Direkt zum Inhalt springen

Druckversion (PDF)

Aus Liebe zu Gott

Offenbarung vom 18. Februar 2018


 

Die Ansprache Gottes an den Menschen bzw. durch den Menschen vollzieht sich, wie alles in der Schöpfung, nach unumstößlichen, geistigen Gesetzmäßigkeiten. Die unterschiedlichen Schwerpunkte und Betrachtungsweisen in den Offenbarungen ergeben sich durch die göttli­chen Grundaspekte der Ordnung, des Willens, der Weisheit, des Ernstes, der Geduld, der Lie­be und der Barmherzigkeit, entsprechend auch der geistigen Mentalität desjenigen, der das Offenbarungswort aufnimmt. In und über allem aber wirkt die Liebe als Träger aller Offen­barungen, ohne die ein echtes Gotteswort nicht möglich ist.


 

 

Göttliche Offenbarung


 

Meine geliebten Söhne und Töchter, die Manipulation der Wahrheit in Verbindung mit gezielter Falschinformation hat über die Jahrhunderte hinweg eine Situation geschaffen, die geprägt ist von einer nicht mehr zu überbietenden Ahnungslosigkeit des allergrößten Teils der Menschheit. Oberflächlichkeit bestimmt aufgrund der Blindheit und Unwissenheit Meiner Kinder deren Leben. Das von den Oberen schon in der Antike praktizierte Prinzip des „Brot und Spiele“ hat nichts von seiner Effektivität verloren und erweist sich immer noch als hochwirksam. Es hält Meine Menschenkinder davon ab, ihr wahres Wesen zu erkennen, über den Sinn ihres Erdenlebens nachzudenken und ihrem Dasein eine spirituelle Richtung zu geben; vor allem aber verhindert das Unwissen, daß den Machenschaften der negativen Kräfte durch ein wirksames eigenes Verhalten ein Riegel vorgeschoben werden kann.

Meine Liebe hat Meine Kinder nie allein gelassen; nie habe Ich geschwiegen, auch wenn dies nach wie vor verkündet wird. Und weil Meine Liebe und Fürsorge niemals schweigen werden, fließt für alle Ewigkeit Mein Wort zu Meinen Geschöpfen. Denn Ich Bin kein stummer Gott, sondern Ich Bin das Leben in dir, dir und dir – in allem, was ist.

Wie die Gegenseite vorgegangen ist, um den jetzigen Zustand der Erstarrung und der Erkenntnis-Unfähigkeit hervorzurufen, habe Ich euch in vielen Offenbarungen erläutert. Ich ergänze heute das große, bunt-schillernde Mosaik Meiner Schöpfungsweisheit um ein weiteres Detail, auf daß euch noch mehr Zusammenhänge klarwerden, und ihr daraus die richtigen Schlüsse für euer Leben ziehen könnt.

So besteht – abgesehen davon, daß der Begriff der Seele nicht richtig definiert und fälschlicherweise mit Psyche gleichgesetzt wird – weitgehend Unklarheit darüber, wie sich das Zusammenspiel von Seele und Körper gestaltet. Kaum einer weiß, daß Seele und Körper zu Lebzeiten eine untrennbare Einheit bilden, daß also der geistige und der materielle Teil eine Ganzheit darstellen, und daß beide ein Leben lang in Wechselbeziehung zueinander stehen. Das eine kann ohne das andere auf der Erde nicht existieren, das eine nimmt ständig Einfluß auf das andere. Auf diese Weise befruchten oder belasten sich diese beiden Teile ununterbrochen, solange eine Inkarnation währt. Das hat gravierende Folgen, und zwar sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht. Zu Ende gedacht eröffnet euch dieses Wissen den Schlüssel für ein gutes Gelingen eures Erdenweges; oder er stellt, in nicht so erfreulichem Fall, die Erklärung für eine geistig-seelische Stagnation – im schlimmsten Fall für einen Rückschritt – dar.

Seele und Körper sind also zwei Seiten ein- und derselben Medaille. Diese wird durch den Menschen aufgrund seines freien Willens und den daraus resultierenden Entscheidungen fortlaufend bis zum Ende seines irdischen Lebens geprägt, wobei der Mensch – bewußt oder unbewußt – ständig die hilfreichen Bemühungen und Anstöße guter Kräfte erfährt oder massiver Einflußnahme weniger guter Kräfte ausgesetzt ist.

