Direkt zum Inhalt springen

Druckversion (PDF)

Audio (MP3)


 

Aus Liebe zu Gott

Offenbarung vom 19. April 2019


 

Die Ansprache Gottes an den Menschen bzw. durch den Menschen vollzieht sich, wie alles in der Schöpfung, nach unumstößlichen, geistigen Gesetzmäßigkeiten. Die unterschiedlichen Schwerpunkte und Betrachtungsweisen in den Offenbarungen ergeben sich durch die göttli­chen Grundaspekte der Ordnung, des Willens, der Weisheit, des Ernstes, der Geduld, der Lie­be und der Barmherzigkeit, entsprechend auch der geistigen Mentalität desjenigen, der das Offenbarungswort aufnimmt. In und über allem aber wirkt die Liebe als Träger aller Offen­barungen, ohne die ein echtes Gotteswort nicht möglich ist.

 

 

 

Göttliche Offenbarung

 

 

Meine Söhne und Töchter der Liebe, an euren hohen Feiertagen, die ihr Mir zu Ehren eingerichtet habt, erwartet ihr, daß Mein Offenbarungswort einen Bezug hat zu dem Fest, das ihr begeht. Ich werde euch nicht enttäuschen, auch wenn dies bei dem einen oder anderen von euch der Fall sein wird. Denn in eurer Zeit, die viel ernster ist als die meisten Menschen glauben, ist es nicht damit getan, euch im übertragenen Sinn „Frohe Ostern“ zu wünschen.

Ich Bin die grenzenlose Geduld. Dies bedeutet, daß Ich alle Meine Kinder wieder heimholen werde, ganz gleich, wie lange dies noch dauert. Doch dies sollte nicht so ausgelegt werden, daß es dann auch egal ist, wann eine Besinnung und eine innere und äußere Umkehr erfolgt. Die Beschwernisse und die Leiden, die durch Zögern und Trägheit entstehen, tragt ihr selbst. An Meiner Liebe zu euch ändert das nichts.

Warum sollte Ich einem Menschen Meine Liebe entziehen, wenn er mit seinem freien Willen Umwege geht? Jemanden nicht zu lieben, nur weil derjenige im Eigenwillen und nicht nach euren Vorstellungen lebt, entspricht nicht göttlichem Verhalten, sondern menschlichem. Ihr habt Mir ein solches in Unkenntnis – aber unter satanischer Beeinflussung auch mit gewollter Verdrehung – zugeschrieben, obwohl Ich als Jesus etwas ganz anderes gelehrt und bis zum letzten Atemzug auf Golgatha vorgelebt habe. Ich rufe euch daher nicht zu: „Eure Zeit läuft ab. Beeilt euch, wenn ihr euch wegen mangelnden Gehorsams keine Strafe durch Mich einhandeln wollt.“

Aber Ich schaue auch nicht teilnahmslos und schweigend zu, wenn ihr Wege geht, die schmerzhaft, mühsam und belastend für euch sind, und auf denen ihr euch immer mehr in eurem selbst verursachten Schicksal verstrickt. Ich kläre auf, Ich mahne, Ich ermuntere, Ich weise auf Fallen und Fehler hin, Ich zeige euch Hintergründe auf, und Ich versichere euch immer wieder Meiner unendlichen Liebe.

Dabei kann es nicht ausbleiben, daß sich Meine Belehrungen und Erläuterungen wiederholen. Zwar ist Meine Weisheit unbegrenzt, euer Bewußtsein aber ist es nicht – noch nicht. In der Tiefe eures geistigen Wesens ist es das jedoch nach wie vor, und es wird auch einmal wieder ohne Grenzen sein. Im Moment aber lebt ihr mit den Beschränkungen, die eine Inkarnation mit sich bringen, und müßt so immer wieder auch an grundsätzliche Wahrheiten erinnert werden. Schließlich aber wird jeder zu überlegen beginnen und verstehen, wann und auf welche Weise auch immer.

