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Aus Liebe zu Gott

Offenbarung vom 10. Juni 2022


 

Die Ansprache Gottes an den Menschen bzw. durch den Menschen vollzieht sich, wie alles in der Schöpfung, nach unumstößlichen, geistigen Gesetzmäßigkeiten. Die unterschiedlichen Schwerpunkte und Betrachtungsweisen in den Offenbarungen ergeben sich durch die göttli­chen Grundaspekte der Ordnung, des Willens, der Weisheit, des Ernstes, der Geduld, der Lie­be und der Barmherzigkeit, entsprechend auch der geistigen Mentalität desjenigen, der das Offenbarungswort aufnimmt. In und über allem aber wirkt die Liebe als Träger aller Offen­barungen, ohne die ein echtes Gotteswort nicht möglich ist.

 

 

 

Göttliche Offenbarung

 

 

Meine geliebten Söhne und Töchter, immer mehr Meiner Menschenkinder begreifen, dass eine neue Zeit angebrochen ist, und dass die von vielen als „Milch und Honig‟ empfundenen Jahre Geschichte sind und endgültig der Vergangenheit angehören. In Wirklichkeit ist das, was euch allein schon zufriedenstellt, wenn eure materiellen Bedürfnisse gestillt sind, aber weit entfernt von der Glückselig­keit, auf die ihr Anspruch habt, und die euch erwartet, wenn ihr später einmal in Bereiche einkehrt, die eure wahre Heimat sind.

Das Leben auf der Erde ist und bleibt stets nur eine Durchgangsstation und vermittelt euch ein fal­sches Bild der Realität. Was ihr seht und erlebt ist immer nur Schein, auch wenn eure Sinne euch das Gegenteil vermitteln. Das ist für euch kaum verständlich. Die Wahrheit in Meinen Worten, die schon von unzähligen Sehern und Propheten verkündet wurde, erschließt sich euch aber, wenn ihr in eurer seelischen Entwicklung weiter voranschreitet und schließlich zu der unumstößlichen Überzeugung gelangt, dass ihr ewig existierender Geist seid, der lediglich für eine gewisse Zeit eingebunden ist in die Beschränkungen der Materie. Und sie entfaltet ihr Potenzial, wenn ihr dieses Wissen nicht in euren Köpfen belasst, sondern anfangt, es aus tiefster Überzeugung zur Grundlage eures Denkens und Handelns zu machen.

Das ist euch möglich, wenn auch nicht von heute auf morgen und auch nicht mit „links und so nebenbei‟. Dass ihr Geist seid, bedeutet gleichzeitig, dass ihr Geschöpfe der Urquelle des ewigen Lebens seid. Diese Urquelle Bin Ich, die selbstlose und bedingungslose Liebe. Und Ich habe diese Liebe in alle und alles hineingelegt, was Ich geschaffen habe, also auch in jeden von euch.

Vor allem aber Bin Ich euch in Jesus von Nazareth Bruder geworden, habe mit und unter den Menschen gelebt und sie gelehrt, wie der Weg zu beschreiten ist, der jeden wieder zurück zu Mir bringt. Mein Wort „Keiner kommt zum Vater denn durch Mich‟ drückt dies aus; womit gemeint ist, dass Mein Vorbild als Jesus in Form der gelebten Liebe den Schlüssel für den Wiedereintritt in den Himmel darstellt. Als zusätzliche Kraft habe Ich mit Meinem Erlösungsopfer Mein stärkendes Liebeslicht, Meine Christusenergie, in eure Seelen gelegt.