Die „Prägung der Medaille“ drückt sich sowohl im Äußeren als auch im Inneren aus; vor allem bestimmt sie maßgeblich den Zustand der Seele und ihren weiteren Weg in den jenseitigen Bereichen, was sehr konkret zu verstehen und keineswegs so abstrakt gemeint ist, wie dies vielfach angenommen wird. Das, was nach dem sogenannten Tod weiterexistiert, ist die eine Seite der Medaille – die seelische –, die zuvor von der anderen Seite der Medaille – der körperlichen – so geschaffen wurde, wie sie nun ist.

Das, was weiterlebt in einer Welt, die weitaus realistischer ist als das, was ihr auf der Erde erlebt, ist zwar „nur“ deine Seele, aber dennoch bist du es – der in seiner neuen Heimat keinen materiellen Körper mehr braucht.

Dein Körper dient dir also nur als Mittel zum Zweck, um dir zu ermöglichen, das auf der Erde umzusetzen oder zu lernen, was du dir aus unterschiedlichen Gründen vorgenommen oder ausgesucht hast; was man dir empfohlen und im Idealfall, unter Mitwirkung deiner geistigen Helfer, gemeinsam mit dir geplant hat; oder wozu man dich oder es dich – aus niederen Beweggründen heraus – gedrängt hat.

Schließlich kommst du – als mehr oder weniger lichte oder belastete Seele – auf der Erde an und trittst bei der Geburt und endgültig danach in den Körper ein, an dem du zuvor durch die Nähe zu deiner künftigen Mutter „mitgebaut“ hast. Du hast das Land des Vergessens betreten. Du bringst die eine Seite der Medaille mit, auch wenn du und deine Familie in der Regel darüber nichts wissen. Die andere Seite, die als kindlicher Körper sicht- und fühlbar ist und deshalb für die einzig wichtige, in den meisten Fällen sogar für die einzige gehalten wird, beginnt sich im Äußeren zu entwickeln und nimmt schließlich ihren alles dominierenden Platz ein.

Je größer die Unkenntnis über dieses Geschehen ist, um so eher gelingt es den Negativkräften, eine seelische Entwicklung zu stören oder zu verhindern. Und die Unkenntnis ist weltweit erschreckend groß! Sie ist das Ergebnis gezielt geplanter und durchgeführter irreführender Wegweisung durch das Böse, das alles daransetzt, seinen Machtbereich zu erhalten und nach Möglichkeit auszubauen.

Ein offener und ehrlicher Blick in und auf euer Weltgeschehen muß jedem das Ausmaß an Unordnung, Unsicherheit und Egoismus klarmachen, das durch die mangelnde Kenntnis geistiger Hintergründe und daraus folgend durch die Nichtbeachtung geistiger Gesetze entstanden ist.

Ebensowenig ist bekannt, daß der Mensch über ein Instrumentarium verfügt, das ihm die Möglichkeit bietet, den Einflüsterungen, Versuchungen und Angriffen durch die Finsternis erfolgreich zu trotzen, indem er – was weit wichtiger als ein situationsbedingt erbetener Schutz – mit Meiner Hilfe seine innere Kraft, Meine Liebekraft in ihm, auf- und ausbaut. Diese dient ihm dann als Bollwerk gegen die satanischen Anfeindungen.

Denn Ich wohne im Menschen, Ich Bin das Leben in ihm, und wer sich Mir zuwendet und sich bemüht, Mein Liebegesetz zu erfüllen, der wächst in ein freies, fried- und freudvolles Leben hinein, das alle Bemühungen der Gegenseite ins Leere laufen läßt.

