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Aus Liebe zu Gott

Offenbarung vom 26. Februar 2019


 

Die Ansprache Gottes an den Menschen bzw. durch den Menschen vollzieht sich, wie alles in der Schöpfung, nach unumstößlichen, geistigen Gesetzmäßigkeiten. Die unterschiedlichen Schwerpunkte und Betrachtungsweisen in den Offenbarungen ergeben sich durch die göttli­chen Grundaspekte der Ordnung, des Willens, der Weisheit, des Ernstes, der Geduld, der Lie­be und der Barmherzigkeit, entsprechend auch der geistigen Mentalität desjenigen, der das Offenbarungswort aufnimmt. In und über allem aber wirkt die Liebe als Träger aller Offen­barungen, ohne die ein echtes Gotteswort nicht möglich ist.

 

 

 

Göttliche Offenbarung

 

 

Meine geliebten Söhne und Töchter, Ich schicke Meinem heutigen Offenbarungswort etwas Grundsätzliches voraus, das euch die Augen öffnen kann, um euch selbst und auch andere Menschen besser einschätzen und verstehen zu können. Letztere allerdings, ohne der Versuchung zu erliegen, abzuwerten oder zu verurteilen.

Jeder Mensch lebt auf der ihm eigenen, das heißt ihm gemäßen seelisch-geistigen Entwicklungsstufe, die aber nicht Ich für ihn bestimmt habe, sondern die das Ergebnis seiner früheren Leben und seiner jetzigen Inkarnation ist. Er hat damit ein ganz individuelles Bewußtsein, wie es kein zweites mehr gibt; und er lebt genau in oder unter den Umständen, die diesem, seinem Bewußtsein entsprechen.

Ihr könnt euer Bewußtsein nicht austauschen. Wenn ihr anders handeln wollt, müßt ihr zuvor ein anderes Bewußtsein entwickeln, und zwar durch eigene Entscheidungen, denn ihr habt den freien Willen. Wenn ihr seelisch vorankommen und dadurch reifen wollt, werde Ich es sein, der eure Entwicklung fördert und begleitet.

Das Gesetz der geistigen Anziehung stellt sicher, daß dieses Prinzip fehlerfrei funktioniert.

 

 

*

 

 

Jegliches Leid, Unheil und Unglück, alle Sorgen, Nöte und Trauer haben ihren Grund darin, daß der Weg der Liebe verlassen wurde. Damit sage Ich euch nichts Neues. Doch weil ein Unterschied darin besteht, von etwas nur zu hören und darum zu wissen oder diese Erkenntnis zu übertragen auf das eigene Verhalten und damit auf die Dinge, die euer Leben bestimmen, will Ich euch ein wenig tiefer in Meine Weisheit und Wahrheit führen.

Aber Ich zeige euch nicht nur die Hintergründe auf, sondern – weil ihr als Meine Kinder Anspruch auf Aufklärung und Verstehen habt – weise Ich euch auch auf den Weg hin, der aus jeglichem Dilemma herausführt, in das ihr aus Unwissenheit, durch falsche Belehrung und ungesetzmäßiges Verhalten im Sinne der selbstlosen Liebe geraten seid. Ich biete euch auch die Lösung an und erinnere euch daran, daß Ich als die stärkste Kraft der Schöpfung in einem jeden lebe und ihn, so er möchte, bei seinem Weg in die Freiheit begleite und unterstütze.

Ich vertiefe heute das viele Meine Kinder belastende und krankmachende Thema der „Schuldgefühle“, das eng mit den von satanischen Kräften geschürten „Ängsten“ zusammenhängt, deren negative Energien wie eine dunkle, fast undurchdringliche Wolke euren Erdball umspannen. Wer Angst hat, ist leicht zu lenken, zu beeinflussen und zu manipulieren. Daran, daß Ich so etwas nicht tue, müßtet ihr eigentlich schon erkennen, daß hier jemand am Werk ist, der gegen Mich arbeitet.

Und dafür wiederum – das muß euch eure Herzenslogik sagen – kann es nur einen einzigen Grund geben: Euch Mir zu entfremden! Das geschieht seit zweitausend Jahren verstärkt dadurch, daß ein Bild von Mir gezeichnet wurde und von vielen eurer Studierten und Schriftgelehrten nach wie vor gezeichnet wird, das nicht im Entferntesten etwas mit Meiner Güte und Barmherzigkeit und mit Meiner alles verzeihenden Liebe zu tun hat.