Wenn ihr euch dieser Liebe bedient, dann wird sich etwas in euch verändern, weil Ich es dann Bin, der in euch in einem weitaus größeren Maße als zuvor wirksam werden kann. Dann, Mein Kind, Bin Ich derjenige, der dein Denken klärt, der dein Bewusstsein schrittweise erweitert, der deine innere Kraft aufbaut, der deine Ängste in Vertrauen umwandelt, der dich zuversichtlich in die Zukunft schauen lässt, der sozusagen einen neuen Menschen aus dir macht. Die Macht dazu habe Ich, den Wunsch und Willen ebenso; dein freier Wille ist jedoch der entscheidende Faktor, der diesen Prozess in die Wege leitet oder ihn verstärkt, wenn du schon auf dem Weg zu Mir bist.

Es ist wichtiger denn je, dass ihr Meine Worte in eurem Inneren ernsthaft bewegt, dass ihr innehaltet und lernt, die Zeichen der Zeit richtig zu deuten.

Weil die Gewitterwolken des Schicksals – die nur noch von denen ignoriert werden, die sich noch im geistigen Schlaf befinden – sich immer deutlicher bemerkbar machen, rufen sie in vielen von euch Fragen hervor, lassen aber auch Sorgen und Ängste emporsteigen. Letzteres ist nachzuvollziehen; es weist aber gleichzeitig auch darauf hin, dass das tiefe Vertrauen in Mich, das ihr euch, oft noch unbewusst, so sehr wünscht, noch größer werden und tiefere Wurzeln schlagen kann.

Denn Vertrauen zu haben bedeutet gleichzeitig, in einer inneren Sicherheit zu leben, die vielen noch unbekannt ist. Diese Sicherheit aber ist es, die euch, zuerst in eurem Denken und dann in eurem Tun, zur Ruhe kommen lässt. So seid ihr viel eher in der Lage, die Dinge richtig einzuschätzen und Entscheidungen zu treffen, die der jeweiligen Situation und euch selbst gerecht werden. Und wenn ihr wirklich einmal eingeholt werdet von Hektik, Unruhe und negativen Gedanken – was nicht ausbleiben wird, denn die Dunkelmächte haben zum großen Gegenschlag ausgeholt –, dann wisst ihr, weil ihr es gelernt und praktiziert habt, dass und auf welche Weise ihr mit allem zu Mir kommen könnt. Dann könnt ihr nämlich zurückgreifen auf die Erfahrungen, die ihr mit Mir gemacht habt. Womit sich das Wort bestätigt: Vertrauen resultiert aus der Summe der mit Mir gemachten Erfahrungen. (1)

Ich ersuche euch in aller Liebe, die immer deutlicher werdende Notwendigkeit zu erkennen, das, was Ich euch lehrte und lehre, nicht nur zu bejahen, sondern mit aller Ernsthaftigkeit umzusetzen. Es ist ein großer Unterschied, ob ihr – beispielsweise durch eine Kirchenzugehörigkeit – lediglich darum wisst, dass durch die Erfüllung Meines Liebesgebotes eine Veränderung und Stärkung von Seele und Mensch erfolgt; oder ob ihr mit ehrlichem Bemühen darangeht, ganz praktisch in eurem Leben, in den vielen Begegnungen und Situationen eures Alltags die Innere Arbeit mit Mir aufzunehmen.

Der Unterschied ist so gravierend, dass er über eure Zukunft als Seele entscheiden kann, über das, was ihr erlebt, und darüber, wo und wie euer künftiges, aber nicht endgültiges Zuhause ist, wenn ihr nach dem letzten Atemzug diese Erde wieder verlasst und in die jenseitige Welt eintretet. (2)

 

 

*

 

 

Zu den immer wieder auftauchenden Fragen gehört, ob es von Mir keine näheren Angaben über den Zeitpunkt gibt, zu dem das schon lange angekündigte Szenarium des Umbruchs erfolgen wird. Nicht wenige Meiner Kinder möchten wissen, wann es denn „so weit‟ ist. Nicht zum ersten Mal sage Ich euch, dass der Zeiger der Uhr die 12 überschritten hat, und dass die Wehen der Geburt einer neuen Ära schon eingesetzt haben.