 

 

*

 

 

Die Annahme, daß erst mit der Geburt die inkarnierte Seele den Einflüssen des Guten und Bösen unterliegt, ist falsch. Schon im Vorfeld, also noch in den feinstofflichen Bereichen, aus denen die Seelen kommen, beginnt das Ringen beider Seiten um jede einzelne Seele mit der Absicht, ihr entweder gute oder schlechte Startbedingungen zu verschaffen, oder auch, um sie von dem Vorhaben einer Inkarnation abzubringen; was gut gemeint, genauso aber auch der Versuch einer Beeinträchtigung der Entwicklung sein kann. Schon hier plant – auch – die Gegenseite ihre Schachzüge, unter Umständen von langer Hand; nur mit dem Unterschied, daß sie lügt und täuscht, um verführen zu können, während Ich und mit Mir die, die euch führen und beschützen, euren freien Willen achten.

Auch die Zeit der Schwangerschaft wird von beiden Seiten genutzt, jeweils mit einer anderen Zielsetzung: um den werdenden Menschen so gut es geht zu schützen, oder um ihn schon im Mutterleib zu schwächen oder ihm zu schaden. In den meisten Fällen ist nicht mangelnde Elternliebe die Ursache dafür, daß viele Neugeborene schon physische und psychische Belastungen auf sich nehmen mußten, sondern das fehlende Wissen darüber, daß hier eine Seele mit „eigener Vergangenheit“ in ein neues Leben strebt, die in der Phase der Schwangerschaft und frühen Kindheit völlig hilflos ist, auch und besonders dem mächtigen Medizinwesen und ihren Vasallen gegenüber.

Die Versuche, den heranwachsenden Menschen nicht nur in seiner seelischen, sondern auch in seiner körperlichen Entwicklung zu stören und ihm oftmals bleibenden Schaden zuzufügen, sind deshalb von Erfolg gekrönt, weil der Dunkelheit sehr wohl die enge Verbindung zwischen Körper und Seele bekannt ist.

Sie weiß, im Gegensatz zu den allermeisten Menschen, um die „Zwillings-Seiten“ der Medaille! Sie weiß, daß ein konstantes, seelisches Wachstum in der Regel leichter vonstatten geht, wenn der Mensch gesund ist, sich zufrieden fühlt und angstfrei mit einem Gefühl der Sicherheit lebt. Um eine solche Entwicklung zu stören oder zu verhindern, fährt sie bei ihren Bemühungen zweigleisig: Sie macht die Menschen, kurz- oder langfristig, krank, oder – was mit Blick auf das Endergebnis aufs Gleiche herauskommt – sie erzeugt mit falschen Mitteln eine oberflächliche Zufriedenheit, um ein Hinterfragen nach dem Sinn des Lebens und einen Aufbruch zu „neuen, geistigen Ufern“ zu verhindern. Oftmals zu spät erst bemerkt der Mensch, daß sein Glück nur ein Pseudo-Glück, seine vermeintliche Sicherheit nur eine Scheinsicherheit und seine augenscheinliche Gesundheit kein wirkliches Heil-Sein waren.

Weil die eine Medaillenseite von der anderen abhängig ist, ist es für euch unerläßlich, auch dem Körper die nötige Aufmerksamkeit zu schenken, denn er ist schließlich für die Dauer der Inkarnation das einzige „Fahrzeug“, das die Seele hat. Das zu beachten ist wichtig, darf aber nicht zum Hauptzweck eures Lebens werden. Ein vernünftiges Miteinander, von dem beide Seiten profitieren, ist der anzustrebende Mittelweg und nicht ein an Fanatismus grenzendes Denken, das davon ausgeht, daß mit dem Geist alles zu bewältigen sei, weil der Geist die Materie beherrscht.

Ich erinnere euch daran, daß ihr mit eurer Inkarnation den Herrschaftsbereich der Finsternis betreten habt und auf der Materie lebt und damit den dort herrschenden Gesetzen unterworfen seid ...

Wer in Fehleinschätzung seiner geistig-seelischen Entwicklung glaubt, er könne das Prinzip „Der Geist steht über der Materie“ schon voll auf sich anwenden, der wird erkennen müssen, daß in diesem Fall mit „Geist“ die Kraft gemeint ist, die sich durch ein Leben nach den Gesetzen der selbstlosen Liebe im Menschen entwickelt, bis sie schließlich das Potential erreicht, um die Gesetze der Materie außer Kraft setzen zu können. Davon unbelassen bleibt, daß der Glaube, der in tiefer Demut und Liebe gründet und auf einer nicht zu erschütternden Vertrauensbasis ruht, Berge versetzen kann, und daß dazu die tiefe Liebe zu Mir, dem Schöpfer allen Lebens, gehört, die sich in eurem Alltag und eurer positiven Bejahung ausdrückt.

