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Aus Liebe zu Gott

Offenbarung vom 17. Juni 2021


 

Die Ansprache Gottes an den Menschen bzw. durch den Menschen vollzieht sich, wie alles in der Schöpfung, nach unumstößlichen, geistigen Gesetzmäßigkeiten. Die unterschiedlichen Schwerpunkte und Betrachtungsweisen in den Offenbarungen ergeben sich durch die göttli­chen Grundaspekte der Ordnung, des Willens, der Weisheit, des Ernstes, der Geduld, der Lie­be und der Barmherzigkeit, entsprechend auch der geistigen Mentalität desjenigen, der das Offenbarungswort aufnimmt. In und über allem aber wirkt die Liebe als Träger aller Offen­barungen, ohne die ein echtes Gotteswort nicht möglich ist.

 

 

 

Göttliche Offenbarung

 

 

Meine geliebten Söhne und Töchter, solange es euch relativ gut geht, erkennen die allerwenigsten die Notwendigkeit, sich mit Überlegungen nach dem Woher, Warum und Wohin auseinanderzusetzen. Solche und ähnliche Fragen treten oft erst dann – und dann meistens auch nur sehr langsam – in den Vordergrund, wenn etwas in euer Leben tritt, das euch ängstigt oder Sorgen bereitet und euch damit aus eurem einschläfernden Alltagstrott aufschrecken lässt.

Dieses Aufschrecken kann einem Schock gleichen. Und dieser wiederum kann heilsam sein, so ihr dies zulasst. Er kann aber auch zu einer Betäubung eures Denkens und Wollens führen und euch noch tiefer in alte Verhaltensmuster verstricken, falls die Mechanismen der Gegenseite in euch wirksam werden. Denn eure Welt lebt nach Regeln, die die negativen Kräfte aufgestellt haben.

Die meisten Menschen folgen diesen ungeschriebenen Gesetzen. Sie sind sich dabei über etwas Gravierendes nicht im Klaren: Sie werden damit vielfach davon abgehalten, Meine Gesetze in dem Maße zu leben, denen sie sich – sofern sie sich christlich nennen – eigentlich „verschrieben‟ haben. Angebote der Unterhaltung und Ablenkung, die es in diesem Umfang noch nie gab, machen es möglich, die rechte Beachtung Meines Liebesgebotes, das Hinterfragen nach dem Sinn des Lebens und das Suchen und Finden der richtigen Antworten ganz weit nach hinten, in die Schublade des Vergessens zu schieben.

Auch Kirchen und Religionen haben ihre Regeln aufgestellt. Die Einhaltung dieser Regeln, die oft über viele Jahrhunderte hinweg zu fest verankerten Riten und Traditionen geführt hat, erscheint einem Großteil Meiner Kinder so wichtig, dass sie glauben, mit deren Erfüllung schon das meiste oder sogar alles getan zu haben. Dabei handelt es sich um Formen der Religionsausübung, die Ich nie als heilsnotwendig gelehrt habe. Sie wurden Meiner einfachen Lehre hinzugefügt, um den Menschen ein „äußeres Korsett‟ falscher Sicherheit zu geben; auch um sie zu binden und ihnen für den Fall, dass sie gegen die erfundenen Glaubenssätze und Verbote verstoßen, ein schlechtes Gewissen machen und Schuldgefühle einflößen zu können. Menschen mit Schuldgefühlen sind leicht in die gewünschte Richtung zu lenken.

Und schließlich stellt jeder Mensch seine eigenen Regeln auf, seine Ego-Regeln, die es ihm ermöglichen, in seiner kleinen Welt einigermaßen zurechtzukommen. Betrachtet nur euer Verhalten euren Mitmenschen gegenüber, das geprägt ist von euren Vorstellungen und euren Zu- und Abneigungen. Dann wisst ihr, was Ich meine.