Einer der raffiniertesten Schachzüge des Bösen bestand darin, ein völlig falsches und verzerrtes Bild von sich selbst als „Teufel“ zu malen bzw. euch sogar weiszumachen, daß es diesen gar nicht gibt. Lächerlich machende Karikaturen, die ein Wesen mit Hörnern, Schwanz und einem Dreizack darstellen, aber auch andere Zeichnungen und Beschreibungen, die nicht ernstzunehmen sind, haben den Glauben an das real existierende Böse schwinden lassen. Viele Menschen sind in die Falle dieser Irrlehren gegangen. Dazu hat beigetragen, daß ihr mangels Aufklärung Vorstellungen aus einer Zeit übernommen habt, die weit ab jeder vernünftigen Erkenntnis waren. Auf technischem Gebiet habt ihr Fortschritte gemacht, auf geistigem Gebiet befindet sich die Menschheit in der Steinzeit.

Das Ergebnis dieses Winkelzugs lest ihr am Zustand eurer Welt ab; wer ein wenig mutiger ist und sein eigenes Leben ehrlich betrachtet, findet auch da genügend Beweise für das indirekte Wirken der Dunkelkräfte, von dem er nichts wußte, oder dem er nicht die nötige Aufmerksamkeit geschenkt hat.

Ich erinnere euch an das schon mehrmals von Mir gebrauchte Bild der Belagerung einer Burg. Die Burg seid ihr, die Belagerer sind jene, die bei euch eindringen und euch schädigen wollen; denn sie brauchen eure Energie. Ihr Eindringen kann nicht vollständig verhindert werden, denn ihr lebt auf der Materie, dem Herrschaftsbereich der Finsternis; und ihr alle tragt noch mehr oder weniger Schwächen und Entsprechungen in euch, die unbewachten Fenstern und Türen eurer Burg gleichen. Aber ihr könnt euch mit Meiner Hilfe, Meiner Liebekraft in euch, verteidigen und die Angreifer zurückdrängen. Das wird nicht nur einmal nötig sein, sondern immer wieder, wobei eure Verteidigungskraft zunimmt, je öfter ihr aus einer Auseinandersetzung – und sei es aus dem kleinsten Scharmützel – als Sieger hervorgeht.

Das setzt allerdings voraus, daß ihr um eure Schlupflöcher wißt und wachsam genug seid, um einen Angriff oder eine Versuchung zu erkennen – noch deutlicher: Daß ihr überhaupt wißt, daß da jemand ist, der etwas von euch will. Ansonsten seid ihr weitgehend schutzlos.

Übertragt dieses Bild auf euer Leben. Und so ihr offen und gewillt seid, ein wenig mehr über euch zu erfahren, werdet ihr feststellen, daß ihr schon sehr oft belagert wurdet, ohne es zu bemerken; ohne überhaupt um die Realität einer geistigen Belagerung zu wissen. Und daß ihr deshalb bei einem „Spiel“ mitgemacht habt – mitmachen mußtet –, an dem ihr nicht hättet teilgenommen, wären euch die Zusammenhänge und die möglichen Folgen bewußt gewesen. Ebenso hättet ihr eure Teilnahme dann abgelehnt, wenn ihr mit schon geöffneten geistigen Augen die euch schädigenden, satanischen Kräfte erkannt hättet, die bei weitem nicht nur aus unpersönlichen Energiefeldern bestehen, sondern euch sehr oft als personifizierte Wesen gegenüberstehen.

Das Nicht-Wissen darum, daß das Böse jederzeit präsent ist, und wie es arbeitet, ist sein größter Trumpf!

 

 

*

 

 

Die Erkenntnis eurer Noch-Fehlerhaftigkeit darf euch aber nicht dazu verleiten, euch zurückzuziehen wie eine „Schnecke in ihr Haus“. Denn daß ihr gefallen seid, ist kein Grund liegenzubleiben – was eurem Gegenspieler allerdings sehr recht wäre. Schließlich ist er an euch herangetreten, um euch bewußt oder unbewußt empfinden zu lassen, daß ihr es nicht wert seid, von Mir geliebt zu werden. Und mit einem schlechten Gewissen, oft genug verbunden mit Ängsten und in der Folge vielfach mit Auflehnung gegen Mich oder Abwendung von Mir, ist die von ihm aufgestellte Falle zugeschnappt.

