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Aus Liebe zu Gott

Offenbarung vom 13. November 2017


 

Die Ansprache Gottes an den Menschen bzw. durch den Menschen vollzieht sich, wie alles in der Schöpfung, nach unumstößlichen, geistigen Gesetzmäßigkeiten. Die unterschiedlichen Schwerpunkte und Betrachtungsweisen in den Offenbarungen ergeben sich durch die göttli­chen Grundaspekte der Ordnung, des Willens, der Weisheit, des Ernstes, der Geduld, der Lie­be und der Barmherzigkeit, entsprechend auch der geistigen Mentalität desjenigen, der das Offenbarungswort aufnimmt. In und über allem aber wirkt die Liebe als Träger aller Offen­barungen, ohne die ein echtes Gotteswort nicht möglich ist.


 

 

Göttliche Offenbarung

 

 

Meine Söhne und Töchter, es sind zwei Aspekte, die Ich heute vertiefen werde. Sie sind euch nicht unbekannt, aber wenn ihr sie mit Meiner Hilfe näher betrachtet, werdet ihr verwundert sein, was sich hinter den Begriffen Freiheit und Glück wirklich verbirgt; und welche einfachen Schritte, notwendig und durchaus realisierbar, ihr an Meiner Hand tun könnt, um beides dauerhaft euer eigen nennen zu kön­nen.

Alle Wesen in den rein-geistigen Himmeln tragen die absolute Freiheit in sich. Sie ist Mein Geschenk an jedes einzelne Kind. Sie ergibt sich daraus, daß der freie Wille eingesetzt wird, um im Rahmen Mei­ner Gesetzmäßigkeiten, die aus Meiner Liebe hervorgegangen sind, zu handeln und zu schöpfen. Meine „himmlischen“ Kinder vermissen nichts, alles steht ihnen im Übermaß zur Verfügung. Darauf beruht unter anderem ihr Glück, das keinen Verlust und keinen Verzicht und somit als Folge auch keine Traurigkeit und keinen Kummer kennt.

Ängste, die sich aus befürchtetem oder tatsächlichem Verlust und Verzicht ergeben, sind Erscheinungen, die nur außerhalb der Himmel anzutreffen sind. Sie entstehen dann, wenn das Ego einer Seele oder eines Menschen meint, Seligkeit und Zufriedenheit nur dann erreichen zu können, wenn die bisherigen Anstrengungen und Bemühungen, die oftmals gegen Mein Gesetz gerichtet sind, auch weiterhin praktiziert werden – nur um feststellen zu müssen, daß das sogenannte Schicksal ihnen schließlich doch das nimmt, was sie unter allen Umständen halten wollten.

Alles in Meiner Schöpfung ist Leben, alles „fließt“, wie ihr es ausdrückt. Niemals und nirgendwo gab und gibt es einen Stillstand. Dieses ununterbrochen strömende Leben ist der Garant für eine stetige Aufwärtsentwicklung. Davon ist jedes Wesen betroffen, auch wenn es für euch oft den Anschein hat, als würde es rückwärts gehen, oder eine Abwärtsspirale würde euer derzeitiges Dasein bestimmen. Doch auch diese Phasen eures ewigen Lebens gehören zu den notwendigen Lernprozessen, ohne die das Ziel – die Vollendung in Mir – nicht erreicht werden kann.

Die vielen Schritte der sich ständig vollziehenden geistigen Evolution deines Wesens gleichen gewissermaßen den Gliedern einer langen Kette, deren unterstes Glied irgendwo in den Tiefen deiner Vergangenheit liegt, während das oberste die Himmel berührt. Dazwischen bist du als Mensch, hier und jetzt. Wo du also heute stehst, und was und wie du bist, ist das Resultat deiner Vergangenheit. Wo du morgen stehen wirst, und was und wie du sein wirst, ergibt sich aus deiner Gegenwart. Genauer: aus dem, was du heute denkst, redest und tust.

Alles steht in Kommunikation miteinander, das eine wirkt auf das andere ein. Dabei sind die lichten Kräfte bemüht, Menschen und Seelen anzuregen, sich dem Guten und Selbstlosen zuzuwenden; die dunklen Kräfte sind bestrebt, die Bemühungen des Lichtes zu unterbinden. In diesem Spannungsfeld lebt ihr. Welche Seite, kurz- oder auch längerfristig, den Sieg davontragen wird, bestimmt ihr selbst durch euren freien Willen.

