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Aus Liebe zu Gott

Offenbarung vom 14. Juni 2018


 

Die Ansprache Gottes an den Menschen bzw. durch den Menschen vollzieht sich, wie alles in der Schöpfung, nach unumstößlichen, geistigen Gesetzmäßigkeiten. Die unterschiedlichen Schwerpunkte und Betrachtungsweisen in den Offenbarungen ergeben sich durch die göttli­chen Grundaspekte der Ordnung, des Willens, der Weisheit, des Ernstes, der Geduld, der Lie­be und der Barmherzigkeit, entsprechend auch der geistigen Mentalität desjenigen, der das Offenbarungswort aufnimmt. In und über allem aber wirkt die Liebe als Träger aller Offen­barungen, ohne die ein echtes Gotteswort nicht möglich ist.

 

 

 

Göttliche Offenbarung

 


Meine Söhne und Töchter, damit Mein heutiges Offenbarungswort in seiner tiefen Bedeutung richtig verstanden und verinnerlicht werden kann, schicke Ich etwas voraus, das Ich euch zwar schon wieder­holt nahegebracht habe, das sich aber nicht fest genug in euch verankern kann:

Ich Bin die Quelle allen Lebens; es gibt keine andere.

Ich Bin die Grundlage eures Daseins.

Ich Bin der, der die gesamte Schöpfung – also sowohl die für euch unsichtbare als auch die sichtbare – aus sich heraus ins Leben gerufen hat und erhält.

Ich Bin der ewige Ursprung all dessen, was ist.

Ich Bin der, dessen Kraft in allem eine ununterbrochene Entwicklung fördert.

Ich Bin das Wesen, das man mit dem Begriff „Gott“ verbindet, und das man seit Menschengedenken mit den unterschiedlichsten Namen belegt hat.

Ich Bin der Eine.

Und Ich Bin die Liebe.

 

 

*

 

 

Weil alles aus Mir hervorgegangen ist, Bin Ich der Schöpfer; und was Ich geschaffen habe, sind Meine Kinder, für die Ich der „Vater“ Bin. Auch wenn Ich über die Person des Vaters hinaus weitaus mehr Bin – nämlich die ewig sich verströmende, unpersönliche Lebenskraft von nicht zu erfassender Größe, Tiefe und Macht –, so Bin Ich doch für Meine Kinder in dem Bild des Vaters jemand, der für sie „greifbar“ ist, mit dem man sprechen und den man liebhaben kann. Deshalb brachte Ich den Menschen durch Jesus von Nazareth das „Vater unser“. Es soll die innige Beziehung verdeutlichen, die zwischen Mir und dir und allem, was ist, seit Ewigkeiten besteht.

Alle Meine Kinder entstammen der gleichen Quelle. Alle Meine Kinder tragen das gleiche Leben in sich. Für alle gelten die gleichen Lebensgesetze, die in Meiner Liebe gegründet sind. Alle haben die gleiche Heimat; und sofern sie sie verlassen haben und zur Zeit auf unterschiedlichen Straßen unterwegs sind, streben alle wieder dem gleichen Ziel zu. Alle, ohne Ausnahme, werden dieses Ziel erreichen. Denn in allen brennt Mein Licht. Und alle werden von Mir gleich geliebt, ebenfalls ohne Ausnahme!

Wäre es nicht so, dann wäre Ich nicht die ewige, absolute, bedingungslose und selbstlose Liebe. Die­se Liebe lebt in dir! Sie hat dich als geistiges Wesen erschaffen; sie hat dich auf deinem Weg in die Ma­terie begleitet; sie führt dich durch dein Leben und ist bemüht – soweit dies dein freier Wille zuläßt, und es für dein Seelenheil gut ist –, dir vieles zu ersparen und dir bei der Lösung deiner Lernaufgaben zu helfen.

Ich Bin in die Welt gekommen, um allen Hilfe und Stütze zu sein, weil alle Meine geliebten Kinder sind. Auf Golgatha vollzog sich ein Geschehen, das den meisten, auch euren Schriftgelehrten, unbe­kannt ist: Ich legte in das Innere, in den geistigen Leib eines jeden Menschen und einer jeden Seele eine Zusatzenergie, die weise, Mir in großer Liebe zugetane Männer und Frauen als den sogenannten „Chris­tusfunken“ erkannt haben. Von diesem Zeitpunkt an konnte jeder, der guten Willens war, seinen Heim­weg antre­ten und erfolgreich zu Ende gehen, was ohne diese Kraft zuvor nicht mehr möglich war.