Doch, Meine Geliebten, das ist kein Grund zur Verzweiflung oder Aufgabe eures Bemühens. Das Gefangensein kann zwar schmerzhaft, herunterziehend und euch in eurer Entwicklung hemmend sein, aber es währt nur eine gewisse Zeit. Und – das ist die wahrhaft frohe Botschaft für alle, die zu einem solchen Denken verführt worden sind und ihr Gefängnis verlassen wollen: Es gibt einen absolut sicheren Weg, sich dieser Fesselung zu entledigen und wieder zu einem strahlenden und kraftvollen Sohn, zu einer warmherzigen und blühenden Tochter Meiner Liebe zu werden. Wie schnell ein solches Freiwerden vonstatten gehen kann, liegt in eurer Entscheidung.

Mit der Taktik, lähmende Schuldgefühle zu erzeugen, spielt der Widersacher seinen zweitgrößten Trumpf aus, den er gezielt einsetzt, um dem Freiheitsstreben Meiner Kinder entgegenzuwirken. Denn ansonsten hat er Meiner Lehre der Liebe nicht viel entgegenzusetzen. Er hat die Saat, die er seit Meinem Wirken auf Erden gelegt hat, immer wieder bewässert, damit sie einen größtmöglichen Erfolg bringt. Sie ging und geht dann und überall dort auf, wenn und wo ihr es im Bewußtsein einer Schuld – aber auch einer vermeintlichen Schuld – nicht mehr wagt, voller Vertrauen und mit einem offenen Herzen zu Mir zu kommen.

Insofern hat die Erzeugung von Schuldgefühlen fast die gleiche Wirkung wie sein Hinausposaunen, daß es keinen Gott gibt. Denn ob ihr Mich meidet, oder ob ihr nicht an Mich glaubt: Beides läuft darauf hinaus, daß ihr nicht mit Mir durch euer Leben geht, und Ich euch somit nicht so führen kann, wie Ich es Mir für euch wünsche, und wie es für euch gut wäre.

In einem solchen Fall, so scheint es ihm, hat er gewonnen. Das mag für den Moment sogar gelten, aber mit Blick auf das Ziel, dem ihr zustrebt, habt ihr lediglich einen kleinen oder auch größeren Umweg gemacht; was dennoch nicht sein müßte, aber in eurem freien Willen liegt. Vom Ziel abgebracht hat euch die Verführung nicht. Das ist gar nicht möglich. Aber euer Fehlverhalten, euer falsches Denken kann euch euer Leben schwermachen; es kann aus früherer Zeit in die jetzige Inkarnation hineinwirken, und es kann euch in weiteren Leben belasten.

Das euch übermittelte Bild von Mir, eurem göttlichen Urquell, basiert in vielen Teilen auf Vorstellungen, die in weit zurückliegender Zeit das Leben der Menschen bestimmt haben. Diese waren vollauf damit beschäftigt, ihr Überleben zu sichern, indem sie ihre Grundbedürfnisse stillten. Für mehr reichte ihr Bewußtsein nicht aus. Es dauerte dann noch eine Weile, ehe sie anfingen, sich Gedanken darüber zu machen, wer oder was ihre äußeren Lebensumstände bestimmte, die geprägt waren von Naturkatastrophen, unerklärlichen Schicksalsschlägen, Unfällen, Krankheiten und vielem mehr. Sie schrieben in ihrer Unkenntnis all das übernatürlichen Kräften zu, sie schufen sich eine Götterwelt. Ihre Pseudo-Götter und -Göttinnen – denn etwas anderes waren sie nicht – statteten sie mit menschlichen Eigenschaften aus, mit guten und bösen Charakteren, wie sie den Menschen selbst zu eigen waren.

Da fand man neben positiven Wesenszügen auch solche wie beispielsweise Zorn, Rachsucht, Unnachgiebigkeit, Strafe und Unversöhnlichkeit. Um künftiges Unheil nach Möglichkeit zu vermeiden, galt es, sich mit den Göttern durch Opfer, Unterwerfung oder Verehrung gut zu stellen, in jedem Fall aber durch absoluten Gehorsam. Wenn und wo das unterblieb, mußte man den Zorn der Götter fürchten. Ein devotes Verhalten und das Befolgen der von der Priesterkaste aufgestellten Regeln minimierte ihrem Glaubensverständnis nach zwar das Risiko, als schuldig befunden und von den Pseudo-Göttern bestraft zu werden. Aber es beseitigte Schuldgefühle und Ängste trotzdem nicht, die aufgrund eines schlechten Gewissens immer irgendwo im Hintergrund lauerten, weil man oft genug dennoch glaubte, sich den Göttern gegenüber nicht genügend fügsam und opferbereit oder sonst wie falsch verhalten zu haben. Denn Unglück und Verhängnisse gab es nach wie vor.