So manchem von euch aber reicht diese Aussage nicht. Er würde gerne etwas Konkretes hören. Warum? Was steckt dahinter? Wäre ihm oder euch tatsächlich damit geholfen, wenn Ich einen Zeitplan nennen und vielleicht auch die Abfolge der zu erwartenden Ereignisse näher beschreiben würde? Was würde das bringen?

Stellt euch vergleichsweise vor, Ich würde einem Menschen sein Sterbedatum verkünden. Wie würde er sich verhalten? In fast allen Fällen so, wie das Kaninchen beim Anblick einer Schlange. Das heißt, er würde, bildhaft gesprochen, erstarren und hätte nur eines noch im Kopf: den Zeitpunkt seines Ablebens. Damit wäre er für den Rest seines noch verbleibenden Lebens – vor allem, wenn es sich nur noch um Wochen oder Monate handelt – fixiert auf ein Geschehen, mit dem er sich nicht auseinandersetzen möchte, das aber unweigerlich auf ihn zukommt, und vor dem er Angst hat.

Die wenigsten würden das Wissen um ihren Todestag gelassen hinnehmen, und bei den allerwenigsten würde sich anstelle von Angst eine innere Freude breitmachen, ihrem Ziel, der Wiedervereinigung mit Mir, nun ein gutes Stück näherzukommen; vorausgesetzt, sie hätten sich bemüht, Mein Liebesgebot in ihrem Leben umzusetzen so gut sie es vermochten und wären sich nun sicher, keine oder nur noch wenig seelische und auch menschliche Altlasten mehr mit sich herumzutragen.

Wie aber würde sich die große Mehrheit verhalten, sofern sie Meinen Worten überhaupt Glauben schenkte? Eure Herzenslogik ist gefragt!

Nun übertragt diese Parabel auf euer Weltgeschehen und den eintretenden Umbruch unter dem Gesichtspunkt, dass ihr genau wüsstet, wann, wie und wo sich die Schleusen des Schicksals zu öffnen beginnen – ganz abgesehen davon, dass sie sich für diejenigen schon geöffnet haben, die sehenden Auges in die Welt schauen und mit einem offenen Herzen durch ihren Tag gehen …

Als Jesus gab Ich den Menschen das Gleichnis von den klugen und von den törichten Jungfrauen, von denen sich die einen auf die Ankunft des Bräutigams vorbereiteten, indem sie Öl in ihren Lampen hatten, die anderen nicht. Das Bild bedarf keiner näheren Erklärung. Auch die Jungfrauen wussten nicht um die Stunde der Ankunft des Bräutigams.

Da Ich einem jeden den freien Willen gegeben habe, sich in jeder Situation so oder so zu verhalten, das heißt sich für Mich und ein Bemühen um die gelebte Liebe zu entscheiden oder dagegen, würde die Nennung eines konkreten Zeitpunktes einem Druckmittel sondergleichen entsprechen, das – wenn überhaupt – eine „erzwungene‟ Änderung aus ängstlichen Gründen hervorrufen würde, um einer unsicheren Zukunft im Jenseits möglichst aus dem Weg zu gehen. Könnte aber ein solches Verhalten, das im Kern keine freie Entscheidung aus Liebe zu Mir enthält, wirklich in der Seele eines so handelnden Menschen etwas Positives bewirken?

Ich habe für die seelische Entwicklung Meiner Menschenkinder etwas anderes vorgesehen: Nämlich auf der Basis der Freiwilligkeit eine Hinwendung und schließlich eine Hingabe an Mich, die Liebe, was selbstverständlich – egal wie sich ein Kind verhält – niemals eine Strafe Meinerseits nach sich zieht; nach sich ziehen kann, weil sich die Inanspruchnahme, die Anwendung des freien Willens nicht verträgt mit Repressalien gleich welcher Art.