Ich gründete keine Kirche, auch keine Gesellschaft, in der man Mitglied werden konnte. Ich brachte eine Lehre, die so einfach war, daß sie jedermann befolgen und in Freiheit ausüben konnte, ohne dabei in von Menschen erfundene Gesetze und Vorschriften eingebunden zu sein. Meine ewig gülti­ge Lehre war so anste­ckend und lebendig, daß viele sich entschlossen, Mir nachzufolgen.

Hätte Ich es anders gemacht, hätte Ich beispielsweise eine exklusive Gemeinschaft ins Leben geru­fen, in die man hätte eintreten müssen, um gerettet werden zu können, so hätte Meine Liebe nicht allen gegol­ten. Hätte Ich eine Bewegung favorisiert, deren Ge- und Verbote man kleinkrämerisch und peinlich genau hätte erfüllen müssen, um ins Paradies zu gelangen – ohne daß die Liebe einschließlich der Fein­desliebe zu allen und jedem im Vordergrund steht –, so wären alle diejenigen ausgeschlossen gewesen, die sich zu einem solchen Schritt der Strenge und Buchstabentreue nicht hätten durchrin­gen können. Hätte Ich Mich der Auffassung von „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ angeschlossen, so hätte Ich Partei ergriffen, ohne das Gesetz von Ursache und Wirkung zu berücksichtigen.

Ich habe nichts dergleichen getan. Doch Ich habe das Gebot der Liebe gebracht, die Richtschnur, die jeder auf der ganzen Welt an sein Handeln anlegen und nach der er sich entsprechend seinen Möglich­keiten und Fähigkeiten richten kann.

Alles andere ist Menschenwerk.

Meine unendliche, alles verstehende und alles verzeihende Liebe droht nicht, sie straft nicht, sie ängstigt nicht. Sie hat an­dere Möglichkei­ten: Sie bewegt dich mit ihren ureigenen Mitteln dazu, daß Er­kenntnisse in dir aufstei­gen, daß du etwas veränderst und schließlich aus freien Stücken den Wunsch in dir entwickelst, heim­kehren zu wollen.

Diese Liebe ist es, die auf dich wartet, und die dich dann wieder in die Arme schließen wird. Mag sein, daß dabei Freudentränen fließen werden …

Ich habe das Wort „alle“ deshalb so betont, weil dies einer der Schlüssel ist, der es dir ermöglicht oder er­leichtert, die unumstößliche Wahrheit in Meinen Offenbarungen zu erkennen; und der dazu dient, in dir ein festes, durch nichts zu erschütterndes Fundament zu schaffen, auf dem deine eigene Gewißheit Meines wahren Wesens wächst. Damit bist du nicht mehr auf widersprüchliche und irreführende Lehren, Dogmen, Vor­schriften, Gebote und Verbote angewiesen und mußt auch nicht mehr auf sie zurückgrei­fen, um die „richtigen“ Verhaltensregeln zu finden oder schließlich doch nur unbefriedigende Antworten auf deine Fragen zu bekommen.

Laß uns gemeinsam auf dem Fundament, das Ich gelegt habe, aufbauen. Die Herzenslogik wird dir dabei helfen.

 

 

*

 

 

Vielleicht hast du noch nie so richtig darüber nachgedacht, was es bedeutet, wenn – oftmals ohne groß nachzudenken – gesagt wird: Gott ist die Liebe. Wenn es dir wegen mangelnder Erfahrung mit Mir oder aufgrund deiner religiösen Erziehung noch nicht möglich ist, Mich ohne Wenn und Aber als die Liebe zu akzeptieren, die Ich dir geschildert habe, dann bitte Mich im Gebet darum, sofern es dein Wunsch ist, Mich als die Liebe zu erfahren. Dann werde Ich dein Suchen begleiten und Licht in dein Bewußtsein bringen, auf daß dein Herz sich öffnet und du beginnst, die unzähligen kleinen und großen Beweise Meiner Liebe zu entdecken.

Wenn du schon bereit bist, Meine Liebe als den Urgrund allen Lebens anzuerkennen, dann laß uns den nächsten Schritt tun: Laß uns hineinschauen in das, was man euch als „Meine Wahrheit“ vorsetzt.