Ein Gott als die höchste Instanz der sichtbaren und unsichtbaren Schöpfung, der die alles verstehende und alles verzeihende Liebe verkörperte, war unbekannt.

Da entschloß Ich Mich, selbst in die Welt zu kommen, nachdem über Jahrhunderte Meine Inkarnation angekündigt und von Mir Getreuen vorbereitet wurde. Ich korrigierte das falsche Gottesbild, dem man eine Härte angedichtet hatte, die fernab jeder Gerechtigkeit und Wirklichkeit war; und noch weiter entfernt von Meinem ewig wahren Wesen, das selbstlose und bedingungslose Liebe ist!

Damit war eine neue Lehre, Meine Liebelehre, in der Welt. Glaubt ihr, daß die Dunkelheit tatenlos zugesehen hat, wie sich ein neues Denken ausbreitete, das ihr Wirken bedrohte? Wohlgemerkt: Ihr Wirken, nicht ihre Existenz selbst, auch wenn sie das anders sieht! Denn, Ich wiederhole Mich und werde dies so lange tun, bis die Einheit wieder hergestellt ist: Auch die Wesen der Finsternis sind Meine geliebten Söhne und Töchter, die Ich zu Mir zurückholen werde. Denn dort ist ihre wahre, ewige Heimat.

 

 

*

 

 

Weil Ich die Liebe Bin, die gar nicht anders kann als zu verzeihen, dürfte sich die Frage, ob Ich Schuldgefühle einflöße oder nachtragend Bin, eigentlich gar nicht stellen. Daß sie sich dennoch stellt – und zwar bei unzähligen Menschen, die in eine Kirche oder Religionsgemeinschaft mit entsprechender Glaubenslehre eingebunden sind –, zeigt das verheerende Ausmaß der Verführung.

Wer die Möglichkeit in Betracht zieht oder sie gar als festen Glaubensbestandteil lehrt, daß Ich unversöhnlich Bin gegenüber Meinen Kindern, die sich nicht rechtzeitig, das heißt vor ihrem Hinübergang in feinstoffliche Welten, bekehren; und wer weiterhin sagt, daß Ich auch nur irgendeines Meiner Geschöpfe für seine „Untreue“ bestrafe, unter Umständen sogar mit ewiger Verdammnis, dessen Bewußtsein hat sich weit, weit eingeschränkt.

Er ist gar nicht mehr in der Lage, Mich aus seinem Inneren heraus als die Güte und Barmherzigkeit wahrzunehmen und von Mir als einer Instanz zu reden, die ohne irgendein Wenn und Aber die reinste Liebe ist. Und wenn er es dennoch tut, sind seine Worte hohl, weil sie nicht von der Erfahrung mit Mir geprägt sind. Deshalb erreicht er die Menschen nicht, und ein tiefgreifendes, anderes Denken und daraus resultierende Entscheidungen und Schritte in eine neue Richtung bleiben aus. Schuldgefühle, die lähmen, belasten und krankmachen, sind nicht selten die Folge. Einen Ausweg sieht und findet der so Betroffene nicht.

Daß Ich die Liebe Bin, bedeutet aber nicht gleichzeitig, daß sich ein Mensch nicht schuldig machen kann. Die Frage ist nur, was ihr mit dem Begriff „Schuld“ verbindet.

Aufgrund des falsch übermittelten Gottesbildes haben Mir die Menschen gleiche und ähnliche Eigenschaften zugeschrieben, wie sie sie selbst in sich tragen. Ich habe als Jesus von Nazareth vom „Vater“ gesprochen, was jedoch nicht so zu verstehen war und ist, daß nun auf einem Thron „ein alter Mann mit Bart sitzt“. Ich habe das Bild des Vaters gebraucht, um die vorherrschende Vorstellung von einem gestrengen Gott zu korrigieren, der nach damaligem Glauben Verbote ausspricht und auf der rigorosen und buchstabengetreuen Erfüllung seiner Gesetze beharrt, deren Einhaltung er von seinem Richterstuhl aus überwacht.

