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Aus Liebe zu Gott

Offenbarung vom 20. Mai 2019


 

Die Ansprache Gottes an den Menschen bzw. durch den Menschen vollzieht sich, wie alles in der Schöpfung, nach unumstößlichen, geistigen Gesetzmäßigkeiten. Die unterschiedlichen Schwerpunkte und Betrachtungsweisen in den Offenbarungen ergeben sich durch die göttli­chen Grundaspekte der Ordnung, des Willens, der Weisheit, des Ernstes, der Geduld, der Lie­be und der Barmherzigkeit, entsprechend auch der geistigen Mentalität desjenigen, der das Offenbarungswort aufnimmt. In und über allem aber wirkt die Liebe als Träger aller Offen­barungen, ohne die ein echtes Gotteswort nicht möglich ist.

 

 

 

Göttliche Offenbarung

 

 

Meine geliebten Söhne und Töchter, schon oft habe Ich euch auf eine Meiner göttlichen Gesetzmäßigkeiten hingewiesen, die da lautet: Wer dem Gesetz dient, dem dient das Gesetz! 

Das Verstehen dieses Grundsatzes ist für euch von Bedeutung, wenn ihr wirklich begreifen wollt, warum es auf eurer Erde – vor allem aber in eurem persönlichen Leben – so ist, wie es ist. Und es ist entscheidend für das, was mit euch und der Welt in der Zukunft geschieht. Es läßt euch vieles von dem, was in der Vergangenheit abgelaufen ist, im rechten Licht erkennen. Denn oftmals habt ihr kopfschüttelnd, in eurem Glauben schwankend und an Mir und Meiner Gerechtigkeit zweifelnd vor Geschehnissen gestanden, die euch unverständlich waren. Und ihr versteht auch jetzt immer noch vieles nicht.

Ich sagte euch schon vor geraumer Zeit, dass es bereits 5 nach 12 ist. Die allermeisten Menschen haben das Schlagen des Uhrwerks überhört. Sie wollten es nicht hören. Sie nehmen die Zeichen der Zeit nicht ernst und meinen, dass es schon irgendwie weitergehen wird. Schließlich leben sie ja noch, und an vergnüglichem Zeitvertreib mangelt es nicht.

Ja, es wird irgendwie weitergehen, weil nichts, was Ich geschaffen habe, jemals verlorengehen wird. Das Ziel ist vorgegeben und wird mit absoluter Sicherheit erreicht werden: Die Heimkehr all jener, die die Himmel verlassen haben, aus welchen Gründen auch immer. Insofern, also mit Blick auf ein ewiges, unsterbliches Leben in eurer nicht zu beschreibenden herrlichen himmlischen Heimat, gibt es keinen Grund zur Sorge. Aber die Frage bleibt, wie sich das Schicksal Meiner Menschen- und Seelenkinder gestaltet auf dem Weg dorthin, also auf der Strecke, die noch vor ihnen liegt, und die unter Umständen sehr lang und wenig freudvoll für sie werden kann.

Jedem von euch muss klar sein, dass Ich in den Jahren, in denen Ich durch Jesus von Nazareth wirkte und die Menschen belehrte, weitaus mehr aus Meiner göttlichen Weisheit gab als das Wenige, das in eurer Schrift steht. Außerdem entsprechen die noch vorhandenen Fragmente durch Übersetzungsfehler und Verfälschungen nicht mehr dem Original Meiner Lehre, was durch eure Forschung längst bewiesen und den Verantwortlichen in euren Kirchen auch bekannt ist.

Zwar passte Ich das, was Ich den Menschen in ihr Herz legte, ihrem Bewusstsein und ihrem Verständnis an, was aber nicht bedeutet, dass Ich ihnen grundlegende Wahrheiten vorenthielt. Es gab keine Frage, die Ich nicht beantwortete, es gab keinen Schmerz, den Ich nicht verstand, es gab kein Herz, in das Ich nicht Meine ganze Liebe legte, wenn Ich die Sehnsucht darin erkannte. Oder glaubt ihr im Ernst, dass Ich, euer Gott – der den Menschen Jesus voll und ganz durchstrahlte –, Mich zurückhielt, etwas übersah oder überhörte? Oder etwas verschwieg oder verweigerte? Ich Bin die Liebe!