Das Aufstellen und Praktizieren eigener Vorschriften und Regeln, die oftmals konträr zu Meinem Heiligen Willen stehen, haben dazu geführt, dass Mein Gesetz immer öfter missachtet und schließlich in seiner Absolutheit vergessen wurde. Es bringt darüber hinaus zum Ausdruck, dass der Konstrukteur um geistige Gesetzmäßigkeiten nicht weiß, sie falsch auslegt, oder dass er eigenes Denken und Wollen darüberstellt. Selbst wenn dies in großen Dimensionen oder langen Zeiträumen geschieht, ist es nicht immer leicht zu durchschauen, weil es sich oft das Mäntelchen des Gottgewollten, Harmlosen oder Gutgemeinten umlegt. Doch wer sehen und hören möchte, der kann dennoch in vielem das Satanische erkennen.

Mein Wesen ist reinste Liebe, die allen Meinen Geschöpfen jederzeit und für immer selbstlos und bedingungslos zur Verfügung steht. Doch es wäre falsch anzunehmen, dass die Liebe nur säuselt und lächelt und keine klaren Strukturen aufweist. Ich Bin unter anderem auch die Ordnung und habe auch die Macht und den Willen, das von Mir Geschaffene für alle Ewigkeit zu erhalten. Doch alles ist Meiner Liebe untergeordnet, und deren Gesetzmäßigkeiten sind der Garant dafür, dass alles, was Mich und die Herrlichkeit der Himmel einst verlassen hat, auch wieder heimfinden wird. Wäre Mir dies nicht möglich, dann wäre Ich von einer anderen, größeren Macht besiegt worden, der es gelungen wäre, Mir einen Teil Meiner Schöpfungskinder abspenstig zu machen.

Gebraucht euren Verstand, Meine Söhne und Töchter ...!

Es gibt also geistige Gesetzmäßigkeiten, die mit einer für euch nicht nachvollziehbaren Präzision fehlerfrei arbeiten. Eine zeitliche Begrenzung ihrer Wirksamkeit gibt es nicht, was bedeutet, dass nichts, was einmal als Verstoß gegen Mein Liebesgebot „in die Welt gesetzt wurde‟, ganz von alleine wieder verschwindet, nur weil inzwischen Äonen oder kleine Ewigkeiten vergangen sind. Über allen anderen Gesetzen steht daher Mein Gesetz, aus dem sich nichts und niemand herausschleichen kann.

Die „Großen‟ eurer Welt – aber auch unzählige „Kleine‟ – wissen nicht darum, oder sie glauben nicht daran, wenn sie es gesagt bekommen; denn die Realität scheint das Gegenteil zu belegen. Und daran, dass jede Realität, geistig gesehen, nur ein winziger Augenaufschlag in der Ewigkeit ist, der zudem eine Vergangenheit und eine Zukunft hat, glauben sie ebenso wenig.

Mein Gesetz, aus Meiner väterlichen Liebe und Fürsorge geboren, sorgt dafür, dass alle wieder heimfinden. Dies vollzieht sich nach einem einfachen Prinzip:

Jedes Tun, das Meinem Liebesgesetz nicht entspricht – vor allem, wenn es sich um einen gravierenden Verstoß handelt, der dem eigenen Vorteil dient und dabei das Wohl des Nächsten missachtet –, trägt bereits den Keim des Untergangs in sich. Womit gemeint ist:

Keine ungesetzmäßige Handlung wird auf Dauer Bestand haben, und wenn sie noch so gut unter Einsatz höchster menschlicher Intelligenz vorbereitet und mit allen Mittel der Macht durchgeführt wurde. Sie kann keinen Bestand haben, weil das ihr übergeordnete Prinzip der Liebe über kurz oder lang die Wirkungen der zuvor gesetzten Ursachen ausfließen lässt, denen sich niemand dauerhaft entziehen kann; kein Mächtiger eurer Welt und auch Sadhana und ihr Anhang nicht, auch wenn deren Vergehen schon undenkbar lange Zeit zurückliegt, und es noch ebenso undenkbar lange dauern wird, bis der Fall sein gutes Ende gefunden hat.