„Ich möchte schon, aber ich kann nicht“, höre Ich euch sagen. „Freier Wille schön und gut, aber er nützt mir nichts, wenn ich ihn nicht einsetzen kann, weil stärkere Kräfte dagegenstehen.“

Viele von euch kennen Meine Antwort: „Wie schwach oder stark du in deinem Inneren bist, ist eine Frage deiner Seelenbeschaffenheit. Und die ist nicht einfach so aus dem Nichts heraus entstanden, oder weil Ich dich so erschaffen habe, sondern sie ist das Resultat deiner Vergangenheit, auch über viele Leben hinweg. Es ist deine Vergangenheit, die dich zu dem hat werden lassen, was du jetzt bist, kannst und tust. Deinen freien Willen habe Ich nie angetastet. Andere aber, die deine Freiheit nicht achten, auch wenn sie dies vorgeben, haben – auf geschickte Weise und unter Aufwertung deines Egos – mit mehr oder weniger Erfolg versucht, dich zu Handlungen gegen das Liebegebot zu bewegen. Und haben dich dabei gebunden.“

Eine solche ehrliche Bestandsaufnahme darf nie dazu führen, sich nun klein, schwach und ungeliebt zu fühlen; denkt an das Zauberwort „noch“1). Sie ist manchmal notwendig, trägt aber auch schon die Lösung in sich für denjenigen, der sich von den Fesseln befreien möchte, die er sich unbemerkt und meistens auch ungewollt hat anlegen lassen. So, wie nach Regen auch immer wieder die Sonne scheint, folgt auf Phasen des Betrübtseins und der Resignation auch immer wieder die Zeit des Aufbruchs und der Zielstrebigkeit, sofern dies euer Wunsch ist, und ihr Mich in euren Prozeß der positiven Veränderung mit einbezieht.

Mein Wunsch ist dies allemal; denn dafür Bin Ich in die Welt gekommen, um euch zu belehren, um die Sehnsucht und Liebe in euch zu wecken, um euch als euer Schöpfer, Gott und Vater auch gleichzeitig in Christus Bruder und Freund zu sein, der euch begleitet, schützt und stärkt.

 

 

*

 

 

Das angebliche Glück, mit dem euch die Finsternis immer wieder zu verführen versucht, bietet sie euch in den unterschiedlichsten Formen und mit den schillerndsten Ausschmückungen an. Das Prinzip ist seit Menschengedenken das gleiche, und weil es sich aus ihrer Sicht bewährt hat, gibt es keinen Grund, hier etwas zu ändern. Die Methoden sind verfeinert worden, die Angebote wurden den Möglichkeiten der jeweiligen Zeitepochen angepaßt, die Vorgehensweise ist geblieben.

Jedes Wesen ist darauf bedacht, einen Zustand der Erfüllung anzustreben und zu erhalten. In den Himmeln geschieht dies dadurch, daß die selbstlose Liebe gelebt wird, was „automatisch“ eine mit euren Worten nicht zu beschreibende Fülle und Freiheit mit sich bringt. Fülle und Freiheit könnten auch auf Erden schon erreicht worden sein – wenn auch nur bedingt, weil hier die Gesetze der Materie wirken –, wenn Meine Lehre, die Ich als Jesus von Nazareth brachte, umgesetzt und Meinem Vorbild nachgeeifert worden wäre. Diese Erde könnte „ein kleines Paradies“ sein, in dem Frieden, Harmonie und Heil auf allen Gebieten herrschen, weil ein liebevolles Miteinander praktiziert wird.

Daran könnten jedoch die Gegensatzkräfte nicht teilhaben, weil ihnen diese Kraft der Liebe aufgrund ihres Verhaltens nicht zur Verfügung steht. Sie bekommen ihre Energie, die sie brauchen, ausschließlich von Menschen, die sie zu Handlungen verleiten, die gegen Mein Gesetz gerichtet sind. Eine andere Energie – außer der, die ihnen als ein Minimum für die Aufrechterhaltung ihrer Existenz von Mir gegeben wird – gibt es für sie nicht.

Die Herzenslogik hilft euch weiter, selbst dahinterzukommen, auf welche Weise der Energieraub eingeleitet und durchgeführt wird:

Die Tatsache, daß negative Kräfte äußerst real sind, ist weitgehend unbekannt; ihre unmittelbare Präsenz ebenso. Zwar wird vom Teufel geredet, der die Menschen verführt, aber diese abstrakte Formulierung erkennt so gut wie keiner als eine permanente Bedrohung.