Wenn und weil Ich alle gleichermaßen liebe, kann es nicht sein, daß Ich an das eine Kind andere Maß­stäbe anlege als an das andere. Liebe erfordert Gerechtigkeit, und sie wird durch die Barmherzig­keit ge­krönt, auf die alle denselben Anspruch haben.

Die Ursache dafür, daß es unter Führung Sadhanas, die sich später Luzifer nannte, zum sogenannten Fall oder Engelsturz kam, liegt in der Übertretung des für alle geltenden Liebegebotes. Was gegen das Liebegebot gerichtet ist, trägt den Keim der Uneinigkeit und Trennung in sich, weil Ungleiches sich ab­stößt, ebenso wie Gleiches sich anzieht. Ich erinnere euch an das Wort: „Wer in den Himmel eintreten will, der muß den Himmel in sich erschlossen haben.“

Um die ursprüngliche Harmonie und Einheit wieder herzustellen, muß die Abkehr beendet und die Umkehr eingeleitet werden. Das gilt sowohl für den Engelsturz in seiner Gänze als auch für jeden ein­zelnen, der im Eigenwillen der Liebe den Rücken gekehrt hat; und es gilt damit auch für die vielen klei­nen und großen Lieblosigkeiten, die immer wieder euer tägliches Leben begleiten. Das bedeutet, daß die Folgen, die durch die Mißachtung und Übertretung des Liebegebotes entstanden sind, durch dessen Beachtung und Erfüllung wieder aufgehoben werden. Durch nichts anderes! Dadurch allein beginnt die Rückkehr, die durch Mei­ne Liebekraft ermöglicht und begleitet wird.

Dieses Prinzip ist Teil Meiner Gesetzmäßigkeiten. Denn die gefallenen Engel haben nicht deshalb die Himmel verlassen müssen, weil sie nicht genügend geopfert haben, weil sie Vorschriften nicht eingehal­ten und Gebets- und sonstige Übungen nicht befolgt haben oder einer „falschen“ Religion angehangen sind. Sie haben gegen die Liebe gehandelt; und daher laufen alle Anweisungen und Anstrengungen, die über das einfa­che Gebot der Gottes- und Nächstenliebe hinausgehen – und werden sie noch so eindring­lich, heilsnot­wendig und ängstigend oder mit dem „nötigen Druck“ gepredigt – ins Leere. Auch die An­rufung soge­nannter „Heiliger“ wird euch keinen Erfolg bringen. Wenn sich dabei dennoch etwas zum Positiven wendet, dann geschieht dies nicht deshalb, weil ihr euch an einen „Vermittler“ gewendet habt, sondern weil Ich eure Not gese­hen und euer flehentliches Bitten gehört und erhört habe. Wenn ihr daran glaubt und darum wißt, daß Ich in euch lebe, dann werdet ihr nie wieder eine Notwendigkeit sehen, über Umwege an Mich her­antreten zu müssen.

Da Ich kein Gott Bin, der nachtragend, beleidigt, zornig oder rachsüchtig ist und daher auch nicht durch Äußerlichkeiten jeglicher Art „besänftigt“ werden muß, versteht ihr auch jetzt Mein schon so oft ausgesprochenes Wort, dessen Umsetzung allein euch wieder den Heimweg bereitet: liebe – und sonst nichts!

Es gibt keinen anderen Weg zurück in eure ewige Heimat als den der gelebten Liebe. Etwas anderes als dieses Gebot habe Ich durch Jesus von Nazareth nie verkündet.

Wer etwas anderes lehrt und dies als Meine Wahrheit ausgibt, der spricht, wie schon wiederholt er­wähnt, nicht aus Meiner Vollmacht!

 

 

*

 

 

Ein jeder von euch ist in einem Umfeld groß geworden, das ihn in seiner Weltanschauung geprägt hat, wozu auch seine religiöse Ausrichtung gehört. Daß ihr mit diesem oder jenem Glauben – oder auch ohne einen solchen – erzogen worden oder in Berührung gekommen seid, ist kein „Zufall“. Es entsprach entweder eurer Entscheidung vor der Inkarnation oder war bedingt durch die Beschaffenheit eurer Seele, die durch die Kräfte angezogen wurde, die ihr entsprechen, und die dort ihren Platz gefunden hat, wo sie etwas zu erkennen, zu lernen, zu entscheiden, abzutragen oder wieder gutzumachen hat.