Die Menschen damals, die offen dafür waren, bekamen und erfassten also viel mehr als das, was denjenigen heute angeboten und gegeben wird, die auf die Lehren und Auslegungen ihrer Schriftgelehrten angewiesen sind. Was Ich denen noch nicht sagen konnte, die sich um ein Leben nach Meiner Liebelehre bemühten, das brachte in den folgenden Jahrzehnten Mein Geist. Er leitete alle willigen Menschen mit aufgeschlossenen Herzen immer tiefer in die Wahrheit, so wie es in eurer Schrift zu lesen ist. Dort findet ihr dieses Wort zwar noch, aber ihr versteht es nicht, überlest es oder missachtet Mein Versprechen oder glaubt nicht daran.

Ich habe Mein Wort gehalten. Aber Meine direkte Führung durch Meine Belehrungen war den Gegensatzkräften ein Dorn im Auge; und so gelang es ihnen schließlich, durch raffinierte Einflüsterungen in das Ego von Menschen, denen die Demut fehlte, den redenden Gott zum Schweigen zu bringen.

Heute gleicht der Großteil der Menschheit mehr denn je Wanderern, die ohne Ziel umherirren. Die Wegweiser, die aufgestellt wurden, weisen in unterschiedliche Richtungen. Und selbst die, auf denen „in den Himmel“ steht, wurden verdreht aufgestellt, so dass der Mensch auf diese Weise nicht mehr zurückfindet. Deshalb erhebe Ich seit vielen Jahrhunderten Mein Wort – verstärkt in den letzten Jahrzehnten –, um die Wegweiser in die richtige Richtung zu drehen und dabei gleichzeitig Meine einfache Lehre der Liebe noch mehr zu verdeutlichen und zu vertiefen. In ihrer Essenz lautet sie: liebe – und sonst nichts.

Wenn Ich euch nun darum bitte, einen ehrlichen Blick auf den Zustand eurer Welt zu werfen und dabei keinen Bereich außer acht zu lassen; und wenn Ich euch frage, ob ihr einen Zusammenhang erkennt oder wenigstens erahnt zwischen den Missständen, die auf allen Gebieten weltweit herrschen und der Unterschlagung Meiner Wahrheit und Weisheit; und wenn Ich euch darüber hinaus bitte, auch die kleinen und großen Unstimmigkeiten und Ungereimtheiten in eurem Leben dabei nicht auszuklammern: Was antwortet ihr?

Und wenn ihr sagt: „Ja, das erkenne ich, oder es ist zumindest wahrscheinlich“, was ergibt sich daraus? Ein Schulterzucken? Ein hilfloses Zuschauen, wie es weitergeht? Oder eine Überlegung, was ihr in eurem persönlichen Bereich verändern könnt? Wobei die Angst als Motivation für ein anderes Verhalten der schlechteste Ratgeber ist. Der Wunsch jedoch, zu den Wurzeln Meiner einfachen Lehre zu finden und diese aus Liebe zu Mir, eurem Nächsten und zu euch selbst umzusetzen – wobei Mir, wie schon so oft erwähnt, euer ehrliches Bemühen reicht –, wäre eine wunderbare Grundlage. So könnt ihr noch besser als bisher verstehen und erleben, was es mit Meinem Wort auf sich hat: Wer dem Gesetz dient, dem dient das Gesetz.

Wenn ihr keinen Zusammenhang und keine Wechselwirkung erkennt zwischen den ununterbrochenen Verstößen gegen Mein Liebegebot und den dunklen Wolken, die längst am Horizont aufgezogen sind, dann bitte Ich euch, ja Ich ermahne euch, eure Augen zu öffnen und euch der Realität zu stellen. Was ihr für Sicherheit haltet, war und ist in Wirklichkeit eine Pseudo-Sicherheit. Es war und ist die Ruhe vor dem Sturm, die euch täuscht. Erinnert euch an euer Sprichwort, dass Gottes Mühlen langsam mahlen.

Sie tun dies unter anderem deshalb, weil Ich jedem – sei es eine Einzelperson oder eine kleine oder große Gemeinschaft – sehr oft Gelegenheit gebe, sein Handeln zu überdenken und es zu korrigieren. So können gesetzte Ursachen rechtzeitig ganz oder teilweise wieder aus der Welt geschafft werden, was bedeutet, dass ihre Wirkungen nicht oder nur noch in geringem Maße ausfließen.