Das ist die Situation. Bietet es sich nicht an, aus dieser Anonymität heraus, die einen hervorragenden Schutz bietet, Angriffe jeglicher Art zu starten? Kann man sich gegen einen Feind, an den man nicht wirklich glaubt, den man nicht sieht, und den man nicht kennt, überhaupt wehren? Wenn ihr Böses beabsichtigen würdet, dann hättet ihr mit einer solchen Tarnkappe die besten Voraussetzungen, um unbemerkt an eure Opfer heranzukommen, sie zu verführen, sie zu binden und ihnen Energie zu rauben.

Glaubt ihr, daß die Dunkelheit – die selbst dann unterschätzt wird, wenn man um sie weiß – solche Möglichkeiten nicht nutzt? Was ergibt sich daraus?

Was ergibt sich für euch persönlich daraus? Denn allein das ist wichtig und entscheidend.

Wenn davon die Rede ist, daß das Böse überall auf der Welt auf dem Vormarsch ist, daß die Dämonen und ihr Anhang Chaos schaffen und Aggressionen und Gewalt fördern, und daß kriminelle Auswüchse auf allen Ebenen nie gekannte Ausmaße angenommen haben, so hat dies mit euch und eurem familiären und sozialen Umfeld in der Regel nicht direkt etwas zu tun. Heißt dies aber gleichzeitig, daß die Finsternis nicht darum bemüht ist, sich auch dort Energie zu verschaffen, wo sie nicht gleich Kriege anzetteln und für Unruhen größeren Ausmaßes sorgen kann? Beim „kleinen Mann“, bei der „kleinen Frau“, bei all den Unwissenden, bei den vielen, die in den Tag hineinleben, und bei allen, die das Gesetz von Ursache und Wirkung nicht kennen oder nicht beachten?

Gebraucht euren Verstand ...

Wenn die Gegensatzkräfte also flächendeckend und „rund um die Uhr“ darauf aus sind, Energie zu bekommen, taucht dann nicht für denjenigen, der sich schützen und stark werden möchte, die Frage auf: „Wie gehen diese Kräfte vor? Wo sind die Schwachstellen – meine Schwachstellen –, die es ihnen ermöglichen, trotz guten Willens und bester Absicht meinerseits bei mir einzudringen?“

Ein großer Teil der geraubten Energie fließt der Finsternis über die Angst zu. Angst zu erzeugen ist dann relativ einfach, wenn der Mensch nur auf die Welt ausgerichtet ist, und sich seine Glücksgefühle und seine Zufriedenheit lediglich aus dem Besitz äußerer Werte – materieller wie nicht-materieller – ergeben. Doch auch diejenigen, die an Mich glauben und Mich kennen, sind nicht davor gefeit, in Situationen gebracht zu werden, die sie ängstigen. Und Angst tritt immer dann auf, wenn die Gefahr besteht, etwas zu verlieren. Oder wenn dies tatsächlich geschieht.

Angst und das Gefühl, unglücklich zu sein, gehen oft Hand in Hand. Und sie sind immer die Folge eines wirklichen oder auch nur eines vermeintlichen Verlustes. Das Glück, das ihr euch doch so sehr ersehnt habt und halten wolltet, rückt dann in weite Ferne. Man hat euch etwas genommen, ihr habt etwas verloren, oder ihr müßt auf etwas verzichten – und das Glück vergangener Tage verwandelt sich in ein Unglück mehr oder weniger großen Ausmaßes.

Wenn dies geschieht, stellt sich dann nicht die Frage: Was für eine Art von Glück war es eigentlich? Du hast etwas nicht mehr, was du als Dein betrachtet hast, als deinen Besitz. Was war es wirklich wert, wenn man – wer auch immer – es dir nehmen konnte?

 

 

*

 

 

Es gibt eine Möglichkeit, die euch mit jedem Mal, wenn ihr sie übend anwendet, von euren Verlustängs­ten nach und nach befreit. Ihr kennt sie, habt aber ihren tiefen Sinn selten beachtet. Ich gab euch diese Weisheit als Jesus von Nazareth, als Ich davon sprach, daß ihr keine Schätze auf Erden sammeln sollt, wo sie von Motten und Rost gefressen und von Dieben gestohlen werden können. Dafür sollt ihr so leben, daß ihr euch durch euer Verhalten Schätze im Himmel anlegt.