Eure heutigen religiösen Ansichten sind also in erster Linie das Ergebnis eurer Erziehung bzw. der Umstände, in die ihr hineingeboren wurdet. Habt ihr euch einmal die Mühe gemacht oder euch die Frei­heit genommen, euren angelernten Glauben auf seine Richtigkeit oder Fehlerhaftigkeit hin zu überprü­fen? Im Grund genommen gibt es nur eine Religion: die gelebte Verbindung mit der in euch lebenden göttlichen Liebekraft. Alles andere sind mehr oder weniger Ideologien, deren Ursprünge in den Vorstel­lungen und Erfahrungen liegen, die Menschen gemacht haben. Auf die unterschiedlichste Weise, auch mit den Mit­teln der Unterdrückung und Gewalt, haben sie es ge­schafft, ihr Gedankengut als „göttlichen Willen“ zu verkünden und zu verbreiten.

Nicht immer waren es ausschließlich Gegensatzkräfte, die solche Verkünder beeinflußt haben. Die Vorstellung, daß nur Schwarz oder nur Weiß ihre Ideen in solche Menschen haben einfließen lassen, ist falsch. Jeder Mensch gleicht einem Spielfeld, auf dem sich ununterbrochen alle Farbschattierungen tum­meln. Wer sich schließlich durchsetzt und die Oberhand behält, hängt vom Charakter des Menschen und von der Inten­sität und Raffinesse der Verführung ab.

In eurer Seele liegt die Erinnerung an frühere Zeiten, als ihr in der Harmonie und im Licht ewigen Friedens lebtet. Schließlich ist dort euer Zuhause, und niemand kann diese Erinnerung je auslöschen, denn sie ist eingebettet in den Kern eures göttlichen Wesens. Dort, in eurem Inneren, habe Ich auch die Sehnsucht verankert, auf die ebenfalls nichts Negatives zerstörerisch einwirken kann. Sie wartet darauf – und sei es Äonen lang –, daß ihr es zulaßt, daß Ich sie wecke.

Die Kombination von Erinnerung und Sehnsucht bringt irgendwann einen jeden Menschen und eine jede Seele dazu, auf die Suche nach dem Sinn, nach den Hintergründen, nach der Heimat und nach der Wahrheit zu gehen. Alle suchen, bewußt oder unbewußt, die Quelle ihres Lebens. Alle suchen die Liebe! Denn jedes Ge­schöpf braucht Liebe. Es sehnt sich in der Tiefe seines Herzens danach, auch wenn es dies nicht weiß oder dies vielleicht sogar vehement aus Groll gegen alles ablehnt, was auch nur im ent­ferntesten mit Mir und Meiner Liebe zu tun hat. Im Grunde genommen sind die allermeisten Meiner Menschen- und See­lenkinder Suchende. Sie sind es so lange, bis sie erkennen, daß Ich in ihnen wohne, und sie anfangen, mit Mir zu leben.

Wenn ihr darangeht, die unterschiedlichen religiösen Gemeinschaften und ihre Auffassungen darauf­hin zu prüfen, wo denn die Wahrheit zu finden ist – ohne daß es dabei zu einer Abwertung oder Verurteilung durch euch kommt! –, verfallen viele von euch immer wieder in den glei­chen Fehler: Sie richten ihren Blick auf die äußere Darstellung, auf ein Drum-Herum, das sie anspricht oder abstößt, auf offensichtliche Mängel oder ihnen zusagende Zeremonien und Feierlichkeiten, auf Per­sonen, die ih­nen genehm oder nicht genehm sind und auf vieles mehr. Damit seid und bleibt ihr aber an der Oberflä­che, weil es euch so nicht gelingen kann, das Wesentliche zu erkennen: die sich dahinter verbergende Lehre mit ihren vielfältigen unrichtigen, unwichtigen und sogar gefährlichen Facetten.