Und ein weiteres Wort solltet ihr überdenken: „Irrt euch nicht. Gott läßt seiner nicht spotten“. Keiner kann Mich mit Hohn und Spott überziehen, weil Ich jenseits solcher menschlichen Ausbrüche Bin. Der Sinn jedoch trifft ins Schwarze: Keiner kann sich der Ernte verweigern, die seine eigene Saat hervorbringt. Mein Gesetz arbeitet fehlerfrei – und enthält dennoch Meine ganze Liebe und Barmherzigkeit.

 

 

*

 

 

Wem es also noch schwerfällt, oder für wen es noch unmöglich ist, den aufgezeichneten Zusammenhang herzustellen, den bitte Ich, mit Mir einen kleinen Ausflug zu machen, wobei wir uns der Herzenslogik bedienen wollen.

Die sichtbare und unsichtbare Schöpfung ist nicht „einfach so aus dem Nichts heraus“ entstanden. Sie hat einen Urheber – Mich, den ihr als Gott bezeichnet –, und sie ist von einer allmächtigen Kraft ins Leben gerufen worden und wird von ihr erhalten, die einzig und allein aus Mir hervorgeht. Es gibt nichts, keinen Platz und keinen Augenblick im gesamten Universum, an dem Ich nicht Bin! Ich Bin ewig, Ich Bin allgegenwärtig, Ich Bin allerhöchstes Bewußtsein – und Ich Bin die Liebe!

Meine Schöpfung ruht auf ehernen geistigen Gesetzen, so wie auch das menschliche Zusammenleben nur geordnet ablaufen kann, wenn die weltlichen Gesetze, die ihr euch gegeben habt, weitgehend eingehalten werden. Um das sicherzustellen, habt ihr neben der Legislative, der gesetzgebenden Gewalt, auch die Exekutive, die ausführende Gewalt, und die Judikative, die richterliche Gewalt. Bei einem Verstoß gegen eure Gesetze kommen die ausführende und die richterliche Gewalt zur Anwendung.

Weil die Menschen sich nicht vorstellen konnten – und dies immer noch nicht können –, dass Ich solche Gesetze nicht brauche, weil die Liebe weder droht noch straft, haben sie in ihrem Unverständnis und ihrer Begrenztheit Mir ihr eigenes menschliches, unvollkommenes Verhalten zugeschrieben. Ich habe andere Möglichkeiten, Meine Kinder dazu zu bewegen, dass sie ihre Fehler erkennen und korrigieren. Die Zeit spielt bei diesem Prozeß keine Rolle.

Die Lehren eurer Oberen in Bezug auf eine Willensfreiheit des Menschen sind sehr unterschiedlich. Von den einen wird der freie Wille, den Ich jedem Mensch gegeben habe, abgelehnt oder infrage gestellt; von den anderen wird er zwar im Prinzip anerkannt, was aber dazu geführt hat, dass nach ihren Vorgaben ein im Eigenwillen erfolgter Verstoß gegen Meinen Willen dann eine Strafe durch Mich nach sich zieht.

Auf die Idee, dass Ich in Meiner Weisheit auch andere Wege gehe, sind sie nicht gekommen; und das, obwohl in eurer Schrift davon die Rede ist, dass der Mensch das sät, was er erntet. Weil dieses Wort nur in die Zukunft – das heißt auf ein Leben nach dem „Tod“ – gedeutet wird, kann es nicht mehr zum Verständnis einer Gesamtsituation dienen. Es ist mit dieser einseitigen, falschen Sicht völlig bedeutungslos und wertlos geworden, wenn ihr nach dem Sinn des Lebens und dem richtigen Einordnen der Geschehnisse fragt und sucht. Die Frage „Wann der Mensch denn das gesät hat, was er heute erntet?“, stellt sich gar nicht, weil es ein „Früher“, also ein Leben vor dem jetzigen, in euren kirchlichen Lehren nicht gibt.

Das so wichtige, für das Verstehen entscheidende Zahnrädchen namens „Ursache und Wirkung“ wurde herausgenommen. Die Finsternis hatte einen kleinen Etappensieg errungen.

