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Aus Liebe zu Gott

Offenbarung vom 15. April 2018


 

Die Ansprache Gottes an den Menschen bzw. durch den Menschen vollzieht sich, wie alles in der Schöpfung, nach unumstößlichen, geistigen Gesetzmäßigkeiten. Die unterschiedlichen Schwerpunkte und Betrachtungsweisen in den Offenbarungen ergeben sich durch die göttli­chen Grundaspekte der Ordnung, des Willens, der Weisheit, des Ernstes, der Geduld, der Lie­be und der Barmherzigkeit, entsprechend auch der geistigen Mentalität desjenigen, der das Offenbarungswort aufnimmt. In und über allem aber wirkt die Liebe als Träger aller Offen­barungen, ohne die ein echtes Gotteswort nicht möglich ist.


 

 

Göttliche Offenbarung

 

 

Meine Söhne und Töchter, Ich Bin! Dieses Wort drückt auch nicht im entferntesten aus, was es an Grö­ße, Tiefe, Macht, Vollkommenheit, Absolutheit, Grenzenlosigkeit und mehr beinhaltet. Die menschliche Sprache ist nicht dafür geeignet, Meine allumfassende Gottheit verständlich zu machen. Kein Geschöpf, auch nicht eure himmlischen Geschwister, die mit Mir im ewigen Licht leben, kann bis in den letzten Winkel Meiner Wesenheit vordringen – nicht, weil Ich etwas vor ihm verberge, oder weil Ich eigensüch­tig Geheimnisse für Mich behalte, sondern weil nichts, was geschaffen ist, von gleichem Rang und glei­cher Größe ist wie die Kraft, die es erschaffen hat.

Ihr könnt das „Ich Bin“ übersetzen mit „Gott ist alles“, was auch oft genug geschieht, was aber eben­so oft einfach nur so dahingesprochen wird, ohne über die tiefe Bedeutung dieser einfachen Wahrheit nachzudenken oder sie wirklich zu erfassen. Wer an sie glaubt und sich dabei der Herzenslogik bedient, die Ich euch lehre, muß – wenn er zu Ende denkt – zu Einsichten gelangen, die oftmals sein bisheriges Weltbild auf den Kopf stellen; und er wird sich Fragen stellen müssen, die nicht immer ganz bequem sind, und deren Antworten ihn dazu bewegen könnten, einiges ändern zu wollen. Es werden aber auch viele Antworten darunter sein, die ihn erleichtert aufatmen lassen, weil außer einer bisherigen vagen Hoffnung auf einmal vieles zur Gewißheit wird, was zuvor ungeklärt oder sogar ängstigend und belas­tend war, nun aber plötzlich alles in einem helleren Licht und einer lebensbejahenden Zukunft erschei­nen läßt.

Weil Meine einfache Lehre der Liebe, die Ich euch als Jesus von Nazareth gab, in entscheidenden Punkten abgeändert und verfälscht wurde, fehlen Meinen Menschenkindern die richtigen Anleitungen für ein direktes, intensives, freudiges und vertrauensvolles Zusammenleben mit Mir. Und weil diese Än­derungen und Verfälschungen bis heute nicht zurückgenommen wurden, und dadurch – wenn überhaupt – von den meisten Menschen eine Religiosität auf einer falschen Grundlage, auf schwankendem Boden gelebt wird, verstrickt sich die Menschheit mehr und mehr. Sie ist abgeglitten in die Niederungen eines selbstgeschaffenen Schicksals. Wie werden die Früchte dieser Saat aussehen?

Die Not wird groß und größer, die gegen Mich gerichteten Anklagen nehmen ebenso zu wie die Hil­ferufe und Gebete. Verunsicherung und Unglaube haben sich breitgemacht, die die Kräfte der Finsternis mit Ablenkungsmanövern aller Art, mit Nichtig- und Belanglosigkeiten und einem verstärkten Blick auf die angeblich täglichen Notwendigkeiten zu kaschieren versuchen. In Wirklichkeit warten sie nur dar­auf, daß die Saat aufgeht. Die ersten Anzeichen sind nicht mehr zu übersehen. Nur die Ignoranten, die Ungläubigen, die Unwissenden und die, die in den Tag hineinleben, halten ihre Augen noch geschlos­sen.