Wenn ihr eure Inkarnation bewußt mit eurem Schutzgeist vorbereitet habt, dann ist es euer Ziel, auf Erden das zu lernen oder zumindest einen Teil davon, was euch noch schwerfällt oder noch fehlt. Gelingt euch dies, dann habt ihr Erfahrungen gesammelt, und eure Seele hat an Kraft gewonnen. Ihr habt eine Bewußtseinserweiterung erfahren und seid dadurch nicht mehr die Gleichen wie zuvor.

Werden die vielen Möglichkeiten des täglichen Lebens nicht in genügendem Maße erkannt und als Lernprozeß angesehen, dann erfolgt keine Bewußtseinserweiterung. Es kann sogar zu einer Bewußtseinseinschränkung kommen. Das hat Auswirkungen auf euer „nachtodliches“ Leben in den jenseitigen Bereichen und möglicherweise auch auf die Bedingungen, die euch in einer weiteren Inkarnation erwarten.

Mir ist also daran gelegen – und im Idealfall sollte dies auch euer Anliegen sein –, das Spektrum eurer Erkenntnisse und positiven Erfahrungen, die sich durch die Umsetzung Meiner Lehren ergeben haben, wachsen zu lassen; je beständiger um so besser. Das ist der Weg, den Ich für euch vorgesehen habe.

Die Voraussetzungen dafür habe Ich zum einen dadurch geschaffen, daß Ich in den Menschen Jesus von Nazareth inkarnierte und die Liebe lehrte, deren tiefe Bedeutung bis dahin so gut wie nicht bekannt war. Zum anderen schloß Ich, bildhaft ausgedrückt, die Himmel wieder auf, Ich gab allen Menschen und Seelen eine zusätzliche Energie für ihre Entscheidung und Entwicklung zum Guten und machte so die Heimkehr aller Willigen möglich.

Mein Kommen, das heißt Meine Inkarnation, feiert ihr als Weihnachtsfest, Mein Gehen, das heißt die Befreiung von euren Fesseln, als Erlösung am Osterfest. Beides waren notwendige und entscheidende Maßnahmen, durch die erst die Rückführung alles Gefallenen möglich wurde.

Hört sich das für dich, Mein Sohn, für dich, Meine Tochter, abstrakt an? Kannst du nicht allzu viel damit anfangen, weil du mit den Dingen des Alltags mehr als genug beschäftigt bist? Dann sage Ich, dein himmlischer Vater, dir, daß dieser Eindruck täuscht; daß er nur deshalb entstehen konnte, weil die ganz einfache Wahrheit dahinter vor lauter Verdrehung nicht mehr erkannt wird.

Denn für euch scheint die Materie die Wirklichkeit zu sein, und entsprechend hat sich ein angeblich realistisches Denken bei den meisten Menschen herausgebildet, von denen nicht wenige stolz sind auf ihren Intellekt, mit dem sie glauben, alles durchschauen und erklären zu können. Selbst viele von denen mit einem christlichen Hintergrund sind nicht frei von Zweifeln und Unsicherheiten, wenn es darum geht, eine real existierende feinstoffliche Welt anzuerkennen, in der sich unter anderem das Ostergeschehen abgespielt hat. Und doch feiern sie Ostern und andere religiöse Feste, ohne wirklich zu verstehen, was sie hören und lesen, und was für sie ganz persönlich von grundlegender und entscheidender Bedeutung ist und darauf wartet, erkannt und umgesetzt zu werden.

Doch, wahrlich, Ich sage euch: Mit dem Wissen um das, was sich bei Meiner Geburt oder Meinem Leidensweg und bei Meiner Kreuzigung abgespielt hat, habt ihr lediglich einen kleinen Grundstein für eine notwendige seelische Entwicklung gelegt. Mehr nicht. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen sind unumgänglich für den Menschen. Sie berühren jeden unmittelbar, denn sie sind von dem, was in eurem täglichen Leben geschieht, nicht zu trennen.