Damit habe Ich aber gleichzeitig die Verantwortung für jegliche Handlungsweise in die Hände eines jeden Sohnes und einer jeden Tochter gelegt. Denn ihr seid freie Geschöpfe des Himmels, und es ist eure Aufgabe, wieder zu solchen zu werden. Dass dies nicht einfach ist auf dem Schmelztiegel „Erde‟, weiß keiner besser als Ich. Und deshalb schafft es auch kein Mensch aus eigener Kraft, sondern nur mit Meiner Hilfe. Er muss sich aber darüber im Klaren sein, dass es nichts bringen kann, eine Veränderung seines Wesens zum Guten hin auf den Sankt-Nimmerleins-Tag zu verschieben in der Hoffnung, später noch genügend Zeit für die erforderliche Innere Arbeit zu haben.

Es gibt daher nur einen Weg, um der Gefahr aus dem Weg zu gehen, von den Geschehnissen aufgeschreckt und vielleicht sogar überrollt zu werden. Es ist die einzige Möglichkeit, in aller Ruhe allem entgegensehen zu können, was sich am Horizont schon auftürmt. Ich habe sie euch schon wiederholt ans Herz gelegt:

Weil es kein Muss in Meiner Schöpfung gibt, sage Ich euch, dass ihr im eigenen Interesse so weit auf dem Laufenden sein solltet, dass – egal was die nahe und ferne Zukunft bringt – euch nichts überraschen kann, sodass ihr auf die Schnelle versuchen müsst, dieses oder jenes noch nachzuholen, was eigentlich schon längst hätte erledigt werden sollen.

Darunter verstehe Ich – und wer offenen Herzens ist, der weiß, was Ich meine – alle die noch nicht angepackten „Geschäfte‟, die euch bei einem genaueren Hinschauen, bei einer ehrlichen Inventur eures Inneren, ins Bewusstsein kommen. Es können zum Beispiel Geschäfte der äußeren und inneren Ordnung sein, um die ihr schon lange wisst. Der Mensch ist sehr erfindungsreich, wenn es darum geht, Gründe dafür zu finden, sich – noch – nicht an die Aufarbeitung so mancher seinerBaustellen‟ zu machen.

Aber, Meine Geliebten, ihr wisst auch, dass dies niemals eine Lösung sein kann. Wenn der Mensch etwas nicht sehen will, dann sorgt Mein Gesetz dafür, dass es über kurz oder lang in sein Blickfeld kommt. Und wenn er es dennoch partout nicht beachtet, stellt ein anderer Aspekt Meines Gesetzes die Weichen, sodass das Anzupackende schließlich gesehen und gehört wird, weil es anders nicht mehr geht; weil die Zeit des Verdrängens und des Ausweichens abgelaufen ist.

Geschieht so etwas, dann sehen die wenigsten darin ein Einschreiten Meiner Liebe. Doch gerade weil Ich euch liebe, kann und werde Ich nicht wegsehen oder still halten, wenn Ich die Not sehe, in die sich ein Kind gebracht hat, oder die ihm in absehbarer Zeit droht, wenn alles seinen alten, gewohnten Gang nehmen würde.

 

*

 

 

Wer also auf dem Laufenden ist, für den spielt der Zeitpunkt, wann künftig etwas geschieht, keine große Rolle mehr. Seine Angst davor, Unerledigtes zurückzulassen oder von noch schwelenden, später wirksam werdenden Belastungen der Vergangenheit eingeholt werden zu können, hat sich verflüchtigt. Es gibt sie nicht mehr; alles ist mit Meiner Hilfe aufgelöst, weil Meine Liebe und Barmherzigkeit ins Spiel gekommen sind. Und neben den unnützen Ängsten haben auch viele negativen Gedanken ihre Kraft verloren, wobei im Nachhinein erkannt wird, dass all das um die Zukunft kreisende Denken und die damit verbundenen Vorstellungen außer einer Schwere im Gemüt und der Schwierigkeit, Mir in liebevollen Empfindungen nahe zu sein, nichts gebracht haben.