Ein Wanderer in ihm unbekannten Gelände, dem ohne sein Wissen die Wanderkarte weggenommen und durch eine Karte mit falschen Ortsangaben und fehlenden Wegbeschreibungen ersetzt wurde, wird mit großer Wahrscheinlichkeit in die Irre gehen, zumal dann, wenn er der ihm vorliegenden Karte und den Versicherungen, sie sei die richtige, blind vertraut.

Alle Menschen gleichen Wanderern. Die meisten wissen nicht einmal, daß sie unterwegs sind. Sie halten sich ohne großes Nachdenken an Überliefertes oder Althergebrachtes; manchmal erkennen sie die Unlogik und Fehler in den Erklärungen, die ihnen zum Sinn ihres Lebens gegeben werden, meistens aber – sofern sie sie überhaupt bemerken – gehen sie über solche Unstimmigkeiten hinweg, denn sie ha­ben gelernt: „Da darfst du nicht weiterfragen, auch wenn es noch so widersprüchlich oder ungerecht ist, was Gott da tut. Gott läßt sich nicht in die Karten schauen.“ Und im für euch unsichtbaren Hintergrund reiben sich die negativen Kräfte voller Genugtuung die Hände …

 

 

*

 

 

Mein „Ich Bin“ enthält, da es alles umfaßt, auch Mein Gesetz. Viele Meiner Menschenkinder mögen den Begriff „Gesetz“ in Verbindung mit Gott nicht so sehr. Für sie Bin Ich die Liebe; alles andere wür­den sie am liebsten an die Seite tun, fordert es sie doch zum Nachdenken darüber heraus, inwieweit ihr Leben im Einklang mit Meinem Gesetz steht.

Ich Bin die Liebe! Liebe in einer Form, die euer ewiger Geist in euch kennt, zu der er – ihr – wieder strebt; Liebe, die ihr als Menschen in ihrer ganzen Fülle aber noch nicht erahnen könnt. In stillen Mo­menten hat sie euch schon angerührt, vielleicht zu Tränen bewegt, eure Sehnsucht angefacht und euch wieder aufgerichtet, wenn ihr kraftlos wart. Erlebt habt ihr sie alle schon, oft ohne dies im Moment be­wußt wahrzunehmen. Wer geistig erwacht ist, dem ist klar, daß sie ununterbrochen sein Leben bestimmt, denn sie ist die Kraft, die alles – unmittelbar, immer und für immer – erhält.

Liebe ist Mein Wesen, Liebe ist die Grundlage Meiner Schöpfung, der sichtbaren und unsichtbaren. Das bedeutet aber nicht, daß alles andere unbedeutend ist. Auch ihr müßt, wenn ihr euer Leben erfolg­reich gestalten wollt, euren täglichen Verpflichtungen nachkommen. Ihr müßt die Dinge ordnen, mit Entschiedenheit und der nötigen Ernsthaftigkeit umsetzen, dabei die Weisheit nicht vernachlässigen und euch auch oft genug in Geduld üben, nur um ein paar der „Nebensächlichkeiten“ zu nennen, die oft weit, weit hinter die Liebe zurückgestellt werden, weil ja die Liebe das Wichtigste ist.

Das ist und bleibt sie, aber falsch verstanden wird sie zu einem Instrument, das die Dunkelheit gerne und mit Erfolg einsetzt, um euren Weg zu Mir zu blockieren. Mein Wort „liebe – und sonst nichts“ be­deutet ja nicht, daß ihr euch – unter Außerachtlassung anderer Gesetze – lediglich auf ein Wohl-Verhal­ten beschränken sollt, damit man euch mag; und weil ihr meint, ansonsten gegen das Gebot der Gottes- und Nächstenliebe zu verstoßen.