Das Instrument, das Mir zur Verfügung steht, und das sowohl Meine nicht-strafende Liebe als auch den freien Willen Meiner Geschöpfe berücksichtigt, ist gegründet in dem Gesetz von Ursache und Wirkung, das durch den Fall bedingt in Kraft getreten ist. Aber es ist keine Knute oder Rute, sondern ein Teil Meiner Gnade, Meine Handreichung an Meine Kinder, die auf diese Weise wieder heimfinden werden, ohne dass Ich jemals in ihren freien Willen eingreife oder sie bestrafe. Es ist ein Werkzeug Meiner Liebe. Dass es von vielen so nicht gesehen und verstanden wird, liegt an einer völlig falschen Interpretation, die oft sogar von denen geglaubt und vertreten wird, die sich schon geistiges Wissen angeeignet haben. Es wird falsch ausgelegt, so dass es immer als etwas Negatives und Bedrohliches erscheint. Das Gegenteil ist der Fall.

Diese irrige Meinung zu korrigieren, ist der Sinn Meines heutigen Offenbarungswortes. Ich will euch klarmachen, dass Mein Gesetz von Saat und Ernte dazu da ist und dazu dient, eure Probleme und Schwierigkeiten zu lösen und nicht, um euch das Leben schwerzumachen. Ich will euch damit die Wege bereiten, sofern ihr dem Himmel Gelegenheit dazu gebt. Ich will und werde mit eurem Ja vieles ebnen, was jetzt noch als Berg voller Sorgen und Ungewissheiten vor euch liegt. Denn Mein Gesetz schwebt nicht als Schwert über euch; es wartet im Gegenteil geduldig darauf, dass es euch die Ernte der guten Saat zeigen und übergeben kann, die sich als Folge eures Bemühens angesammelt hat und stetig ansammelt. Diese dient dann als eine immer fester werdende Grundlage für euer künftiges Denken und Handeln.

 

 

*

 

 

Da Ich in jedem lebe, gibt es keinen Augenblick eures irdischen und natürlich auch eures ewigen Lebens, in dem Ich nicht allgegenwärtig in jedem Geschöpf Bin. Wäre dem nicht so, wäre Ich nicht das Leben in dir, dann wärest du nicht.

Jeder, der außerhalb seiner ewigen Lichtheimat lebt, hat seinen Schutzengel unsichtbar an seiner Seite; darüber hinaus aber auch weitere Helfer und Lehrer, wenn es seine Aufgabe oder die jeweilige Situation erfordert. Ihr seid, um es in eurer Sprache auszudrücken, ständig auf dem „himmlischen Radarschirm“. Es ist unmöglich, dass es jemals einen Moment geben kann, in dem ihr alleine oder gar „verloren“ seid, oder in dem der Himmel nicht sicher ist, wo ihr seid, und nicht weiß, was ihr gerade denkt und tut.

Aber im Gegensatz zu einer Handlungsweise, wie sie bei euch in so manchen Regimen üblich ist, geht es dem Himmel nicht darum, euch zu überwachen. Im Gegenteil: Alles ist darauf ausgerichtet, jedem Menschen und jeder Seele ein Höchstmaß an Hilfe und Beistand zu geben.

Macht euch aber deshalb keine Sorgen darüber, wie und was der Himmel jetzt wohl über eure kleinen und großen Verfehlungen denkt, und entwickelt auch keine Schuldgefühle. Was immer ein Mensch auch tut, es erfolgt niemals eine Verurteilung durch eure geistigen Begleiter. Sie alle haben Mein geistiges Prinzip, das auch ihr anstreben solltet, voll in sich entwickelt. Es lautet: Ich höre, schaue und weiß alles; aber was immer es auch sein mag, Ich liebe dich ohne Wenn und Aber!

Wenn du dies glaubst und auch daran, dass Ich unendlich viele Möglichkeiten habe, ein Kind zu führen, dann ergibt sich der nächste Schritt – unter Anwendung der Herzenslogik – von alleine. Er besagt nämlich, dass der Himmel die Regie deines Lebens übernommen hat. Und zwar von dem Augenblick an, da du die Bereiche außerhalb der Himmel betreten hast. Dieses Prinzip gilt für jeden!