Könnt ihr nachvollziehen, was für einen Gewinn an positiven Gefühlen und Gedanken das einem Menschen bringt, der sich daranmacht – oder diese Innere Arbeit schon hinter sich hat –, mit Mir aufs Laufende zu kommen? Und damit kommt er gleichzeitig mit sich und seinen Mitmenschen ins Reine. Es bleibt gar nicht aus, dass das so sehr gewünschte Vertrauen wächst und wächst. Seine Gedanken kommen zur Ruhe, er hat wieder „mentale Kapazität‟ frei, die er nutzbringend für andere und für sich selbst einsetzen kann.

Er wird, auf einen einfachen Nenner gebracht, schrittweise ein anderer, ein neuer Mensch, der wieder offen ist für die wirklich wichtigen Dinge des Lebens. Er hat das Band zwischen Mir und sich wieder fester geknüpft. Und wenn er in seinem Bemühen nicht nachlässt, wird unsere Vater-Kind-Verbindung so gestärkt, dass ihn nichts mehr erschüttern kann. Dann wird er einer von jenen, in denen sich die Freude breitmacht, der Wiedervereinigung mit Mir spürbar näherzukommen.

Zukunft, wo ist dein Stachel?

Wäre das auch für dich ein erstrebenswertes Ziel, mit Mir Sorgen und Ängste um die Zukunft abzustreifen und Mich und Meine Führung in deinem Leben noch intensiver zu erfahren als bisher? Wenn ja, dann zögere nicht und erfasse Meine Hand, die Ich dir immer und immer wieder entgegenstrecke, Mein geliebter Sohn, Meine geliebte Tochter.

 

*

 

 

Auf dem Laufenden zu sein bedeutet auch, sich mit seiner Vergangenheit auseinandergesetzt zu haben. Und an diesem Punkt hat die Gegenseite viele Hürden aufgebaut. Auf eine der höchsten werdet ihr treffen, wenn es darum geht, mit den Mitmenschen Frieden zu schließen, mit denen ihr noch nicht wieder in Harmonie lebt.

Die Gefahr, die hier lauert, hat mehrere Seiten. Eine davon besteht darin, sich etwas vorzumachen, was die Beziehung zu einem anderen oder zu mehreren Menschen betrifft, indem man beim oft nicht zu vermeidenden Miteinander an der Oberfläche bleibt um zu verhindern, dass aus tieferliegenden Schichten Disharmonisches emporsteigt.

Eine andere betrifft das Vergeben und das Um-Vergebung-Bitten. Beides ist nicht einfach.

Beim Vergeben fordert oftmals noch ein verletztes Ego ein Mitspracherecht. Ob ihr ihm dieses „Recht‟ einräumt, hängt unter anderem damit zusammen, ob euch noch Empfindungen und Gedanken der Vergeltung beherrschen. Manchmal scheint es so, als wäre das nicht mehr der Fall, und ihr würdet, darauf angesprochen, entsprechende Überlegungen weit von euch weisen. Prüft euch aber dennoch, ob wirklich keine Reste mehr vorhanden sind. Sie verstecken sich oft in dem Gefühl einer gewissen Überlegenheit dem Nächsten gegenüber, über den ihr, so scheint es euch vielleicht, auf diese Weise noch mehr oder weniger Macht habt.

Dabei wird oft vergessen, dass der, welcher so handelt, in Wirklichkeit derjenige ist, der noch gebunden ist an seine Schwäche, ein in seinen Augen begangenes Unrecht nicht vergeben zu können. Wobei es sein kann, dass der andere, sein Gegenpart, durch seine Einsicht, seine Reue und seine Bitte um Vergebung mit Meiner Hilfe schon teilweise oder ganz von seiner Schuld befreit ist.