„Keim des Untergangs‟ bedeutet aber nicht die Vernichtung des Lieblosen. Es bedeutet, dass das Böse umgewandelt wird in das Gute, was sich bei jedem vollziehen wird, wenn durch eine Entscheidung eine innere und äußere Umkehr erfolgt. Die Einsicht, die ihr vorausgeht, muss nicht erst durch das Erleben der selbst verschuldeten Wirkungen erfolgen. Sie kann auch vorher einsetzen, wenn die Regung des Gewissens zugelassen und um die Hilfe Christi gebeten wird. Bei diesem Prozess Bin Ich in jedem Umkehrwilligen die helfende, stützende und heilende Kraft, die die Umwandlung vollziehen wird.

Denn deshalb Bin Ich in Jesus von Nazareth in die Welt gekommen: Um den Weg zu lehren, der zurück an Mein Vaterherz führt, und um euch vorzuleben, wie ihr diesen Weg gehen könnt. Die Liebe – Ich selbst – hat unter ihren Menschenkindern gelebt. Ich habe ihnen von dieser unendlichen Liebe erzählt, habe damit ihre Herzen berührt und viele dazu bringen können, ihr Leben anders auszurichten als in der Vergangenheit. Ich habe sie Meiner Liebe nicht nur versichert, Ich habe sie ihnen ununterbrochen geschenkt. Wer in Meine Augen geschaut hat, der wusste, dass er in die Augen der Liebe schaut.

Das kannst du auch heute noch tun: Schließe deine Augen, gehe in dein Inneres, richte deine Gedanken und Gefühle auf dein inneres Licht und bitte darum, Mich nahe erleben zu können. Und dann gib dem, was in deinem Herzen ist und daraus hervorströmen möchte, freien Lauf. Wenn Tränen fließen, wenn eine Sehnsucht nach Heimat, nach Geborgenheit, nach Freiheit und mehr in dir aufsteigt, dann hast du der Liebe in die Augen geschaut.*)

 

 

*

 

 

Auf diese Weise zu Mir zu kommen und sich dabei in Meine Arme zu legen, wird dir umso leichter fallen, je weniger Schuldgefühle du in dir trägst. Schuldgefühle, daran erinnere Ich dich bei dieser Gelegenheit, sind vom Teufel. Er setzt dieses, aus seiner Sicht bewährte Mittel seit Ewigkeiten ein, um die Menschen zu knebeln und sie dadurch daran zu hindern, sich voller Vertrauen und frohen Mutes auf den Weg zu Mir zu machen.

Dabei kommt ihm zugute, dass viele von euch ein völlig falsches Bild von Mir haben. Dies ist dem Verführer dadurch gelungen, dass er in die zum Teil dogmatischen Lehren eurer Kirchen die Vorstellung eines strafenden Gottes hat einfließen lassen. So konnte verhindert werden, dass die Menschen die Größe Meiner alles verzeihenden Liebe und Barmherzigkeit erkennen konnten. Nun sind viele unfrei und leiden unter dem Eindruck, Meiner Gnade nicht würdig zu sein. Sie haben nicht den Mut, als Kinder Gottes so aufrecht durchs Leben zu gehen, wie es ihrem wahren Wesen entspricht.

Sie wissen daher auch nicht, dass der Ausweg, um aus dem Irrgarten der Schuldgefühle herauszukommen, Reue heißt. Reue ist ein göttliches Gnadengeschenk. Es ermöglicht euch, den Kreislauf von Schuld und Mutlosigkeit und sich sündhaft und in Meinen Augen „klein‟ zu fühlen zu durchbrechen und damit zu beenden. Denn mit der Reue ist ein entscheidender Schritt getan. Allerdings musst du ihn als ersten Schritt tun, was durch deinen freien Willen bedingt ist.

