Beiwerk um dieses zentrale Gebot schmückend angebracht und von eini­gen Kirchenfürsten sogar als zwingend heilsnotwendig erklärt wurde, ist falsche Lehre, lenkt vom Kern Mei­ner Liebe-Botschaft ab, entspringt menschlichen Gehirnen und den daraus geborenen, in die Irre leitenden Ideen.

Wenn ihr, wie es in eurem Sprachgebrauch üblich ist, „religio“ mit „Rückverbindung“ übersetzt, dann ist damit die Verbindung zwischen Mir und Meinen Geschöpfen, also auch zwischen Mir und dir, tref­fend beschrieben. Die Liebe ist es, die uns verbindet. Wer sich darum bemüht, wer bestrebt ist, die Liebe durch sein Leben und in seinem Leben auszudrücken, der schmiedet damit das Band zwischen Schöpfer und Geschöpf enger und enger. Wenn du also eine Richtschnur für dein Leben brauchst, dann erinnere dich an Mein Wort: liebe – und sonst nichts. Damit erfüllst du Meinen Willen, damit praktizierst du die einzige Religion, die es gibt. Alles andere ist, weil von Menschenhand im Eigeninteresse ergänzt und verändert, nicht Religion, sondern allenfalls Ideologie.

 

 

*

 

 

Unzählige Male habe Ich euch aufgeklärt über die vielen Aufgaben, die euch euer Alltag zur Erkenntnis bietet, und die mit Meiner Hilfe erkannt und durch eure Innere Arbeit bewältigt werden können. Ich greife deshalb hier nur einen Aspekt aus vielen heraus, um euch ein wenig tiefer in Meine Gesetzmäßig­keiten schauen zu lassen; aber auch, um euch vor einer ungenauen Sicht der Dinge und vor möglichen Schlüssen, die ihr fälschlicherweise daraus ziehen könntet, zu bewahren.

Wer sich entscheidet, den Weg der Liebe an Meiner Hand zu gehen, gleicht einem Lehrling, der et­was lernen möchte, aber das Handwerk naturgemäß noch nicht beherrscht. Das ist völlig normal und wird von Mir in jeder Hinsicht unterstützt. Wie könnte Ich ein noch unvollkommenes Tun abwertend be­trachten, nur weil derjenige, der sich nach Kräften bemüht, den späteren Anforderungen als Geselle oder Meister noch nicht entspricht?! Wiederum, Meine Söhne und Töchter, ist eure Herzenslogik gefragt.

In dieser Phase eures Weges zu Mir seid ihr geschützt, ihr seid getragen von Meiner Liebe; ähnlich wie dies ein Lehrer tut, der während der Stunden, in denen sein Schützling lernt zu schwimmen, diesen nicht aus den Augen läßt. Das Ziel aber, auch wenn das Üben nicht immer leicht fällt, heißt: schwimmen zu lernen. Dazu hat der Schüler freiwillig ja gesagt. Er hat sich entschieden, und ein Lehrer, der seinen Schüler ernst nimmt, wird alles daran setzen, ihm zu dieser Fähigkeit zu verhelfen.

Das bedeutet gleichzeitig, daß der Lehrer nicht unbegrenzt seine Hand oder seinen Arm als Hilfe zur Verfü­gung stellt. Es geht schließlich darum, daß der Schüler etwas lernt. Der Lehrer kann dies schon. Irgend­wann wird er die Hilfe zurückziehen, nicht um dem Schüler zu schaden, sondern um ihn zu der erfreulichen Erkenntnis der inzwischen erworbenen Fähigkeiten zu bringen, oder ihm zu der ernüchtern­den Klarsicht zu verhelfen, woran es noch mangelt. Das ist das Lernprinzip, das bei guten Lehrern gilt. Und es ist Mein Lernprinzip, das Prinzip des besten Lehrers, den du dir nur wünschen kannst!