In Wirklichkeit Bin Ich viel mehr; Ich Bin auch viel mehr mehr als nur der „Vater“: Ich Bin alles! Ich Bin! Wer es fassen kann, der fasse es.

Als Schöpfer habe Ich Gesetze erlassen. Wer sich an dem Begriff „Gesetze“ stört, weil er sich dadurch eingeengt fühlt, der kommt vielleicht mit „Richtlinien“ besser zurecht. Ohne ein Ordnungsprinzip, gleich welchen Namen es trägt, wäre alles schon längst im Chaos versunken. Mit der Beachtung Meiner Schöpfungsgesetze aber fließt jedem Meine Liebekraft, die sein Leben darstellt, in unbegrenztem Maße zu und läßt ihn in alle Ewigkeit wachsen und gedeihen. Denn Ich, Meine Schöpfung und alles, was darin lebt, sind unendlich.

Wenn die Gesetze nicht eingehalten werden, verringert sich der Zustrom Meiner Liebe-Lebens-Kraft. Das geschieht aber nicht deshalb, weil Ich persönlich – jetzt greife Ich auf euren Wortschatz zurück – sauer, beleidigt, nachtragend, verletzt, gekränkt, ärgerlich, empört oder aufgebracht Bin:

Es erfolgt aufgrund Meiner ehernen Gesetze.

Es ist nicht durch Mich persönlich veranlaßt.

Es ist keine Strafmaßnahme Meinerseits.

Es ändert absolut nichts an Meiner Liebe zu dir.

Es sorgt aber dafür, daß du zur Erkenntnis deines Fehlverhaltens kommst.

Es erfüllt somit seinen Zweck, dich wieder auf den Weg der Liebe zurückzuführen.

Wenn du es ablehnst, daß diese Konsequenz an und in dir wirksam wird, dann müßtest du auch ablehnen, daß dir Meine Liebe in verstärktem Maße zuströmt, wenn du Mir nahe bist und in Meinem Liebegesetz lebst. Das wäre eine ehrliche und herzens-logische Schlußfolgerung. Wo und was wärest du dann?

Ich gebe dir ein Bild: Wenn du im Straßenverkehr eine Ampel, die „rot“ anzeigt, nicht beachtest, übertrittst du ein Gesetz. Folgt möglicherweise ein Bußgeldbescheid, wirst du dich zwar darüber ärgern, aber du wirst nicht mit dem Gesetzgeber – dem Minister oder der Ministerin – persönlich hadern, der zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer ein solches Gesetz erlassen hat.

Warum haderst du aber dann mit Mir, wenn nicht Ich, sondern du gegen ein Gebot Meiner Liebe verstoßen hast? Und wenn nicht Ich für die Wirkung einer Ursache verantwortlich Bin, die du selbst gesetzt hast, sondern wenn das auf dich zukommt, dessen Auslöser du selbst warst? Jedes Wesen, das die Erde betritt, unterliegt dem Gesetz von Ursache und Wirkung. Ohne Ausnahme. Das galt auch für Mich als Jesus von Nazareth.

Wenn Ich also nicht „sauer, beleidigt, nachtragend ...“ Bin, gibt es keine Veranlassung, sich Mir gegenüber schuldig zu fühlen. Denn Ich habe dich nicht schuldig gesprochen. Im Gegenteil: Ich liebe dich. Du selbst bist es, der sich aufgrund einer falschen Denkweise mit Schuldgefühlen beladen und belastet hat. Noch genauer: Der sich hat beladen und belasten lassen.

Ist dein Bußgeld wegen der Nichtbeachtung der roten Ampel bezahlt, dann ist die Sache aus der Welt. Kein Beamter oder Sachbearbeiter wird nachtragend sein und dir noch eine Schuld zusprechen, wenn das Konto wieder ausgeglichen ist.

Sollte Ich so etwas tun? Paßt das in das Bild, das du von einem liebenden Vater hast?