Wenn deine Reue aus einem ehrlichen Herzen kommt, wird die Schuld deiner Vergangenheit von Mir umgewandelt. Sie wird gelöscht und besteht so vor Mir nicht mehr. Und das in dem Augenblick, in dem du deine aufrichtige Reue vor Mich bringst, zu der möglicherweise noch weitere Schritte gehören, beispielsweise Wiedergutmachung und um Vergebung zu bitten bei demjenigen, den du verletzt hast.

Dann aber ist dein „Schuldenkonto‟ gelöscht. Die Freiheit wird wieder dein Eigen. Du hast dich aus der satanischen Fesselung befreit. Es mag allerdings sein, dass du dich erst an deine neue Freiheit gewöhnen und auch ein bisschen üben musst, damit richtig umzugehen. Hab’ Mut, Ich Bin an deiner Seite. Und spätestens dann wird dir auch klar, warum die Dunkelheit alles daransetzt, Meinen Menschenkindern diesen Weg der Befreiung zu verbauen.

Als Kurzformel lautet diese göttliche Wahrheit: Schuldgefühle sind vom Teufel, Reue ist von Gott!

Zu den Schuldgefühlen, die du aufgrund persönlicher Lieblosigkeiten entwickelt hast, kann aber noch etwas anderes hinzukommen: Der Gedanke, zu denjenigen zu gehören, die Sadhana gefolgt sind und die Himmel verlassen haben; also den Fallwesen anzugehören, die sich einst gegen Mich gestellt haben.

Viele Menschen stellen sich diese Frage. Das kann dann zu einer gedanklichen Belastung werden, wenn sich dadurch ein Gefühl der Schuld entwickelt und verstärkt, mitverantwortlich für die Folgen zu sein, die sich gerade jetzt in verstärktem Maße bemerkbar machen. Bei sehr sensiblen Menschen kann das zu einer Stagnation ihrer seelischen Entwicklung oder gar zu ernsten seelischen Problemen führen, falls sie sich in diese Gedanken regelrecht hineinfallen lassen.

Lasst euch, Meine Geliebten, nicht dazu verführen, solche Gedanken zu pflegen. Sie bringen nichts. Ob ihr Fallkinder seid oder zu denen zählt, die aus verschiedenen Gründen die Himmel freiwillig verlassen haben, spielt für das, was ihr hier zu lernen habt, keine Rolle. Ich Bin in Jesus von Nazareth in die Welt gekommen, um zu lösen, zu heilen, zu retten und heimzuholen. Durch das Geschehen auf Golgatha hat sich etwas grundsätzlich verändert: Der Himmel steht wieder offen. Die Kraft Satans ist gebrochen, was bedeutet, dass er jeden freigeben und ziehen lassen muss, der sein Unrecht eingesehen hat und wieder den Heimweg antreten will.

Meine Mission, gegründet in Meiner Liebe zu euch, galt ja gerade denjenigen, die verloren schienen. Für sie Bin Ich gekommen, für sie habe Ich Mich ans Kreuz nageln lassen. Ihnen rief und rufe Ich seitdem zu: „Komm, nimm Meine Liebe an. Begebe dich auf den Weg, den Ich dir aufgezeigt habe. Folge Mir nach mit einem ehrlichen Bemühen – und du findest heim.‟

Es ist richtig, dass sowohl vor Meiner Zeit als Jesus, als auch zu Meinen Lebzeiten und auch seitdem immer wieder und besonders in eurer jetzigen Zeitepoche, viele Geistwesen aus den Himmeln und himmelnahen Bereichen ins Fleisch auf die Erde gegangen sind. Sie taten und tun dies aus Liebe zu Mir und ihren Menschen-Geschwistern, um mitzuhelfen an dem großen Werk der Heimführung. Alle, seien sie nun aus dem Fall oder „von oben‟, unterliegen bei ihrer Inkarnation den gleichen Bedingungen. Etwas anderes ließe Meine Gerechtigkeit nicht zu.