Alles, was dir jemand nehmen kann, wird dich unglücklich machen, sofern du noch nicht erkannt hast, daß du dich – in unterschiedlichem Maße – abhängig machst von dem, an den oder an das du dein Herz hängst. So arbeitet der Widersacher: Dir vorzugaukeln, daß du glücklich wärst, wenn du dieses oder jenes hättest. Dafür regt er deine Wünsche an, streichelt dein Ego, verstärkt unbemerkt deine Abhängigkeit – und wenn es dir aus unterschiedlichen Gründen und auf vielerlei Art und Weise wieder genommen wird, dann profitiert er von deiner Angst, Wut und Enttäuschung, vielleicht auch von deinen Vorwürfen an Mich.

Das Geheimnis wahren Glücklichseins besteht daher nicht darin, etwas zu bekommen oder zu nehmen, sondern etwas zu geben. Auf die Liebe bezogen heißt das: selbst zu lieben beschert dauerhaftes Glück, und nicht, geliebt zu werden.

Das ist ein Lernprozeß, der nicht ganz einfach ist. Wer aber die Wahrheit darin erkannt hat, wird sich daran machen, langsam aber stetig in diese selbstlose Form der Liebe hineinzuwachsen. Der „Lohn“ ergibt sich von allein, denn „Wer dem Gesetz dient, dem dient das Gesetz“! Und es gibt dir ein Vielfaches von dem zurück, was du gegeben hast. Nicht im Äußeren – obwohl das Gesetz auch im Äußeren für ein angemessenes Wohlergehen sorgt –, sondern im Inneren, wo dir keiner etwas nehmen kann.

Wenn du damit beginnst, Schätze im Himmel zu sammeln, verwahrst du sie gewissermaßen wie in einem Safe, an den keiner herankommt, und den keiner aufbrechen kann. Den Schlüssel haben nur wir zwei, Ich und du, und dieser Schlüssel trägt den Namen Liebe.

Alles, was ihr in eurer Welt schafft, besitzt und halten wollt, wird eines Tages vergehen. Das gilt für dein Leben ebenso wie für deine Gesundheit, Schönheit, Intelligenz, für Ansehen, Ruhm und Ehre, für Macht, Talent und jede Form von Besitz. Es loszulassen bedeutet nicht, sich davon trennen zu müssen. Es bedeutet eine weise Verwaltung der Schätze, die Ich dir habe zukommen lassen, und die Bereitschaft, sich innerlich und äußerlich davon zu lösen, wenn die Zeit gekommen ist.

Auf diese Weise wird dich keine Furcht bedrängen, wenn du etwas lassen mußt, und du wirst nicht dazu verführt werden können, aus einer Position ängstlicher Schwäche heraus falsche Entscheidungen zu treffen, die dich möglicherweise noch fester binden an den, der nur ein Ziel hat: von dir Energie zu bekommen.

Du wirst so nach und nach „dein eigener Herr“, Mein starkes, großes, strahlendes und eigenverantwortlich handelndes Kind, Mein Sohn, Meine Tochter göttlichen Ursprungs. Negative Kräfte können dich immer weniger und schließlich gar nicht mehr manipulieren. Du hast die ersten Schritte in die Freiheit – in die wahre, innere Freiheit – getan.

 

 

*

 

 

Um die Fesseln deines Schicksals zu lösen, bedarf es deiner Hinwendung nach innen, deines Gespräches mit Mir, der Ich in dir lebe. Wie dies geschehen kann, habe Ich euch offenbart, indem Ich euch das Prinzip, die Praxis und die Wirkung der Inneren Arbeit im Detail beschrieben habe.2)

Heute will Ich euch auf einen weiteren Aspekt der Inneren Arbeit aufmerksam machen, der oft übersehen wird, der aber für euer Verständnis von entscheidender Bedeutung sein kann. Es geht darum, euch die Bedenken und manchmal auch Befürchtungen zu nehmen, der Prozeß eurer inneren Wandlung – eurer Wesensveredelung – und der Veränderung eures Bewußtseins sei sehr langwierig und schwierig; was für so manchen nicht selten ein Hindernis darstellt, mit seiner „Arbeit“ anzufangen oder zügig weiterzumachen.