Wenn es um das Um-Vergebung-Bitten geht, wird oft ein Aspekt übersehen, der entscheidend dafür ist, ob eine Bereinigung tatsächlich und auf Dauer erfolgt, oder ob es nur bei Worten bleibt, die keine nachhaltige Wirkung haben können und haben werden. Ich will euch erklären, was es damit auf sich hat.

Wenn ein Dieb von sich aus um Vergebung für sein Verhalten bittet, setzt man voraus, dass Einsicht und Reue vorhanden sind, und dass natürlich das gestohlene Gut zurückgegeben wird. Erfolgt keine Rückgabe, obwohl dies möglich wäre, sondern bleibt es bei einer verbalen Entschuldigung, so kann man mit Recht davon ausgehen, dass die Bitte um Vergebung nicht ernst gemeint war, denn die mögliche Wiedergutmachung fehlte.

Wie aber sieht es aus, wenn es nicht um etwas Materielles geht, sondern beispielsweise um Verhaltensweisen, die aber sehr wohl ihre handfesten Auswirkungen im Alltag haben? Es ist gut, richtig und wichtig, um Vergebung für das falsche Tun zu bitten; wenn aber nicht gleichzeitig daran gearbeitet wird, den zugrundeliegenden Fehler abzustellen, bleibt es bei Worthülsen. Die Folge ist, dass der Streit nicht wirklich aus der Welt ist, weil zwar eine Absichtserklärung ausgesprochen wurde, die Umsetzung, das Einüben und Praktizieren eines neuen Verhaltens aber nicht angegangen wurde.

Im besten Fall macht man sich dann etwas vor; die seelische Belastung besteht aber weiterhin. Dass derjenige auf dem Laufenden ist, kann in einem solchen Fall wohl kaum im Ernst angenommen werden.

Ich habe diesen Punkt bewusst gewählt und erwähnt, weil mit der Erkenntnis, wirksam und nachhaltig um Vergebung bitten zu müssen, wenn eine Seelenschuld bereinigt werden soll, gleichzeitig auch die Notwendigkeit besteht, an die Innere Arbeit heranzugehen. Das wird nur allzu oft vergessen oder übersehen, aber es gehört mit zu den „Aufräumungsarbeiten‟, die es euch erst ermöglichen, nach und nach aufs Laufende zu kommen.

Wer diesen Weg als den richtigen erkannt hat, um frei zu werden von seinen bedrückenden Gedanken an die Zukunft, der wird nicht lange zögern, Meine Hand zu ergreifen und Mein Angebot anzunehmen, ihm bei allem zu helfen, das möglichst bald angehen zu können, was noch zur Bearbeitung ansteht.

Du brauchst, um mit Mir zusammenzuarbeiten, keine zusätzliche Zeit aufzuwenden. Du brauchst keine Kurse zu belegen. Du brauchst nirgendwo Mitglied zu werden. Du brauchst dir keine Gedanken darüber zu machen, was du zu bezahlen hast, weil keine Kosten anfallen. Dafür kannst du absolut sicher sein, dass Meine Hilfe die einzig wirklich wirksame ist, die du in der gesamten Schöpfung findest; und dass Ich der Einzige Bin, bei und in dem du die Sicherheit findest, nach der du dich sehnst; und dass du positive Auswirkungen auf Körper und Seele feststellen wirst. Und schließlich: Dass dein Vertrauen groß und größer wird, und du im Rückblick kopfschüttelnd auf deine früheren Zweifel und Unsicherheiten schaust.

Von dir brauche Ich lediglich dein Ja und, wenn es dir schon möglich ist, ab und zu ein von innen herausstrahlendes Lächeln, wenn du an Mich denkst; und dann noch ein wenig Freude, die aber im Verlaufe unseres gemeinsamen Weges mehr und mehr wird; und schließlich deinen Mut, künftig positiver in deine Zukunft zu schauen als bisher. Nicht zu vergessen: Bleibe an Meiner Seite, was immer auch geschieht.