Nicht das Wissen also bestimmt maßgebend euer Wohl und Wehe, sondern das, was ihr daraus in eurem Leben macht, wie es sich in eurem Alltag auswirkt. Damit ist das, was Ich euch mit Meinen aufklärenden Worten schildere, alles andere als abstrakt. Alles Geschehen im Geistigen ist im Gegenteil die einzige Realität, auch wenn dies von euch nicht direkt wahrgenommen wird. Es zeigt sich jedoch in seinen Wirkungen, und wird damit auf eurer Materie für euch „Realität“.

Derjenige, der es nicht nur beim Wissen beläßt, sondern der sich bemüht, Mein Liebegebot in die Tat umzusetzen, erfährt in seinem Leben die Kräfte, die ihn aus dem Unsichtbaren heraus leiten. Er erlebt die Wahrheit Meines Wortes: Wer dem Gesetz dient, dem dient das Gesetz.

Er wird zu einem Wissenden.

 

 

*

 

 

Eure Lieder und Anbetungen sind voll des Lobpreises. Ihr feiert Meine Größe, Meine Herrlichkeit, Meine Stärke und vieles mehr. Seltener ist dabei von Meiner Barmherzigkeit und Liebe die Rede. Habt ihr euch einmal Gedanken darüber gemacht, warum das wohl so ist? Auch eure himmlischen Geschwister, die Engel, bringen immer wieder zum Ausdruck, daß Ich für sie alles Bin, daß sie dankbar sind für das Erleben Meiner Nähe, für die alles verstehende Güte, für die direkte und jederzeit mögliche liebevolle Zwiesprache mit Mir.

Dabei geht es nicht darum, daß Ich ihre Zuneigung erheische. So etwas tun nur Menschen, welche Liebe dringend brauchen, die „von außen kommt“, weil ihnen ansonsten zu ihrem Glück und ihrer Zufriedenheit etwas fehlt. Ich Bin die bedingungslose Liebe selbst, die Ich ununterbrochen an alles verschenke.

Engel „loben“ aus einem inneren Bedürfnis heraus, und sie drücken damit ihre Liebe zu Mir aus. In erster Linie lieben sie Mich, woraus sich ergibt, daß sie Mich loben. Aber es ist kein Halleluja-Singen, wie ihr euch das vorstellt. Auch darin schwingen menschliche Sichtweisen mit. Sie bringen, vereinfacht ausgedrückt, ihr Lob durch ihre selbstlose Liebe zum Ausdruck.

In dem Teil eurer Schrift, den ihr das „Alte Testament“ nennt, werde Ich dargestellt als eine Instanz, die mit Meinem wahren Wesen kaum etwas zu tun hat. Viele von euch haben dies selbst festgestellt und fragen sich, warum immer noch darauf zurückgegriffen wird, obwohl Ich doch durch Mein Kommen, Mein Leben und Meine Erlösung das alte mosaische Gesetz der strengen Ordnung und des Auge-um-Auge und Zahn-um-Zahn aufgehoben habe. Ich habe euch ein neues Gesetz gegeben: Daß ihr einander lieben sollt!

Das Loben Gottes gehörte in den früheren Jahrtausenden, als ein Wissen über das Wesen Meiner Liebe noch nicht bekannt war, zu den Möglichkeiten, sich einer göttlichen Instanz gegenüber dankbar und ehrerbietig zu zeigen. Sie zeugt von Ehrfurcht und Demut. Was sollte dagegen zu sagen sein? Nichts, vor allem dann nicht, wenn dem Loben das Lieben folgt!

Es sind nur ein paar Buchstaben, die diese beiden Worte unterscheiden. Und doch sind sie von gravierender Bedeutung, denn zu lieben bedeutet etwas völlig anderes als zu loben, und es ist ungleich schwieriger zu praktizieren. Ist das vielleicht der Grund, warum zwar die Aufforderung, Mich, deinen Nächsten und dich selbst zu lieben ausgesprochen wird, viel seltener aber der Weg aufgezeigt wird, wie der Mensch zu dieser Liebe wieder werden kann?