Die Gegensatzkräfte dürfen also auch die lichteren Seelen belagern und angreifen, um sie ins Straucheln oder zum Fallen zu bringen. Und sie tun es gerade jetzt in verstärktem Maße, denn sie ahnen oder sehen voraus, was geschehen wird.

Auf eurer Erde befinden sich daher Seelen im Menschenkleid aus den verschiedensten feinstofflichen Bereichen. Die einen sind gegen Mich und wollen zerstören, die anderen haben sich für Mich entschieden und wollen retten und aufbauen. Diese Auseinandersetzung, schon lange von Mir durch Meine Getreuen angekündigt, tritt in eine entscheidende Phase ein. Und ihr – du, du und du – seid mit dabei. Und dies ist kein Zufall.

Spüre in dich hinein, ob du so weit bist, mit deinen Möglichkeiten die Seite des Lichtes zu unterstützen. Das setzt voraus, dass du Meinen Worten glaubst und sie nicht nur liest und als einen „schönen Vortrag‟ abhakst. Und dass du bereit bist, in deiner Seele die Sehnsucht nach Mir und deiner ewigen Heimat ansprechen zu lassen. Du kannst auch darum bitten, dass dies geschehen möge, sofern der Wunsch danach sich schon in dir regt, die Flamme deines Heimwehs aber noch relativ klein ist.

Für dein Ja zu Mir spielt es keine Rolle, wie deine Vergangenheit aussieht. Für Mich existiert deine Vergangenheit nur noch als Erinnerung, wenn du dich dafür entscheidest, in deinem Leben andere Prioritäten zu setzen als bisher. Was bedeutet: an Meiner Hand schrittweise einen leichteren Weg zu beschreiten. Viele Engel und geistige Helfer, darunter auch so mancher aus deinen vergangenen, irdischen Leben, stehen bereit, um dir zu helfen.

 

 

*

 

 

Die Schar derer, die sowohl im Geistigen als auch auf der Materie auf der Seite des Lichtes stehen, ist unüberschaubar groß. Viele fühlen sich als Pioniere, und Ich will dir erklären, was es damit auf sich hat.

Pioniere werden vorausgeschickt, um notwendige Vorbereitungen dafür zu treffen, dass die, die nach ihnen kommen, ihre Aufgaben leichter erfüllen können, weil ihnen vieles an grundsätzlicher Arbeit schon abgenommen wurde. Oder – wie beispielsweise beim Bau einer provisorischen Brücke – damit die Nachfolgenden überhaupt eine Möglichkeit haben, das andere Ufer betreten zu können.

Geistige Wesen, die sich für eine solche Aufgabe entschieden haben, und die dann durch ihre Inkarnation zu Pionieren wurden, gab es schon immer. Sie waren unter anderem an den Vorbereitungen für Meine Inkarnation beteiligt, aber auch als Meine Apostel, Jünger und Nachfolger tätig. Sie legten damit, oftmals unter großen persönlichen Opfern, den Grundstein für diejenigen, die – um in dem erwähnten Bild zu bleiben – über die von ihnen als Pioniere gebaute Brücke nun lichtes und weites Land betreten konnten.

Im Prinzip ist jeder ein Pionier, der in Meine Nachfolge tritt, weil er – wenn er sich darum bemüht – denjenigen als Vorbild und Brückenbauer dient, die durch ihn dazu bewegt werden, sich über den Zweck ihres eigenen Lebens Gedanken zu machen. In diesem Sinne wimmelt es auf eurer Erde nur so von Pionieren, wobei den meisten nicht einmal bewusst ist, dass sie als Vorbereiter da sind und mit ihren Bemühungen ein wunderschönes Steinchen in Meinem großen, herrlichen Mosaik darstellen.