Ist dir die Tragweite dieser Aussage, dieser Tatsache!, bewusst? Ist dir klar, dass du damit „ausgesorgt“ hast, sofern du bereit bist, dem Gesetz zu dienen? Denn das Gesetz, das Meine Liebe verkörpert, dient allezeit und ohne Fehler jedem, der bereit ist, den Geboten Meines Liebegesetzes zu folgen.

Um dir zu verdeutlichen, was dies bedeutet, wie es dein Leben im positiven Sinn regelrecht „auf den Kopf stellen“ kann, gebe Ich dir ein Bild.

Ich vergleiche deinen Entschluss zu inkarnieren, um zu lernen und dich weiterzuentwickeln, mit der Reise in ein fremdes Land. Vielleicht hast du dir vorgenommen, eine Art Entwicklungshelfer zu sein; vielleicht bist du ein Expeditionsteilnehmer; vielleicht möchtest du auch nur Erfahrungen sammeln – was immer es ist: Wenn deine Inkarnation von dem Wunsch getragen ist, auf dem Weg in deine himmlische Heimat voranzukommen, handelst du in Meinem Willen!

Wenn du im Eigenwillen inkarniert bist, wenn selbstsüchtige Gründe dich zu einem erneuten Erdenleben getrieben haben, oder du einfach dem „Zeitgeist“ gefolgt bist ohne die Motivation einer seelischen Entwicklung, dann bist du zwar auch nicht ohne geistige Begleitung, die dir helfen und dich schützen möchte; aber die Möglichkeiten, dass ihre unterstützenden und mahnenden Impulse von dir wahrgenommen und umgesetzt werden, sind möglicherweise stark eingeengt. Die maßgebliche Regie führen dann andere Kräfte, und du bist immer noch stark in die erzieherische Seite des Gesetzes von Ursache und Wirkung eingebunden.

Hast du in deinem Leben aber verstanden, dass der Sinn darin besteht, das Gute und Liebevolle anzustreben, dann gleichst du einem Entwicklungshelfer, der die besten Voraussetzungen mitbringt, seinen selbst gewählten Auftrag zu erfüllen. Er tut dies, indem er an seiner eigenen Entwicklung arbeitet – was nichts mit Egoismus zu tun hat –, um entsprechend seiner seelischen Stärkung dann anderen beistehen und Vorbild sein zu können.

Glaubst du, dass der Himmel einem solchen Menschen, sei er jung oder alt, anfänglich bemüht oder schon ein wenig erprobt, nicht alle Hilfe gibt, die dieser benötigt? Dies beginnt damit, dass eine Inkarnation gemeinsam mit dem Schutzgeist sorgfältig vorbereitet wird. Außerdem werden das nötige Rüstzeug für die Inkarnation bereitgestellt, Stärken gegen Schwächen abgewogen und die ersten Weichen gestellt. All das geschieht im Unsichtbaren, und doch tritt bei der Geburt ein Wesen in die Welt, das auf Mich baut, und auf das auch Ich baue, weil es seinen Teil dazu beitragen möchte, dass es auf der Welt ein bisschen heller wird.

Der Mensch, wenn auch noch klein an Gestalt, trägt alles in sich, was er braucht, um seinen Gang über die Materie im Sinne einer seelischen Reifung erfolgreich abschließen zu können. Er ist ausgerüstet wie ein Expeditionsteilnehmer. Muß er sich Gedanken machen um den erforderlichen Nachschub? Erinnert euch daran, was Ich euch über den Radarschirm gesagt habe. Der Himmel weiß um jeden einzelnen. Er weiß darum, was jeder benötigt, und er stellt alles bereit, noch bevor darum gebeten wird. Denn der Liebe ist daran gelegen, dass ihre „Vertreter“ gut ausgerüstet Feindesland betreten.