In eurer Schrift steht, daß Ich dem Petrus auf die Frage „Herr, wie oft soll ich meinem Bruder, der gegen mich sündigt, vergeben? Siebenmal?“ antwortete: „Ich sage dir, nicht siebenmal, sondern siebzig mal sieben mal.“ Was natürlich sinnbildlich gemeint war und ausdrückte, daß es keine Obergrenze für die Anzahl der Vergebungen gibt. Sollte Ich, der so etwas lehrte und heute nach wie vor lehre, anders handeln? Kann Ich von einem Sohn oder einer Tochter mehr erwarten als das, was Ich selbst zu tun bereit Bin?

Gebraucht euren Verstand, Meine Geliebten.

 

 

*

 

 

Was bedeutet nun, daß „das Konto wieder ausgeglichen ist“? Wenn gegen das Gebot der Liebe gehandelt wird, senkt sich – in geringem oder stärkerem Maße, je nach Art und Weise des gegensätzlichen Tuns – eine Seite der Waage. Es ist etwas aus dem Gleichgewicht geraten, die Harmonie ist gestört. Man kann dann ohne weiteres von „Schuld“ sprechen, zumal dann, wenn es sich um ein dauerhaftes oder ernstes Vergehen gegen das Liebegebot handelt. So zu tun, als sei nichts geschehen, käme einer Ungerechtigkeit gleich, zumal dann, wenn auch andere davon betroffen sind.

Wie gleicht sich ein „Seelenkonto“ wieder aus? In der Erkenntnis, falsch gehandelt zu haben, liegt schon die halbe Lösung. Die noch fehlende andere Hälfte heißt Reue, Bitte um Vergebung und Wiedergutmachung, sofern nötig und soweit möglich.

Und dann? Dann bist du frei, Mein Kind! Dann gibt es von Meiner Seite aus absolut nichts mehr, das in irgendeiner Weise als Schuld anzusehen ist. Nur du selbst kannst diesen Befreiungsprozeß, den Ich so gerne mit dir gemeinsam angehen möchte, verzögern oder verhindern. Ich weiß, daß deine Seele sich nach Licht und Weite und Leben sehnt. Aber Ich weiß auch, wie sehr negative Kräfte versuchen, dieses Frei-Werden zu verhindern. Denn ein Kind, das sich Meiner Liebe, aber auch der in ihm selbst liegenden Kräfte und Möglichkeiten bewußt wird, entzieht sich dem Einfluß der Dunkelheit.

Darum setzt sie alles daran, durch ein falsches Gottesbild die Menschen dazu zu bringen, daß diese, was ihre seelische Entwicklung betrifft, im übertragenen Sinne auf der Stelle treten. Wer sich zu lange mit Gefühlen der Schuld belastet, anstatt damit zu Mir zu kommen, mit Mir zu sprechen und Mich um Hilfe zu bitten, der erstarrt innerlich. Ein schlechtes Gewissen, das manipuliert wird in der Absicht, den anderen zu knebeln, erzeugt immer Ängste. Mit Gefühlen der Hilflosigkeit aber und mit Angst im Nacken, ein unbarmherziger Gott wartet mit einem Strafgericht auf dich, wird es ihm schwer bis unmöglich sein, positiv nach vorne zu schauen; geschweige denn, nach vorne zu gehen. Energien, die ihn halten wollen, haben ihn fest im Griff.

Begleitet werden Schuldgefühle, die auf diese Weise ausgelöst und verstärkt werden, mit physischen und psychischen Beschwerden. Dies ist kein Wunder, denn Empfindungen und Gedanken wirken in einem weitaus größeren Maße auf eure Körper ein, als eure Wissenschaft und ihr selbst das annehmt. Treten dann Krankheiten auf, ist eine weitere satanische Falle aufgestellt: Nämlich Mich dafür verantwortlich zu machen, und das besonders dann, wenn der Mensch sich anscheinend doch so sehr bemüht, Mir seine Bitten und Wünsche um Genesung im Gebet hinzulegen.

Was würde es der Seele eines Menschen nützen, wenn Ich lediglich den Menschen von seiner körperlichen Krankheit befreie, die Ursache dafür aber, die in seiner Einstellung Mir gegenüber liegt, nach wie vor besteht? Das ist in etwa so, als wenn ihr ein repariertes Auto aus der Werkstatt holt, aber weiterhin mit zu wenig Öl fahrt. Der nächste Defekt ist vorprogrammiert.

Das, Meine geliebten Söhne und Töchter, ist nicht der Königsweg.