So mancher Pionier hat jedoch seine Schwierigkeiten damit, an ein gutes Gelingen seiner Aufgabe und seines Bemühens zu glauben, wenn er sieht, dass die Zerstörung durch die Gegenseite immer größere Ausmaße annimmt. Da kann es dann schon passieren, dass ihr in menschliches Denken abgleitet und euch immer wieder erneut motivieren müsst. Sonst besteht die Gefahr, dass herunterziehende Gedanken die Überhand gewinnen: „Was soll das alles? Es ist doch augenscheinlich, dass es mehr und mehr den Bach ’runtergeht. Kann ich eigentlich etwas bewirken?‟

Meine Geliebten, als der große Tröster und die stärkste Kraft in der Schöpfung mache Ich euch Mut, wenn ihr bei solchen Gelegenheiten möglichst rasch zu Mir kommt, ja regelrecht zu Mir flüchtet. Solches Denken ist nur allzu leicht nachzuvollziehen, und keiner soll sich davon freisprechen. Der Widersacher setzt alles daran und nutzt jede sich bietende Gelegenheit, um euch zu verunsichern. Ihr braucht nur einen Moment nicht aufzupassen, und er findet irgendein Schlupfloch, um euch unruhig, lustlos oder gar mutlos werden zu lassen.

Dies fällt ihm umso leichter, wenn ihr euer Augenmerk nur auf das äußere Geschehen richtet. Dann vergesst ihr schnell, dass die einzige Realität das dahinter wirkende Geistige ist. Das Äußere, das er euch als die Wirklichkeit verkauft, ist nur ein trügerischer Schein, der sich einmal in Nichts auflösen wird, weil er auf Dauer keinen Bestand hat.

Im Moment aber beherrscht die negative Kraft die Menschen über ihre Sinne, wobei ihr die sehr weit verbreitete Unwissenheit der Menschheit entgegenkommt. Ihr aber wisst um diese Dinge, und ihr könnt euch schützen vor Gedanken, die euch oft wie aus heiterem Himmel anfliegen, wenn ihr euch Folgendes vor Augen haltet. Ihr werdet dabei den Riesenunterschied erkennen, den eine Betrachtung je nach Blickwinkel macht.

Falsch ist zu denken: „Die Gegenseite zerstört mehr und mehr, was wir durch unser Bemühen aufbauen.‟

Richtig ist zu denken: „Wir bauen durch unser Bemühen auf, was zerstört wurde und wird!‟

Was Meine Pioniere tun, ist etwas Geistiges aufzubauen, was sich in der Zukunft auch im Materiellen manifestieren wird. Doch zur Zeit sind es noch Pionierarbeiten, die jedoch von den Dunkelmächten nicht zerstört werden können, da das geschaffene Geistige für sie nicht erreichbar ist.

Das sollte für euch, die ihr um Mein Wirken, Meine Gesetze und Meine und eure Stärke wisst, ein Grund zur Freude sein. Es wird dann zu eurer Freude werden, wenn ihr das Große und Ganze seht; wenn ihr erkennt, dass ihr Miterbauer einer neuen, besseren Welt und Zeit seid; wenn ihr nicht darauf spekuliert, die Früchte eurer Mühen doch möglichst bald reifen zu sehen.

Was ihr tut, ist in allererster Linie Innere Arbeit. Sie verändert euch selbst und verändert damit im Geistigen auch die Voraussetzungen für die Zeit, die noch vor euch liegt. Sie verändert die Bedingungen, unter denen diejenigen starten und leben, die die neue Erde bewohnen werden. Sie werden über die Brücken gehen, die Meine Pioniere errichtet haben. Wisst ihr, ob ihr nicht dazugehören werdet?

Darum gilt für alle – nicht nur für die Pioniere –, die Mir nachfolgen wollen, dass es fruchtlos ist, sich Gedanken darüber zu machen, wann diese oder jene Veränderung sich im Äußeren zeigt. Denn keiner kennt Meine Pläne, sodass keiner um das Wie, Wann und Wo weiß. Es ist zwar menschlich verständlich, wissen zu wollen, welche Früchte deine Arbeit bringt. Und wenn du sie von Herzen und aus Liebe zu Mir und deinem Nächsten tust, wirst du ohnehin sehr rasch verspüren, was sich in und an dir verändert. Aber wer Mich liebt und wer Mir vertraut, dessen Tun ist weitgehend frei von dem Wunsch, Erfolge sehen zu wollen.