Die Schritte der Selbsterkenntnis, wenn nötig der Reue, die Entscheidung, etwas ändern zu wollen und die Bitte an Mich, euch dabei zu helfen, sind notwendig, weil ihr den freien Willen habt, und Ich nicht über euch bestimme oder über euren Kopf hinweg entscheide. Tut ihr aber diese Schritte, dann setzt ihr eine Maschinerie in Gang, die ungleich komplizierter ist als alles, was je von Menschenhand geschaffen und von Menschenhirn erdacht wurde, und die dennoch fehlerfrei arbeitet. Es ist ein riesiges, geistiges Räderwerk, das eure Vergangenheit und eure Zukunft mit einbezieht und ebenso die Seelen und Menschen, mit denen ihr im Verlaufe eurer Leben Kontakt hattet, und bei denen noch etwas zur Aufarbeitung ansteht.

Meine Barmherzigkeit wird dann in und an euch wirksam; und das in einem Maße, das eure Vorstellungen weit, weit übersteigt. Ohne Meine Gnade wäre der Mensch darauf angewiesen, alles auf Heller und Pfennig wieder gutmachen zu müssen, was durch ihn an Negativem in die Welt gebracht wurde. Damit würde zwar der Gerechtigkeit Genüge getan, aber die zu tragende Last wäre für euch sehr schwer. Sie würde euch oft die letzte Kraft und das letzte Fünkchen Mut rauben, an eurem Aufstieg ins Licht weiterzuarbeiten.

Ein solches abwartendes Verhalten entspricht nicht Meiner Liebe! Ich Bin kein Gott des „Auge-um-Auge-und-Zahn-um-Zahn“, wie Mich die Menschen in ihrer Unkenntnis früher dargestellt haben; und wie Mich viele, in gleicher Unkenntnis, auch heute noch sehen.

Ich Bin ein Gott der Liebe, und dennoch nicht nur ein Gott, sondern der Gott, weil es außer Mir keine Kraft gibt, aus der alles hervorgegangen ist.

Meine Gnade drückt sich aus in dem Wort, das Ich euch schon so oft verkündet habe: „Wenn ihr Mir nur einen Schritt entgegenkommt, dann komme Ich euch viele Schritte entgegen.“ Meine Liebe kann nicht anders, denn Ich sehne Mich nach jedem einzelnen.

Ja, auch nach dir, der du diese Worte mit einem ungläubigen Staunen liest, weil du ein anderes Bild von Mir hast!

Ich sagte euch einmal, daß Ich kein Buchhalter Bin.3) Das bedeutet, daß du deine Fehler und Schwächen nicht alle wie auf einer Liste abhaken mußt, um sie Mir nach und nach zu bringen, damit Ich sie umwandle. Gewiß gibt es auch in deinem Leben Ereignisse, die ihre Spuren hinterlassen haben, und die angeschaut werden müssen. Ob es viele oder wenige sind, das weißt du selbst, wenn du dich ehrlich anschaust. Aufgrund einer solchen Selbstbetrachtung aber nun hinzugehen und voller Ängstlichkeit und kleinkariert eine Art Inventur deiner Fehler und Schwächen zu machen, entspricht nicht dem Geist und dem Sinn dessen, was Ich euch über die Innere Arbeit nahebringe.

Wenn du dich entscheidest, Mir dein Ja und damit deine Hand zu geben, oder auch wenn du dich entschließt, den Weg der gelebten Liebe beharrlicher und zielstrebiger als bisher zu gehen, dann tritt Meine Gnade auf den Plan, was heißt: Ich nehme in dem Maße, wie du es zuläßt, dein Leben in Meine Hand; Ich komme dann als Lotse an Bord deines Lebensschiffes; Ich Bin dann der einzig Kompetente in der Führerkabine deines Zuges, auch wenn du noch nicht oder nicht im Detail weißt, wie nun die Reise verlaufen wird.

Ich werde dich wachsam sein lassen, damit du das rechtzeitig erkennst, was an Anfechtungen auf dich zukommt. Dann helfe Ich dir bei deinen Entscheidungen, denn mit deinem Ja hast du die Kraft in dir aktiviert, die dich anders handeln läßt als bisher.