Ihr seid, solange ihr auf dem Weg zu Mir seid, in weitaus größerem Maße in Meinen Schutz eingehüllt, als ihr euch dies vorstellen könnt. Aber Ich trete dann ein wenig zurück, wenn es darum geht, daß Mein Kind etwas erkennen und lernen soll. Das ist Liebe, Meine Söhne und Töchter, auch wenn es der eine oder andere noch nicht versteht. Denn Mir geht es darum, daß eure Seele etwas lernt im Sinne der Liebe, weil schließlich eure geläuterte Seele heimkehrt und nicht der vergängliche Leib.

Ich schütze die Meinen. Und wenn ihr in einer Situation, die Hilfe erfordert, Mich anruft, verschließe Ich niemals Meine Ohren. Kommt immer und überall zu Mir, flieht unter den Schutz Meines Liebeman­tels. Aber – und jetzt kommt das große „Aber“ – nehmt dieses Versprechen nicht zum Anlaß, eure eige­ne Entwicklung zu vernachlässigen. Hört, im übertragenen Sinne, nicht mit dem Erlernen des Schwim­mens auf, nur weil der Lehrer versprochen hat, euch zu helfen. Er wird es dort tun, wo eure eigenen Kräfte noch nicht ausreichen. Aber er wird sich dort zurückhalten, wo die eigenen Kräfte hätten entwi­ckelt werden können, dieser Prozeß aber nicht wirklich angegangen oder ständig hinausgeschoben wur­de.

Als Folge ergibt sich dann, daß ihr mit dem konfrontiert werdet, was als Lernaufgabe für diese Inkar­nation bestimmt war. Habt ihr angefangen, diese Schritte an Meiner Hand zu tun, werdet ihr erstaunt und erfreut sein über das, was euch schon gelingt. Es stärkt euch für die nächste Aufgabe, die es zu be­wältigen gibt, für den nächsten Schritt. Auf diese Weise wächst euer seelisches Potential.

Habt ihr noch nicht damit angefangen, wart ihr nachlässig, oder habt ihr nicht richtig und tief genug in euren Alltag, seine Aufgaben und eure Reaktionen geschaut, dann kann es sehr wohl sein, daß der Schutz, um den ihr bittet, nicht in dem Maße wirksam wird, wie ihr euch dies vorstellt oder wünscht. Wenn dies geschieht, ihr aber gleichzeitig davon überzeugt seid, daß Ich keinen Fehler mache, bleibt, wenn ihr ehrlich zu euch selbst seid, nur die einzige Schlußfolgerung übrig: An diesem oder jenem Punkt wartet noch Arbeit auf mich.

Ich lade euch ein, jederzeit Meinen Schutz zu erbitten! Doch Ich bitte euch auch zu überlegen, daß Mein Gebot nicht lautet: Schütze dich vor deinen Feinden, sondern: Liebe deine Feinde; auch dann, wenn dies nicht gleich gelingt, auch wenn dies nicht immer leicht ist und manchmal erst mühsam erarbeitet werden muß. Ich Bin bei dieser Inneren Arbeit an deiner Seite.

Gehst du daran, dieses Gebot nach Kräften umzusetzen, bist du in den besten Schutz eingehüllt, den es gibt. Gegen deine Liebe – es ist Meine Liebe, die sich in dir entwickelt hat – hat nichts Negatives eine Chance. Dann schützt dich das Licht deiner Seele, die sich unter Meiner Führung entwickelt.

Was dann dennoch geschehen wird, ist im Gesetz vorgesehen. Du wirst es verstehen, wenn und weil du Vertrauen in Meine Führung entwickelt hast; weil du weißt, daß Ich der große Weichensteller Bin, der als einziger den Überblick hat. Weil Ich der einzige Bin, der dich unendlich liebt.

Wenn du dich entscheidest, von heute an an deinem neuen Haus zu bauen oder die bisherigen Bauar­beiten verstärkt fortzusetzen, dann komm zu Mir. Gib Mir dein Ja. Laß uns gemeinsam deine noch vor­handenen Ängste, Unsicherheiten, Vorbehalte und Trägheit auflösen.

Es erwartet dich die Liebe deines himmlischen Vaters, des größten Gebers und Dieners der Schöp­fung.

Amen