Aus Sicht der Gegensatzkräfte ist ein Lobpreis Gottes eine relativ unverfängliche, eine sie in ihrem Dasein kaum bedrohende Sache. Man kann loben und preisen, ehren und würdigen, auch ohne daß es einer inneren Veränderung des Menschen bedarf. Man kann entsprechende Räumlichkeiten noch so schön schmücken und noch so bunt und ansprechend gestalten: All das bleibt an der Oberfläche. Solcherlei Anbetungsformen stärken nicht die Seele und führen nicht auf den Weg der Selbsterkenntnis, an dessen Ende ein anderer Mensch steht, und wenn das Loben noch so ernst genommen wird.

Anders sieht es aus, wenn Ernst damit gemacht wird, schrittweise wieder zur Liebe zu werden durch das Bemühen, im Alltag das umzusetzen, was Ich als Jesus gelehrt habe. Dann werden die dunklen Kräfte unruhig, denn sie fürchten um ihren Einfluß und um ihre Energielieferanten.

Überlegt euch, Meine Geliebten, wie ihr es mit dem Loben und Lieben künftig halten wollt, falls diese Überlegung für euch wichtig sein kann. Ihr habt den freien Willen.

 

 

*

 

 

Ich habe euch mit diesem kleinen Beispiel aufgezeigt, wie leicht es sein kann, vorgegebenen Auffassungen oder Lehren zu folgen, ohne daß euch dabei bewußt wird, daß ihr euer eigenes Denken und eure eigenen Überlegungen vernachlässigt. Auch das gehört zu einem Teil der gegen Mich und gegen euch gerichteten Maßnahmen – wobei es deutlich schlimmere gibt –, die euch in eurer Eigenständigkeit und eurer Verantwortung beeinträchtigen sollen. Ihr habt aufgrund eurer Erziehung gelernt, von denen etwas anzunehmen und zu lernen, die es besser wissen. Das ist ein ganz normaler Vorgang, denn solange ein Mensch unwissend ist, ist er darauf angewiesen, von anderen belehrt zu werden.

Irgendwann in eurem Leben aber werdet ihr – zumindest die meisten von euch – an einen Punkt kommen, an dem ihr mehr wissen und erfahren wollt als das, was man euch bisher beigebracht hat. Was macht ihr dann? An wen wendet ihr euch? Wen erachtet ihr als kompetent, euch über euren momentanen Wissens- und Erfahrungsstand hinaus weiterzuführen? Der Wunsch, mehr zu erfahren und sich weitere Kenntnisse anzueignen, will sich in allen Bereiche eures Lebens ausdrücken. Er gilt für euer Allgemeinwissen ebenso wie für euren Beruf, eure Freizeitbeschäftigung, eure geistigen Interessen und vieles mehr.

Er ist legitim und durch die ständige Evolution bedingt und gerechtfertigt; es gäbe sonst keinen Fortschritt. Er bringt euch dazu, euch über euren Meister, euren Lehrer, euren Vorgesetzten, vielleicht auch über euer Elternhaus hinauszuentwickeln. Diese Tendenz gibt es auf allen Gebieten. Das ist gut so, und es ist in Meinem Willen, solange dabei die „Spielregeln“ Meiner Liebelehre eingehalten werden. Daß dies z. B. bei wissenschaftlichen Forschungen nicht der Fall ist, die zum Bau und Einsatz von zerstörerischen Waffen führen, ist leicht zu erkennen.

Ist euch aber auch aufgefallen, daß es auf religiösem Gebiet keinerlei neue Erkenntnisse gibt? Daß alles wie in einem Block einbetoniert ist und sich immer nur um das dreht, was bereits bekannt ist? Ob­wohl Ich doch Meinen Geist angekündigt habe, der euch in weitere Wahrheiten führt?! Zwar werden in­tellektuelle Spielereien getrieben, um Meine einfache Lehre der Liebe den Vorstellungen und Wünschen der kirchlichen Obrigkeiten anzupassen, aber die viel wichtigere, konkrete Anleitung zur Herzensbil­dung ist auf der Strecke geblieben ist. Ein Blick auf den Egoismus und die Gewaltbereitschaft der Völ­ker belegt dies. Erkennt ihr daran die Einflüsse aus den unsichtbaren Bereichen, die – auch wenn sie vielen abstrakt erscheinen – zum heutigen Ist-Zustand eurer Welt beigetragen haben?