Dieses Geschehen ist vergleichbar mit einer Nachschub-Organisation, die fehlerfrei arbeitet und nur von demjenigen gestört oder unterbrochen werden kann, für den der Nachschub bestimmt ist. Die Zufuhr kann dann nicht wie gewohnt und wie gewünscht zugestellt werden, wenn ein Handeln vorliegt, das nicht dem Liebegebot entspricht. Die Zustellung wird noch schwieriger bis unmöglich – erinnert euch daran, dass Gleiches wiederum Gleiches anzieht und Ungleiches sich abstößt –, wenn ein falsches Verhalten nicht nur einmal oder nur kurzfristig praktiziert wird. Wird es nämlich gegen besseres Wissen wiederholt an den Tag gelegt, und ist es vielleicht sogar schon zu einem nur noch schwer abzulegenden Programm geworden, kann das Nachfließen der stärkenden und heilenden Energien blockiert werden.

Dann versteht der Mensch nichts mehr, er fängt an zu zweifeln, fühlt sich allein gelassen und geht seinen Weg nur mehr noch routinemäßig. Sein Herz ist nicht mehr dabei. Die Inkarnation droht zu einem Erdengang zu werden, der mit dem gefürchteten und unausbleiblichen „Tod“ endet. Beim Erwachen auf der Seite jenseits der Schleier erkennt die Seele nach und nach, was möglich gewesen wäre, wenn ….

Ist der Mensch dagegen bereit, Mein Gebot mit Leben zu erfüllen, und bringt er dies in seinem Verhalten im Alltag zum Ausdruck, schafft er selbst die Voraussetzungen dafür, dass alles viel geordneter, unkomplizierter und leichter verläuft. Dann Bin Ich wahrlich der große Weichensteller, dem auf Grund eures Bemühens Dinge möglich sind, die ihr als „Wunder“ bezeichnet. Ihr tut dies oft und immer dann, wenn ihr nicht wißt, dass unsichtbar im Hintergrund Fäden gezogen worden sind. Auf einmal paßt alles zusammen: Steine werden aus dem Weg geräumt, Streitigkeiten werden beendet, ein harmonischeres Miteinander bahnt sich an, Sorgen verblassen, unverhofft stellt sich Hilfe ein, belastende und krankmachende Bindungen an alte Gewohnheiten lassen sich lösen, positive Empfindungen und Gedanken ersetzen negative, euer Lebensmotor stottert nicht mehr und vieles, vieles mehr.

Was ist passiert? Ihr habt durch euer Ja dem Himmel die Möglichkeit gegeben, die Regie in eurem Leben zu übernehmen, weil ihr aus der Befehlsgewalt eurer Ego-Regie herausgetreten seid. Damit habt ihr begonnen, zu eurer bisherigen guten Saat ein weiteres Saatgut in den Acker eures Lebens einzubringen, was nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Und das Gesetz von Ursache und Wirkung, das euer Freund und nicht euer Feind ist, beginnt – im übertragenen Sinne – die schönsten Blumen in eurem Garten wachsen zu lassen, während das Unkraut, scheinbar wie von selbst, weniger und weniger wird.

Wenn ihr einmal in einer kleinen Rückschau euer Leben betrachtet, so werdet ihr die Wahrheit in Meinen Worten erkennen und in vielen Situationen bestätigt finden, welchen Einfluß das Prinzip von Saat und Ernte bereits in eurem Dasein gehabt hat.

Ich habe einmal davon gesprochen, dass Ich kein Buchhalter Bin; dass Ich also nicht „kleinkariert und pingelig-genau“ das eine gegen das andere aufrechne. Sobald Ich ein Bemühen sehe, eine ehrliche Absicht, die hinausgeht über ein schnell dahin gesprochenes Gebet „Mach‘ Du das bitte mal“, und der der Wunsch nach einer Charakteränderung im Sinne der Liebe zugrunde liegt, treten positive Kräfte auf den Plan.

Je nachdem, um was es sich handelt, müssen im Geistigen Vorbereitungen getroffen werden, die sich dann im Materiellen, in eurem Umfeld, auswirken. Es kann also vieles nicht sofort sichtbar werden; denn ihr lebt nicht allein im luftleeren Raum, sondern seid verbunden mit unzähligen Menschen und Seelen und auch mit Geschehnissen der Vergangenheit.