Der besteht darin, als Allererstes euer falsches Bild von Mir zu korrigieren, und zwar in euch selbst und unabhängig davon, was andere Menschen – und scheinen sie noch so gelehrt zu sein – euch erzählen. Ich Bin die sofort verzeihende Liebe! Ich hülle dich in dem Moment voll und ganz in Meine Liebe ein, in dem du mit einem ehrlichen Herzen zu Mir kommst!

Gehe in dein Inneres, schließe deine Augen, rede mit Mir. Suche nicht nach schön formulierten Worten, schütte Mir einfach dein Herz aus. Tauche ein in das Gefühl unendlicher Geborgenheit. Laß alles Belastende los in dem Wissen, daß sich vor Mir eine Schuld auflöst, wenn die Erkenntnis des falschen Handelns aufgebrochen ist und um Vergebung gebeten wird.

Ich habe keine Wartezeiten. Das, was dich in Unkenntnis der Wahrheit in der Vergangenheit belastet hat, kann Ich dir jetzt nehmen – wenn du an Mein Herz kommst.

Jetzt, in diesem Augenblick.

Reue ist etwas Wunderbares, auch wenn du das nicht sogleich nachvollziehen kannst. Im Gegensatz zu lähmenden Schuldgefühlen trägt Reue bereits die Kraft in sich, die dir Mut macht und dir das Gefühl gibt, daß es jetzt wieder aufwärts geht. Sie ist sozusagen der Treibstoff deines Motors, der eine Zeit lang gestottert, sich aber jetzt besonnen hat und bereit ist, dich wieder zu bewegen. Ich begleite dich bei diesem Prozeß liebevoll umsorgend und dich beschützend.

Wenn du deine Entscheidung getroffen und diesen Schritt getan hast, dann fühlst du bereits eine Erleichterung. Ich habe dir etwas von der Seele genommen, weil du ein falsches Verhalten erkannt und Mich um Hilfe gebeten hast. Das, was zuvor dunkel war, habe Ich umgewandelt.

Das bedeutet nicht, daß nicht möglicherweise noch Arbeit ansteht. Es kommt darauf an, was das Fehlverhalten in deinem Umfeld oder bei anderen Menschen ausgelöst hat. Aber wenn deine Bitte um Befreiung ehrlich ist, dann wirst du von Herzen selbst alles daransetzen wollen, dort wieder etwas gutzumachen, wo dies nötig ist. Damit ist ein weiterer Schritt in deine Freiheit getan.

Dazu gehört, diejenigen um Vergebung zu bitten, die man gekränkt, verletzt oder geschädigt hat. Das muß nicht nur materiell geschehen sein. Des Weiteren gehört dazu, denjenigen zu verzeihen, die an euch schuldig geworden sind. Wenn ihr tief in euch hineinspürt, werdet ihr in so manchem Fall feststellen, daß ihr euch habt binden lassen; daß ihr dem oder den anderen – auch und vor allem euren unsichtbaren Verführern – Macht über euch gegeben habt, weil ihr die Weisheit des Wortes „Die Stärke des anderen spiegelt immer meine eigene Schwäche“ nicht kanntet oder nicht beachtet habt.

Und schließlich: Verzeiht euch auch selbst.

Wenn ihr euch aus der Umklammerung eurer falschen Schuldgefühle befreit habt, dann kündet von Meiner Liebe, indem ihr anderen Mut macht, den gleichen Weg einzuschlagen. Aber missioniert nicht! Kündet von Meiner Liebe durch die Freude, die ihr ausstrahlt und durch euer gelebtes Vertrauen zu Mir, zu Dem ihr wieder zurückgefunden habt.

Es wird euch nun leichter fallen, die zu Anfang gesprochenen Worte besser zu verstehen, die Ich ihrer Wichtigkeit wegen wiederhole:

Jeder Mensch lebt auf der ihm eigenen, das heißt ihm gemäßen seelisch-geistigen Entwicklungsstufe … Er hat damit ein ganz individuelles Bewußtsein, wie es kein zweites mehr gibt; und er lebt in genau in oder unter den Umständen, die diesem, seinem Bewußtsein entsprechen … Wenn ihr anders handeln wollt, müßt ihr zuvor ein anderes Bewußtsein entwickeln, und zwar durch eigene Entscheidungen, denn ihr habt den freien Willen. Wenn ihr seelisch vorankommen und dadurch reifen wollt, werde Ich es sein, der eure Entwicklung fördert und begleitet.

Meine unendliche Liebe begleitet euch allezeit.

Amen