Und weil Ich auf diejenigen, die sich Mir anvertrauen, Meine Hand lege, sage Ich noch einmal: „Zukunft, wo ist dein Stachel? Wie willst du diejenigen sorgenschwer machen und ängstigen, die sich zu Mir bekennen?‟

Amen

 

 

(1) siehe hierzu u. a. die Offenbarung vom 28. 7. 2021 „Vertrauen leicht gemacht‟

(2) Dazu passt:

 

 

Die Trauerreden sind gehalten

 

Die Trauerreden sind gehalten,

die kleine Totenglocke schweigt.

Nun soll ein milder Richter walten.

Du bist gespannt, wie er sich zeigt?

 

Das ganze Umfeld lässt dich fragen,

weil es für dich so fremd und neu,

ob das – du wagst es kaum zu sagen –

eventuell der Himmel sei?

 

Da öffnen sich die Nebelwände,

dein Fragen also hat genützt.

Doch dann erzittern deine Hände,

als du erkennst, wer vor dir sitzt.

 

Du selber bist es, der dich richtet,

du selber legst den Maßstab an.

Wie gerne wärest du geflüchtet,

nur dass man hier nicht flüchten kann.

 

Der erste Schrecken ist vorüber.

Du lebst noch. Oder bist du tot?

Der Richter schweigt. Nichts ist dir lieber,

du witterst wieder Morgenrot.

 

Doch unter seinen Richterblicken,

da gibst du schließlich auf und fragst:

Was schaust du so? Muss ich mich bücken?

Muss ich bereu’n, was du mir sagst?

 

Was tat ich Schlimmes in den Jahren?

Ich war geachtet und verehrt,

und manchen, der noch unerfahren,

hab’ ich des Geldes Reiz gelehrt.

 

Ich hatte Kraft, ich hab’ genommen

und kam fast immer an mein Ziel.

Auch Bettler haben was bekommen,

wenn mir ihr Fideln gut gefiel.

 

Ich habe Schätze hinterlassen,

mein Name wurde oft genannt.

Es gibt wohl welche, die mich hassen,

und fraßen doch aus meiner Hand. –

 

Sodann folgt eine große Stille,

in der dich leise Angst beschleicht,

ob wirklich auch des Richters Wille

zum guten Urteil dir gereicht.

 

Du hörst dich plötzlich selber sprechen

und siehst dich leicht erschrocken an:

Das also waren deine Schwächen.

Jetzt sieh’, was deine Liebe kann.

 

So öffne dich und lass uns schauen,

was du in deinem Herzen trägst.

Alleine darauf kannst du bauen,

wenn Für und Wider du erwägst. –

 

Du suchst in deinen tiefsten Tiefen,

jedoch die Hände sind fast leer;

die Stimmen, die im Herz dich riefen –

du hörtest sie schon lang’ nicht mehr.

 

Dann aber hörst du selbst dich fragen:

Wer hat die Liebe dich gelehrt?

Da wirst du zu dir selber sagen:

Ich hab’ mich nie darum geschert.

 

Im Lichte deines eig’nen Sichtens

erkennst du dich, und es bedarf

nicht eines and’ren, fremden Richtens,

nicht eines Steins, den jemand warf.

 

So weit, so gut. Kommt jetzt das Feuer,

mit dem Gott Seine Kinder schreckt?

Wird deine Strafe sündhaft teuer,

weil Er dich – du dich selbst! – entdeckt?

 

Was will dir denn gerecht erscheinen?

Was soll denn nun mit dir gescheh’n?

Verliert ein Schöpfergott die Seinen?

Kannst du darin die Liebe seh’n?

 

Der Himmel kann nur Liebe geben.

Er öffnet seine Tore weit,

bis nach erneuten Erdenleben

du für den Himmel bist bereit.

 

 

aus: Verlasse dich auf deines Herzens leisen Klang