Aber Ich sage euch, keine Bitte um eine Veränderung die darauf abzielt, Mir näherzukommen, wird jemals überhört oder abgeschlagen. Und nicht nur das: Sie wird sozusagen „vorrangig“ bearbeitet. Alles, was notwendig ist, wird in dem Augenblick eingeleitet, in dem ein solcher Ruf Mein Herz erreicht. Wie es dann weitergeht, hängt unter anderem auch von eurem Verhalten ab, von der Ernsthaftigkeit, mit der ihr an die „Innere Arbeit“ geht. Damit meine Ich euren Anteil an dieser Arbeit, denn den größeren Teil davon übernehme ohnehin Ich.

Doch einmal „hü“ und einmal „hott“, das wird euch, bei aller Liebe, nicht von der Stelle bringen.

 

 

*

 

 

Ich habe euch den großen Rahmen abgesteckt, innerhalb dessen alles Geschehen auf der Welt abläuft, und zwar sowohl in der großen Weltpolitik, mit der das Schicksal der Völker bestimmt wird, als auch in eurem persönlichen Leben. In diesem Rahmen hat jeder alle Freiheit, zu tun und zu lassen was er möchte.

Den Folgen seiner Handlungen kann er allerdings nicht aus dem Weg gehen. Auch nicht in tausenden von Jahren. Deshalb ist der Wirkmechanismus von Ursache und Wirkung auch dann erst richtig zu verstehen, wenn anerkannt wird, dass es in der Regel nicht nur ein Leben gibt, sondern dass die Seele sich – in freier Entscheidung – mehrmals inkarniert.

Meine Führung sorgt bei den Menschen, die sich führen lassen, weil sie weitgehend im Gesetz leben, dafür, dass ihnen nichts widerfährt, das ihrer Seele ernsthaft Schaden zufügt. Dies gilt mehr oder weniger auch für das Äußere, wobei sich die meisten Seelen vor ihrer Inkarnation darüber im klaren waren, dass sie den Herrschaftsbereich der Finsternis betreten und damit auch Unannehmlichkeiten, Unpäßlichkeiten und Schwierigkeiten in Kauf nehmen müssen. Aber ihr Wunsch, voranzukommen oder ihren Anteil an der Durchlichtung der schweren und dunklen Erdatmosphäre zu leisten, hat sie das Risiko auf sich nehmen lassen. Es wird durch Mich bis auf die nötigen Lernerfahrungen reduziert, wenn diese Menschen an Meiner Hand gehen.

Um in einem Bild zu sprechen: Blitz, Donner, Regen und Sturm sind nicht immer zu vermeiden, und doch weiß Ich die Meinen so zu führen, dass sie möglicherweise zwar nass werden – was oft nicht zu verhindern ist –, dass sie aber dennoch unbeschadet nach Hause kommen.

Für alle diejenigen Meiner Kinder, die sich unbegründet Sorgen machen: Die gute Nachricht in Meiner Botschaft lautet, dass keiner verloren gehen kann, weil er aus dem „System Schöpfung“ nicht herausfallen kann. Darüber hinaus: Dass es keinen Tod und kein Aus gibt, und dass alle wieder heimkehren werden. Und dass es in Mir keine Ungerechtigkeit gibt, die dem einen Menschen ein gutes und dem anderen ein schlechtes Dasein bereitet. Jeder hat es jederzeit in der Hand, seinem Leben eine andere Richtung zu geben, die „in den Himmel“ weist. Ich helfe ihm dabei, weil Meine Liebe und Barmherzigkeit jedem entgegenkommen, der Mich ruft.

Die weniger gute Nachricht für alle, die im Eigenwillen leben möchten, was Meine Liebe ihnen nicht verwehrt: Es wird auf Dauer nicht gelingen; aber ihr habt die Freiheit, es dennoch zu versuchen. Ein jeder ohne Ausnahme gehört zu der großen himmlischen Gemeinschaft, in der ein selbstloses Geben, ein liebevolles Miteinander und ein unbeschreibliches Glück im Licht herrschen. Solange er außerhalb dieser Gemeinschaft ist, ist er von ihr getrennt; er ist isoliert, auch wenn er das noch nicht als störend und schmerzvoll empfindet. Doch die Sehnsucht in ihm, die in dem Lebensfunken brennt, der auch ihn erhält, wird dafür sorgen, dass auch er wieder in die Einheit zurückfindet.

Da der Himmel – übergeordnet – immer die Regie führt, die ihm keiner aus der Hand nehmen kann, wird es so geschehen. Denn es ist Mein Wille!

Amen