Solange ihr noch nicht so weit seid, daß „sich die Berge bewegen“ – und Ich sage dies mit einem Lächeln –, bitte Ich euch, mit der richtigen inneren Einstellung die vielfältige Unterstützung anzunehmen, die Ich in Meiner Liebe für euch vorgesehen habe. Dazu gehören sowohl die zahlreichen Gaben und kostbaren Schätze der Natur als auch die Menschen, die euch in schwierigen, gesundheitlichen Situationen helfen können. Meine Barmherzigkeit hat euch diese Geschenke zukommen lassen; denn Ich Bin kein Gott, der wie ein Buchhalter aufrechnet und erst dann tätig wird, wenn ihr zuvor alles bereinigt habt. Ich wünsche Mir im Gegenteil, daß ihr das, was Ich euch ununterbrochen schenke, im rechten Geist gebraucht – zum Wohle eures Körpers und mit Blick auf die Mehrung eurer Seelenkraft.

Ich weiß sehr wohl um die äußeren und inneren Bedrohungen, denen Meine Kinder ununterbrochen ausgesetzt sind; und auch deshalb schweige Ich nicht.

Ihr richtet in eurer Unwissenheit euer Augenmerk in allererster Linie auf das, was von außen als Schwierigkeiten und Bedrängnisse auf euch zukommt, was Verluste verursachen und euch schaden könnte. Doch das ist nicht alles, was euch gefährlich werden kann. Der weitaus größere Schaden kann im Inneren entstehen, weil er euch wesentlich länger – das heißt über euer jetziges Leben hinaus – schwächen kann, als äußere Umstände dies vermögen. Deshalb sprach Ich auch als Jesus sinngemäß davon, daß nicht diejenigen zu fürchten sind, die dem Leib schaden können, sondern der Seele.

Die Wechselwirkung zwischen Seele und Körper wird durch das Gesagte deutlich. Was der Seele schadet, schadet über kurz oder lang auch dem Körper. Und wenn ihr euren Körper vernachlässigt, wird das früher oder später Spuren in eurer Seele hinterlassen.

Habt ihr einmal bemerkt oder darüber nachgedacht, daß sich die Vorgehensweisen der Desinformation und des Unmündig-Haltens auf den Gebieten eurer körperlichen und seelischen Gesundheit in vielerlei Hinsicht gleichen? Es ist nicht übertrieben, bei vielen Menschen von einer „seelischen Behinderung“ zu sprechen, vor allem dann nicht, wenn man als Maßstab eine Reife und ein Bewußtsein anlegt, die zu erreichen gewesen wären, wenn Mein einzig und ewig gültiges Gebot der Gottes- und Nächstenliebe in die Tat umgesetzt worden wäre: liebe – und sonst nichts!

Die Kräfte, die gegen Mich und euch arbeiten, setzen erfolgreich auf den Faktor „Zeit“. Vieles von dem, was sie anstreben und umsetzen, ist sorgfältig vorbereitet und langfristig angelegt. Wenn nach Jahren oder Jahrzehnten die ersten Beeinträchtigungen bemerkt werden, ist es oft für eine Korrektur des äußeren und inneren Verhaltens zu spät. So ist es nicht verwunderlich, daß viele Menschen Hinweise auf eine Gefährdung ihrer körperlichen oder seelischen Gesundheit mit der Begründung ablehnen, daß es ihnen doch nach wie vor gut geht, daß sie keinen oder kaum einen inneren und äußeren Mangel leiden und deshalb keine Veranlassung sehen, etwas grundsätzlich ändern zu müssen. Die Wahrheit ist: Sie können es oft nicht mehr, weil ein jahrelanges Fehlverhalten Spuren an Seele und Leib hinterlassen hat. Und sie können oft auch nicht mehr die Wahrheit in diesen Worten erkennen.