Er erinnert sich an eines Meiner früheren Worte:

Du bist für die Saat verantwortlich, nicht für die Ernte. Lass die Ernte Meine Sache sein!

 

 

*

 

 

Die Basis einer echten Pionierarbeit ist Vertrauen. Meine Nachfolger der ersten Jahrzehnte haben dieses Vertrauen gehabt. Aus ihm entspringen Freude, Begeisterung und immer wieder neue Kraft. Ich versprach den Meinen damals, dass Ich ihnen Meinen Geist senden und sie allezeit begleiten werde. Ich habe Mein Versprechen gehalten, und Ich werde es halten bis in alle Ewigkeit.

Ich Bin die Liebe, und Ich wohne in dir. Wie also könnte Ich dich jemals verlassen?

Sehnst du dich nicht auch danach, von Sorgen und Ängsten frei zu sein? Mit einem Vertrauen in die kommende Zeit zu gehen, das unerschütterlich ist, weil es in Mir gründet? Es kann erworben werden. Als Grundvertrauen liegt es bereits in deiner Seele und stammt aus dem Wissen um eine wunderbare Zeit, die wir zusammen in der Unendlichkeit und grenzenlosen Freiheit deiner himmlischen Heimat verbracht haben. Bau es wieder auf, sofern es noch nicht den von dir ersehnten Umfang hat.

Das ist einfacher, als du denkst: Jede noch so kleine Erfahrung, die du mit Mir machst, trägt dazu bei, dir schrittweise deine Ängste und Vorbehalte zu nehmen. Es lässt sich auch so ausdrücken:

Vertrauen stellt die Summe der Erfahrungen dar, die du mit Mir, der Liebe, gemacht hast oder machst.‟ Wenn du dich künftig vermehrt darauf einlässt, wirst du verspüren, wie in dir der Wunsch nach mehr Innigkeit und Nähe wächst. Das ist das, was auch Ich Mir wünsche.

Solche Wünsche Meiner Kinder zu erfüllen, steht bei dem, was Ich für Meine Schöpfung tue, ganz weit oben.

Amen

 

 

 

*) Dazu passt:

 

 

Die Sehnsucht ist der Schlüssel, der dich finden lässt

 

Du möchtest wirklich finden, Kind? Dann mach’ dich auf

und gehe suchend Schritt für Schritt auf deinem Weg.

Und du wirst finden! Denn die Spur, die Ich dir leg’,

führt dich zurück zu Mir. Du wartest noch? Worauf?

 

Die Suche scheint nicht leicht, oft voller Müh’ und Last?

Wie willst du finden, wenn du zweifelnd stille stehst?

Wenn du, statt Mich zu suchen, deine Wege gehst,

für die du freien Willens dich entschieden hast?

 

Ich sprach, dass jeder, der Mich sucht, Mich finden wird.

So kann kein Zweifel daran sein, dass dies geschieht,

und dass Mein Herz auch dich und jeden an sich zieht,

der liebt und voller Sehnsucht sich an Mich verliert.

 

Die Sehnsucht ist der Schlüssel, der dich finden lässt,

und Ich Bin es in dir, der dein Bemühen trägt.

Ich Bin es, der sich stark und tröstend in dir regt,

und wenn du schwankend wirst, dann halte Ich dich fest.

 

Du willst Mich finden, Kind? Dann komm und tu den Schritt,

lass deiner Sehnsucht freien Lauf und zög’re nicht

und finde so zu dir und Mir zurück – ins Licht.

Und sei, was auch geschieht, gewiss: Ich gehe mit!

 

   (aus: Verlasse dich auf deines Herzens leisen Klang, Gedichte)