Das Richtige oder Falsche einer Lehre zu erkennen ist das entscheidende Kriterium, wenn ihr auf eu­rer Wahrheitssuche Schritt für Schritt vorankommen wollt. Aus mehreren Gründen wird die Prüfung der Lehre einer Glaubensgemeinschaft nicht oder ohne den nötigen Tiefgang vollzogen. Dies geschieht nicht zu­letzt deshalb, weil viele ohnehin nicht die Absicht haben, sich mit den Details der Lehre, dem „Kleinge­druckten“, ausein­anderzusetzen, oder weil das Wissen darum möglicherweise Konsequenzen nach sich ziehen könnte. Oder weil man auch ganz gut ein Teil einer Gemeinschaft sein kann, ohne der Lehre – so wie Ich sie ver­kündet und vorgelebt habe – die ihr angemessene Aufmerksamkeit zu schen­ken. Vielen reicht es, „dabei zu sein.“

Meine Geduld und Meine Nachsicht sind ebenso grenzenlos wie Meine Toleranz und Meine Liebe. Daher werde Ich nie jemanden dafür verurteilen, wenn er durch seine freie Willensentscheidung den Weg wählt, den er für richtig hält, und wenn er ihn auf die Art und Weise geht, die seinem momentanen Bewußtsein entspricht. Im Hinblick darauf aber, daß es sinnvoll wäre, die Erdenzeit zur Erkenntnis und Veränderung eures Wesens zu nutzen, kann es sich als eine ernstzunehmende Verzögerung auf eurem Weg zu Mir her­ausstellen, wenn ihr euch lediglich mit dem zufriedengebt, was andere euch als Meine Wahrheit vorsetzen.

Prüft, wenn die Erinnerung und die Sehnsucht in euch zu erwachen beginnen, ob es tatsächlich Mei­ne Wahrheit ist. Allein Meinen Namen zu verwenden ist keine Garantie dafür, daß auch Mein Wille und Meine Liebe verkündet werden und Mein Geist dort herrscht. Würde Mein Name als Beleg für die Rich­tigkeit einer Lehre ausreichen, dann hätten alle Religionen, die Gott“ auf ihr Banner geschrieben und auf ihren Schild gehoben haben, die Wahrheit – obwohl sie Unterschiedliches lehren …

In eurer Schrift findet ihr das Wort „Prüfet aber alles, und das Gute behaltet“. So richtig diese Aussa­ge auch ist, so sind darin doch auch Fallstricke verborgen, falsche Wegweiser, die euch in eine eigent­lich nicht gewollte Richtung bringen können.

Wer prüfen will, muß wissen, welches Richtmaß er anlegen muß. Legt er das falsche an, bekommt er ein falsches Ergebnis angezeigt. Welches Richtmaß legt ihr an, wenn es euch ernst damit ist, Meine Wahrheit zu erkennen? Schaut ihr auf eure religiösen Führer als diejenigen, die es ja wissen müssen, weil sie Mich studiert haben? Weil sie das Überlieferte bewahren und Traditionen pflegen? Weil sie als Auto­ritäten auftreten?

Und was ist das Gute, das ihr behalten sollt? Seht ihr darin die glücklich, zufrieden und sorgenfrei machenden Früchte als Folge einer friedvollen und selbstlosen Saat im Sinne Meines Liebegebotes? Seht ihr darin die vorgelebten Anweisungen für ein Leben nach Meinem Gebot? Wenn ja, wo findet ihr sie? Wer oder was hat sie hervorgebracht?

Wenn ihr die Wahrheit und nichts als die Wahrheit suchen und finden wollt, dann gibt es nur einen einzigen Maßstab, nämlich die Fragen:

Beruht das, was als göttliches Gesetz gelehrt wird, auf der uneingeschränkten Liebe Gottes? Ist das, was zu glauben und zu praktizieren vorgegeben wird, frei von jeglicher Einengung in Form von Verbot­en, Drohungen, Forderungen, Strafen, Angstmacherei und Schuldzuweisungen? Achtet es jede Person in ihrer Würde als ein Ausdruck der Liebe Gottes? Ist die alles verzeihende Liebe das tragende Element der Lehre? Gibt sie Hilfen über Hilfen, ohne jemals die Geduld zu verlieren? Ist die Lehre frei von allen menschlichen Aspekten, die dem Schöpfer in Unkenntnis Seines wahren, für euch unbegreiflichen We­sens angedichtet werden?

Wenn dem so ist, dann seid ihr der Liebe begegnet. Dann, Meine Söhne und Töchter, fangt an, die Verantwortung für euer Leben zu übernehmen. Ihr gleicht dann dem „verlorenen Sohn“, der sich ent­schieden hat, in das Haus seines Vaters – das auch sein Eigen ist – zurückzukehren. Die verlorenen Söh­ne und die verlorenen Töchter kommen aus allen Ecken der Erde, aus allen Völkern und Kulturen. Es sind diejenigen, die den Ruf der Erinnerung und Sehnsucht in sich vernommen haben.