Das materiell Sichtbare hat das geistig Unsichtbare geprägt, und das wiederum hat auf das materiell Sichtbare eingewirkt; ebenso in umgekehrter Reihenfolge.

 

 

*

 

 

Ich wäre kein treusorgender Vater, wenn Ich es nur bei Hinweisen und Ermahnungen belassen würde. Daher gebe Ich euch auch das Werkzeug an die Hand, wie ihr diesen Kreislauf – auf den der Begriff „Teufelskreis“ in vollem Umfang zutrifft – unterbrechen könnt. Die positive Wirkung wird sich in eurem Leben zeigen, wenn ihr es nicht nur beim Wissen darum belaßt, sondern das Werkzeug auch benutzt.

Die schärfste Waffe, die die Finsternis einsetzt, ist die Angst, die auf unterschiedlichste Weise erzeugt werden kann. Drohungen und Gewalt waren viele Jahrhunderte lang das Mittel der ersten Wahl, heute haben sie an Effizienz eingebüßt. Ängstliche Menschen sind leicht zu manipulieren, freie Menschen kaum oder nicht. Man kann einem Menschen nur Angst machen, wenn man ihn dazu bringt, das zu glauben, was man ihm erzählt. Und das gelingt um so leichter, je weniger Aufklärung vorhanden ist, je weniger die Wahrheit bekannt ist. Deshalb lehre Ich euch die Herzenslogik, damit ihr in die Lage versetzt werdet, dort hinter die Kulissen zu schauen, wo etwas verschleiert oder falsch dargestellt und gelehrt wird.

Ich gebe euch diese Hilfen aber nicht, damit ihr aus noch nicht beherrschbaren Emotionen heraus die Verursacher verurteilt! Das ist nicht eure Sache! Ich gebe sie euch, damit ihr euch in freier Entscheidung von den Fesseln löst, die euch bisher in Unsicherheit und Unfreiheit gehalten haben; die euch unter Umständen – bewußt oder unbewußt – oftmals ergeben, kleinmütig und mutlos auf die „Oberen“ haben schauen lassen; und das unter Aufgabe eurer eigenen Verantwortung. Die Herzenslogik hilft euch, die Unwahrheit zu erkennen und andere Wege als bisher einzuschlagen. Wege, die Seele und Körper gesunden lassen.

Mein Wort liebe – und sonst nichts! läßt sich mit dem Wissen um die Zusammenhänge nun auch problemlos auf das Leibliche übertragen. Denn wer seinen Körper liebt, der wird darauf achten, daß er ihm – soweit dies noch geht – gesunde Nahrung zuführt; und daß er möglichst all das meidet, was seiner Gesundheit schadet, wobei das, was ihr als Streß bezeichnet, eine der Hauptursachen für eure körperlichen Beschwerden ist. Streß ist künstlich erzeugt durch äußere Umstände und einen Lebensstil, dessen Diktat sich viele unterwerfen, weil es ihnen wichtig erscheint, „dazu zu gehören“; weil sie versuchen, die angeblichen Bedürfnisse ihres Körpers und ihrer Psyche zu befriedigen, die man ihnen vorspiegelt.

Erkennt ihr an diesem kleinen Beispiel die Wechselwirkung, die beide Seiten aufeinander ausüben? Denn der Streß bleibt nicht auf den Körper beschränkt, sondern entwickelt sich zu einer seelischen Belastung, die Unzufriedenheit, Getrieben-Sein, übertriebenen Ehrgeiz und vieles mehr hervorruft, was sich im Gegenzug früher oder später als Krankheit ausdrückt. Die wiederum erschwert es dem Menschen, seine spirituellen Bedürfnisse zu erkennen und zu befriedigen.

Wie sieht es in der Seele eines gestreßten Menschen aus, der seinem Leben keinen oder nicht genügend Raum läßt für das, was der Geist im Menschen möchte? Der Geist, Urquell des Lebens und Kern der Seele, hat einen einzigen Wunsch, ein einziges, starkes Bedürfnis: sich so bald wie möglich wieder mit Meinem Geist der Liebe zu vereinen. Dafür ist es notwendig, daß sich die Seele, die ihn einschließt, lichtet; daß sich also die „Hüllen“ der Seele nach und nach auflösen, so daß mehr und mehr das strahlende, göttliche Wesen hervortreten kann, das jeder von euch in sich trägt, das jeder von euch ist.