Gebt eure Verantwortung nicht ab! Wenn euch dies beim Handeln nicht immer gelingt, weil zu vieles an äußeren Schwierigkeiten noch dagegensteht, so bewahrt euch eure Eigenständigkeit in euren Empfindungen und in eurem Denken. Ihr seid machtvolle Kinder Meiner Liebe. Wenn ihr wieder dazu werden wollt, dann kommt in eurem Inneren zu Mir und laßt euch helfen.

 

 

*

 

 

Laßt Mich euch zwei einfache Fragen stellen. Die eine: Fühlt ihr euch erlöst, nachdem ihr wißt, daß Ich euch erlöst habe? Und die andere: Seid auch ihr schon auferstanden, nachdem Ich euch durch Meine Auferstehung die Wege bereitet habe?

Das folgende Bild mag euch zu Antworten verhelfen.

Das Werk Meiner Erlösung wird auch manchmal so dargestellt, daß Ich Meine Kinder aus dem Gefängnis befreit habe, in das die Finsternis sie eingeschlossen hat. Korrekter wäre: in das sie sich haben einschließen lassen.

Diese Interpretation ist bedingt richtig. Ich habe euch nicht befreit, denn Ich handle nicht gegen euren Willen und hole euch nicht aus einem Gefängnis heraus, das ihr nicht freiwillig verlassen möchtet. Ich habe euer Gefängnis aufgeschlossen und die Tore weit geöffnet. Die Entscheidung, ob ihr in die Freiheit gehen möchtet oder nicht, liegt einzig und allein bei euch! Insofern ist es auch falsch, von einer „automatischen Erlösung“ zu sprechen und davon, daß allein durch Mein Opfer auf Golgatha alle Schuld gesühnt worden wäre und Glaube und Gnade ausreichen würden, um wieder Eingang in den Himmel zu finden.

Wäre dies so erfolgt, dann hätte Ich gegen Mein eigenes Gesetz gehandelt, das besagt: Der freie Wille eines jeden Kindes ist unantastbar! Wenn Ich zugelassen habe, daß du Mich aus freien Stücken verläßt, wieso sollte Ich dich dann gegen deinen Willen zurückholen?

Der eine oder andere unter euch wird sich fragen, wer denn freiwillig in seinem Gefängnis bleiben möchte. Täuscht euch nicht, Meine Geliebten. Für viele gleicht ihr Gefängnis einem goldenen Käfig, in dem sie sich zu Hause fühlen, der ihnen in gewissem Maße Sicherheit bietet, und an dessen Beschränkungen sie sich gewöhnt haben, zumal sie nichts anders kennen.

Hinzu kommt, daß viele Menschen eine falsche Vorstellung davon haben, was ihre Entscheidung für die Freiheit für sie persönlich bedeutet. Sie glauben, alles sofort lassen zu müssen, was ihnen in ihrem Gefängnis lieb und teuer war und noch ist. Sie haben Angst, sich auf etwas Ungewisses einzulassen, von dem nur vage Vorstellungen existieren. Was wird Gott mir nehmen als Voraussetzung für mein Einverständnis, mein Gefängnis zu verlassen? Bin ich „draußen“ vielleicht unglücklich, weil mir vieles fehlt, was mich – trotz meiner Fesselung – in gewisser Weise zufrieden und glücklich hat sein lassen?

Ich wiederhole, was Ich schon so oft gesagt habe:

Ich nehme dir nichts, was du Mir nicht freiwillig gibst! Absolut nichts! Ich helfe dir aber dabei, das loszulassen und zu überwinden, von dem du erkannt hast, daß es nicht zu einem Kind Gottes paßt. Ich tue dies schrittweise, und zwar so, wie es dein Wunsch ist, und so, daß es dich nicht belastet!

Glaubst du Mir, Mein geliebter Sohn, Meine geliebte Tochter?