Denn Ich bin für alle gekommen, weil Ich alle heimholen werde.

Betrachtet, als Bild gezeichnet, das Geschenk Meiner erlösenden Zusatzenergie als Fahrausweis für die Heimfahrt. Es liegt auf der Hand, daß er seinen Zweck nur dann erfüllt, wenn er dazu benutzt wird, in den Zug zu steigen, aus dem du verändert, geläutert und in deiner Seele durchlichtet wieder aussteigen wirst. An die Fahrkarte nur zu glauben oder sich nur an ihrem Besitz zu erfreuen, wird nicht ausreichen, um dich das Ziel erreichen zu lassen. Sie ist nur gültig für eine Reise mit dem Zug, in dessen Führerstand die Liebe steht, und der den Namen „Freiheit“ trägt.

Wer meint, er käme leichter ans Ziel, ohne daß er diesen Zug besteigt, der wird enttäuscht feststellen müssen, daß er sich geirrt hat. Auch wer sich vor der Zugfahrt drückt, weil er glaubt, sie würde zu lange dauern und wäre zu schwer für ihn, der wird sich eines Besseren belehren lassen müssen.

Ihm sage Ich mit all Meiner Liebe: Mein Kind, den Weg zurück wirst du über kurz oder lang ohnehin antreten und bewältigen müssen. Nimmst du Mich als deinen Freund und Begleiter an deine Seite, wird die Strecke für dich ungleich leichter zurückzulegen sein, als wenn du versuchst, dies im Eigenwillen oder mit an­deren Begleitern zu tun.

 

 

*

 

 

Ich habe dir von Meiner allumfassenden Liebe erzählt, indem Ich dir Mein Herz geöffnet habe. Ich Bin dir entgegengekommen als die ewige Liebe, die keine Grenzen kennt; die niemals etwas Trennendes aufgerichtet hat zwischen sich und allem, was aus ihr hervorgegangen ist. Was als Hindernisse aufge­baut wurde, haben sich Menschen ausgedacht, beeinflußt und verführt durch die Kräfte der Gegenseite. Das gilt auch für jede Fehlinterpretation Meines für euch unbegreiflichen Wesens. Keine eurer Religio­nen oder Ideologien ist davon ausgenommen.

Ich habe dies zugelassen, damit Meine Kinder zumindest eine Krücke haben, um den Weg, der in ih­rer Erinnerung empordämmert, überhaupt betreten zu können. Aber es darf nicht mehr sein als eine Krü­cke, ein Hilfsmittel, das nur vorübergehend benutzt wird. Hast du die ersten Schritte gemacht, dann nimm den kräftigen Wanderstab namens „Liebe“ in die Hand, und tu alles an die Seite, was es dir noch schwermacht, freudig, vertrauensvoll, mutig und voll ansteckender Begeisterung deinem Ziel entgegen­zueilen.

Habe Ich dich berührt, Mein Kind? Verspürst du in dir den Wunsch, Mir nahe- und näherzukommen? Fällt es dir schwer – noch schwer –, mit Mir zu sprechen, weil dir noch die rechten Worte fehlen? Weißt du nicht, welchen Namen du Mir geben sollst, weil dein altes Gottesbild nicht mehr mit dem überein­stimmt, was Ich dir in dein Herz geschrieben habe?

Wenn du Mich als die Liebe erkennst, kannst du Mich nennen, wie du willst!

Dann weißt du, daß Ich alles für dich Bin: Vater, Mutter, Bruder, Schwester, Freund und Freundin – vor allem aber das Heilige Leben in dir, das dich seit Ewigkeiten liebt und erhält. Dann hast du erkannt, daß das gleiche Heilige Leben in allem und jedem pulsiert und darauf wartet, daß der Samen, den Ich vor zweitausend Jahren gelegt habe, in größerem Maße als bisher aufgeht. Dort, wo dies schon ge­schieht, ist Meine Gegenwart zu spüren; dort wird Mein Friede sicht- und fühlbar. Laß zu, daß Ich dei­nen Samen weiterhin und intensiver als in der Vergangenheit bewässere; zu deinem eigenen Nutzen, aber auch zum Nutzen für all die Menschen, deren schlafende Sehnsucht erst noch geweckt werden muß. Auch durch dich, durch das, was du zum Ausdruck bringst.

Amen