Diese Aufgabe ist dem Menschen übertragen, der durch ein Leben nach göttlichen Gesetzen seine Seele gesunden lassen soll, indem er Mich zum Regisseur seiner Inkarnation macht. Das tut er dann, wenn sich seine Liebe zu Mir und zu seinem Nächsten nicht nur im Wort, sondern in der Tat ausdrückt; und wenn er sich von Mir und nicht von seinem Schicksal führen läßt, was am wirkungsvollsten dadurch geschehen kann, daß er Mir sein Ja gibt. Mir, der Liebe, die sich in Jesus von Nazareth inkarnierte.

Oft aber verweigert er seiner Seele durch sein Desinteresse eine Weiterentwicklung, zumeist unwissend und ungewollt. Oder er schadet ihr und versetzt sie damit in einen niederen energetischen Zustand, was sich nicht selten auch im Äußeren ausdrückt und dazu führen kann, daß sich die ursprünglich vorgesehene Lebensspanne verkürzt.

Schließlich schließt der Mensch seine Augen; diese irdische Inkarnation ist beendet. Die Summe an Energie, die seine Seele in sich trägt, bestimmt nun seinen Aufstieg in andere Sphären, sein Befinden und seinen neuen Wohnort.

Wenn Ich sage „seine Seele“, dann bedeutet das: Das ist jetzt er – der ehemalige Mensch – selbst. Für seinen Seelenzustand kann er keinen anderen verantwortlich machen! Wer damit nicht zufrieden ist, wer unglücklich und völlig hilflos ist oder mit dem, was ihm widerfährt, hadert, der muß sich vor Augen halten, daß es in seinem Leben genügend Hinweise und Anstöße gab, dieses oder jenes zu tun oder zu lassen.

Doch auch drüben ist keiner allein, er fühlt sich oft nur einsam. Eine Bitte um Beistand und Aufklärung, eine erste innere Regung der Selbsterkenntnis oder Tränen, die aus dem Herzen kommen, rufen geistige Helfer auf den Plan, die selbstlos die nächstenliebende Betreuung des um Hilfe Rufenden übernehmen.

Der neue Aufenthaltsort, an dem sich die Seele in der Regel zwar länger aufhalten wird als auf der Erde, ist genauso nur vorübergehender Natur, wie es ihr irdisches Zuhause war. Denn die wahre Heimat Meines Kindes ist bei Mir, im Kreise seiner himmlischen Geschwister, in der Freiheit, Grenzenlosigkeit und nicht zu beschreibenden Schönheit der Himmel.

Wenn du wieder daheim bist, Mein Sohn, Meine Tochter, dann bist du wieder eingetaucht in die Liebe, die dein wahres Wesen ist, und aus der du gekommen bist!

Wie lange deine Reise dauert, wie oft sie dich noch über die Erde führt, bevor du lichte, hochschwingende Sphären des Jenseits und schließlich den Himmel betreten kannst, bestimmst du selbst. Das Gesetz der Anziehung und Abstoßung wirkt auf der Erde ebenso wie in den feinstofflichen, außerirdischen Bereichen und in der höchsten Schwingung der Ewigkeit.

 

 

*

 

 

Ein weiteres kleines Beispiel soll euch verdeutlichen, daß die gleichen Prinzipien im Geistigen wie im Materiellen gelten. Die Erkenntnis, die ihr daraus ziehen könnt, kann euch eine große Hilfe sein bei eurem Bemühen, alte Gewohnheiten und Verhaltensmuster abzulegen und durch neue zu ersetzen. Sie kann euch auf eine „heiße“ Spur bringen, sofern ihr bisher mit nur mäßigem Erfolg versucht habt, einen Fehler – wenn ihr ihn denn als solchen erkannt habt – abzustellen:

Wenn ihr eine Überschwemmung in eurem Keller entdeckt, so werdet ihr als allererstes das Fenster schließen, durch das ganz offensichtlich Wasser eingedrungen ist. Denn ihr wißt, daß es sinnlos ist, das Fenster offen zu lassen – und damit einen weiteren Wassereinbruch zu ermöglichen – und gleichzeitig den überfluteten Keller leerzupumpen oder mit Eimern leerzuschöpfen. Ihr werdet also das „Loch stopfen“.