 

 

*

 

 

Zu Beginn Meines Offenbarungswortes sprach Ich davon, daß ihr Erfahrungen sammelt und eure Seele an Kraft gewinnt, wenn ihr euer Inkarnationsziel anstrebt oder sogar erreicht. Eine kleinere oder auch größere Bewußtseinserfahrung und -erweiterung ist der Lohn dafür, sozusagen die Folge. Meine Frage an dich:

Hast du schon einige deiner Schritte gemacht? Hast du Meine Worte nicht nur gelesen, sondern sie auch in dir bewegt? Dann bist du nicht mehr der oder die Gleiche wie zuvor; dann bist du schon von einem Teil deiner Sorgen und Nöte und von dem, was dir dein Leben schwergemacht hat, befreit. Dann freue Ich Mich mit dir. Willst du Mir in stillen Minuten sagen, wie es dir erging oder jetzt ergeht? Nicht Meinetwegen, denn Ich weiß ohnehin um dich, sondern deinetwegen. Damit es dir bewußt wird und du voll aufbauender Freude erkennst, in welcher Weise Meine Liebe schon dein Leben verändert hat. Das wird dir Mut machen und dir zu neuem Antrieb verhelfen. Denn es warten noch einige Aufgaben auf dich. Mein Kind, Ich Bin dabei an deiner Seite.

Meine Geliebten, Mein Wort ist ernst, denn ihr lebt in einer wahrhaft ernsten Zeit.*) Es würde euch nichts nützen, Meine Botschaft lediglich zu lesen, um dann zum Tagesgeschehen überzugehen. In einer Meiner Weihnachtsbotschaften sagte Ich einmal, und das gilt auch für dieses Mein Wort:

„ … wird es nur halb oder gar nicht verstanden, dann ähnelt das einem Verhalten, das den Überbringer eines Geschenkes feiert, nicht aber das Geschenk selbst, weil dessen Wert und der daraus zu ziehende Nutzen nicht erkannt werden.“

Ich wünsche allen Meinen Kindern, daß sie den Wert erkennen; nicht nur, was die Bedeutung von Ostern betrifft, sondern daß sie die Wahrheiten in Meinen Offenbarungen erkennen. So können diese zu einem Schritt für sie werden, der von einer theoretisch-theologischen Erlösung zur praktischen Befreiung führt.

Amen

 

 

*) Wie notwendig die Ernsthaftigkeit ist, wird für mich unterstrichen durch eine Durchsage aus einer mir bekannten, durch und durch seriösen Quelle, die ich aber nicht nennen möchte. Ein Auszug aus der letzten Botschaft durch einen gefallenen Engel:

 

Kreuzigt ihn! Kreuzigt ihn! Kreuzigt ihn! Damals war es eine verhältnismäßig kleine Schar, die das gerufen hat. Doch diese Worte sind niemals mehr verklungen. Sie sind heute auf der ganzen irdischen Welt in jedes Menschen Gemüt. Bewußt oder unbewußt ist dieses ,Kreuzigt ihn!‘ in ihnen, denn tagtäglich wird ER gekreuzigt in den Menschen, wurde es seit Golgatha, und wird es immer wieder aufs Neue in immer heftigerer und brutalerer Weise, denn die geistige Entwicklung der Menschheit ist nicht anders geworden, als sie damals war. Nur ganz wenige sind es, die das wahre Gotteswort begriffen haben und auch jetzt begreifen. Aber diese kleine Zahl wird von den anderen, von den ,Kreuzigt-ihn‘, fast erdrückt und an die Wand gestellt. Es ist eine erschreckende Entwicklung, die sich über diesen ganzen Planeten ausgebreitet hat. Und das ist der Grund, so wie es damals auf Golgatha auch war, als bis zum bitteren Ende für den Christus und Gottessohn kommen mußte, daß es auch für die Menschheit zum bitteren Ende kommen muß. Sie werden am eigenen Leibe spüren müssen, was es bedeutet, das ,Kreuzigt-ihn‘ gegen den Gottessohn immer und immer wieder aufrecht erhalten zu haben.“