Damit verändert sich die Landschaft deiner Seele. Stelle dir eine Landkarte vor, deine Seele, die große und kleine Punkte aufweist. Nun kommst du zu Mir, bittest Mich um Hilfe, Erkanntes künftig zu lassen, Bindungen zu lösen und Ängste abzubauen. Ich werde nicht nur deine Bitte um Unterstützung und Befreiung deines konkreten Anliegens erhören, sondern Ich werde deine Seelenlandschaft lichter machen, auch an den Punkten, die du Mir noch nicht ausdrücklich hingelegt hast – vorausgesetzt, Ich sehe in deinem Herzen deinen aufrichtigen Willen, eine Charakteränderung herbeiführen zu wollen, schrittweise weg vom ichbezogenen Menschlichen hin zur selbstlosen Liebe.

Und was ist eine Veredelung deines Charakters – der ja die Summe deiner Gedanken, Worte und Handlungen darstellt – anderes als das, was Ich die Menschen als Jesus mit dem Gebot der Gottes- und Nächstenliebe gelehrt habe. In deiner Liebe drückt sich dein Charakter in seiner schönsten Form aus.

Damit wird es heller und leichter in dir, etwas verändert sich, zuerst unmerklich, dann für dich selbst und deine Umwelt spür- und sichtbar. Das ist Mein Wirken in dir, das ist Meine Barmherzigkeit, die dir nicht nur die erkannte, gegenwärtige Last abnimmt, sondern die dein Leben grundsätzlich zum Positiven, zum Glücklichsein und zur Freiheit hin umgestalten wird.

 

 

*

 

 

Wenn du Mich bereits als die Liebe erkannt hast, dann werden dich Meine Worte über die Verführungsarbeit der Dunkelheit nicht ängstigen. Du wirst sie als eine notwendige Information dankbar annehmen, weil du nun Zusammenhänge kennst und dich wappnen kannst. Es macht keinen Sinn, den Kopf in den Sand zu stecken, vor allem dann nicht, wenn du um das beste Gegenmittel weißt, das dir die Schöpfung zur Verfügung stellt: um Meine Liebe in Jesus Christus.

Das Wissen darum, wie die Gegensatzkräfte die Menschen binden, sie energiearm machen und an ihrer seelischen Entwicklung hindern, ist die eine Seite; die Möglichkeit der Befreiung von diesen Fesseln ist die andere, die wichtigere Seite. Wenn es dir gelingt, auf einen Verlust oder Verzicht eines falschen Glücks mit Gelassenheit und im Vertrauen auf Mich zu reagieren, befreist du dich von den in der Vergangenheit zwangsläufig aufgetretenen Ängsten, Sorgen, Unsicherheiten und Zweifeln.

Es fällt ab von dir, was dich bisher in unterschiedlichem Maße unfrei gemacht hat. Vor dir liegt dann das Land der Freiheit, von dem Ich schon so oft gesprochen habe, und das Ich mit dir gemeinsam so gerne betreten möchte. Freiheit bedeutet weit mehr, als sich ungehindert bewegen zu können. Freiheit bedeutet auch nicht, tun und lassen zu können, was einem beliebt. Wahre Freiheit drückt sich darin aus, ohne große Anstrengung das lassen zu können, was der Mensch in der Vergangenheit als nötig, schön und zu ihm passend empfunden hat, auch wenn ihn sein Gewissen schon längst eines Besseren belehrt hatte.

Auf dem Boden einer solchen Freiheit wächst dann das Glück, das dir keiner mehr nehmen kann. Wer sich solches erarbeitet – mit einem hohen Geschenkanteil Meinerseits –, von dem fällt vieles ab, das nicht zur Freiheit gehört.

Wer frei wird oder geworden ist, der braucht nicht mehr zu lügen und Intrigen zu spinnen; den wird auch keine Eifersucht, kein Neid und vieles andere mehr quälen; den wird die Angst nicht mehr in ihre Krallen nehmen können. Und was ihm früher als Ungerechtigkeit oder „unglücklicher Zufall“ erschien, wird erkannt als ein Baustein, den Ich, der große Weichensteller, zum Wohle der Seele und oft genug auch zum Heil des Menschen in das bunte Lebensmosaik eingefügt habe.

Ist es nicht das, was sich deine Seele wünscht: von einer unerschütterlichen Kraft und einer unbezwingbaren Macht sicher durch die Stürme deines Lebens geleitet zu werden? Du hast die von deiner Seele ersehnte Kraft und Macht, Meine göttliche Liebe, in dir! Bitte sie, und die Tore in die Freiheit öffnen sich.

Amen

 

 

 

1) Offenbarung vom 15. 10. 2017

2) Offenbarung vom 15. 10. 2017

3) Offenbarung vom 12. 5. 2017