Gilt diese vernünftige und sogar notwendige Maßnahme nur für den Fall, daß euer Keller mit Wasser vollgelaufen ist? Glaubt ihr nicht, daß sich die gleiche Methode auch bei einer Beeinträchtigung oder Störung anwenden läßt, die durch euch selbst – aus Unkenntnis, Unachtsamkeit oder Gleichgültigkeit – in eurer Seele und in eurem Körper zugelassen oder verursacht wurde? Die Antwort auf diese Frage liegt auf der Hand, vor allem dann, wenn ihr die einfache Logik dieses Bildes akzeptiert.

Was ergibt sich daraus für denjenigen, der sich befreien möchte von Bevormundung und Gängelei, von Druck und raffiniert vorgetragener Versuchung; für den, der hinter die Dinge schauen möchte und sich seiner eigenen Verantwortung und Stärke bewußt wird? Immer, Meine geliebten Söhne und Töchter, geht es darum, den „Nachschub“ zu unterbinden, auch dann, wenn ihr die eigentliche Wurzel eines falschen Verhaltens noch nicht erkannt habt, dieses jedoch als veränderungsbedürftig anseht, weil es nicht – und sei es nur in Details – mit Meinem Liebegebot übereinstimmt.

Begreift die außerordentliche Bedeutsamkeit dieser Wahrheit, auch wenn euch das Beispiel banal erscheint. Sie lautet: Dem einen Riegel vorzuschieben, was eine Änderung, eine Heilung, ein Glücklichsein, einen Frieden, eine Harmonie und vieles mehr bisher trotz bester Absicht immer wieder verhindert hat. All dem also in euren Gedanken, Worten und Handlungen eine Absage zu erteilen, in Meine Arme zu kommen und in Empfinden, Gedanken oder Worten zu sagen: „Vater, hilf mir bitte. Dem will ich keine Nahrung mehr geben, denn Du bist mein Ziel.“

Reue zu entwickeln, um Verzeihung zu bitten und zu verzeihen gehören unter anderem zu den Maßnahmen, die getroffen werden müssen, um offene Fenstern zu schließen, wenn es zu einer Heilung auf körperlicher und seelischer Ebene kommen soll.

Wenn ihr dies als richtig, als Meine Wahrheit anerkennt, dann findet ihr darin vielleicht auch die Erklärung dafür, warum so manche Bitten und Gebete – für euch selbst oder für andere gesprochen – nicht das Ergebnis zeitigen, das ihr euch erhofft habt. Denn mit Meinem Gesetz ist es nicht vereinbar, „das Kellerfenster geöffnet zu lassen und gleichzeitig darum zu bitten und darauf zu hoffen, daß sich der Wasserschaden in Grenzen hält oder behoben wird.“

Was nicht bedeutet, daß Meine Barmherzigkeit nicht wirksam werden kann, und Ich nicht hilfreich eingreife, wenn Ich die gute Absicht und den guten Willen eines Kindes erkenne. Im Gegenteil: Ich und eure geistigen Freunde helfen besonders gerne dort, wo darum gebeten wird, das noch unbekannte Energieloch oder die noch nicht entdeckte Einfallspforte zu finden; denn dort zeichnet sich ein Umbruch ab. Und erst recht helfe Ich dann, wenn Ich das Bemühen erkenne, den „Nachschub“ durch ein künftiges anderes Verhalten zu unterbinden.

Denn Ich wünsche Mir, daß ihr, die ihr zur Zeit als Menschen unterwegs seid, euren Seelen die Liebeenergie zukommen laßt, die auch sie sich wünschen; die sie benötigen, um euch – bedenkt: Ihr seid eine Einheit! – später einmal dorthin zu bringen, wo ihr im Licht leben, wo ihr Liebe erfahren und Liebe geben könnt.

Auf allem, was ihr erbittet, um dieses Ziel zu erreichen, liegt Mein Segen. Denn Ich liebe euch über alles.

Amen