Es bedeutet, daß keine Notwendigkeit besteht, Mich durch andere Bemühungen und Anstrengungen, die Erfüllung von durch Menschen erdachte Vorschriften, die Beachtung von Verboten und die Pflege von Bräuchen, Riten und Traditionen „gnädig“ zu stimmen. Darin liegt der gravierende Fehler: zu glau­ben, dies hätte in irgendeiner Weise Einfluß auf das Seelenheil des Menschen oder wäre in Meinen Au­gen wohlgefällig. Heidnischer Glaube ging und geht so weit zu glauben, Mir ein Opfer bringen zu müs­sen als Sühne für eine Schuld. Aber auch euer christlicher Irrglaube ist mehr als nur ein Irrtum, weil er gezielt in die Welt gesetzt wurde, um Mein Gebot der Liebe zu verflachen und zu verwässern. Ich sprach davon vor nicht allzu langer Zeit.*)

Ich weiß sehr wohl, daß man sich an vielerlei Äußerlichkeiten gewöhnen kann, die dann oft zu einer Ersatzreligion werden, wobei der Kern des wahren religiösen Lebens mehr und mehr in den Hintergrund tritt. Solche liebgewonnen Gepflogenheiten werden als Verlust empfunden, wenn man auf sie verzichten soll; sind sie doch eine Art Korsett, in dem man sich gut aufgehoben fühlt, und mit dem man sich aus­kennt. Wie könnte die Lösung dieses Problems aussehen?

Wer etwas lassen oder loslassen soll, der wird dies nur dann freiwillig oder sogar freudig tun – und nur darum geht es, – wenn er einen gleichwertigen oder besseren Ersatz dafür bekommt. Ein Leben mit Mir, ein wirkliches, wahres, gemeinsames Leben im Alltag, wäre ein solcher Ausgleich; er wäre weit mehr als das. Doch dies zu erleben, es zu praktizieren, setzt zuerst einmal voraus, daß der Mensch um die Tatsache weiß, daß Ich in allem lebe, was Ich geschaffen habe! Es setzt die Kenntnis geistiger Ge­setzmäßigkeiten voraus, zu denen auch das Wissen um Meine Gegenwart in dir gehört, Meine Allge­genwart in allem.

Ich lebe also auch in dir. Ich Bin die Liebe in dir, die Kraft, mit der du reden kannst, und die dir ant­wortet, direkt und indirekt. Ich Bin mehr, als es alle Äußerlichkeiten jemals sein können. Ich Bin der, der als einziger das vermag, was der Wunsch deiner Seele – und vielleicht auch schon deines Menschen – ist: Dich in der Tiefe deines Wesens zum Guten, zum Positiven hin dauerhaft zu verändern; und das ohne Druck, ohne Vorwürfe, ohne Verbote, ohne Bedingungen und Vorurteile. Das vermag niemand an­deres; das vermögen keine Äußerlichkeiten und Techniken. Es macht alles überflüssig, was über „liebe – und sonst nichts“ hinausgeht.

Wenn du die Wahrheit in Meinen Worten erkennst und anerkennst, wenn du dich nach und nach frei machen möchtest von allen Bindungen, dann komm‘ zur Mir, sprich mit Mir, und Ich werde dir helfen, in deine innere Verbindung mit Mir hineinzuwachsen.

 

 

*

 

 

Ich spreche niemals ein Verbot aus, weil dies nicht mit dem freien Willen Meiner Geschöpfe zu verein­baren ist. Alle Religionen – oder besser: Ideologien – dieser Welt haben Verbote in ihren Lehren und Anweisungen. Und von denjenigen, die ihren Glauben ernstnehmen, werden, ihrem Vermögen entspre­chend, diese Verbote eingehalten, was nicht immer einfach ist und oft genug zu inneren Spannungen und äußeren Erschwernissen führt.

Meine Weisungen an Meine Kinder sind Gebote, keine Verbote. Sie sind in Meiner Liebe gegründet und zeigen den Weg auf, wie ihr leichter, freudiger und zuversichtlicher als bisher durchs Leben gehen könnt. Sie fordern nichts, sie helfen. Sie belasten nicht, sie sind Stütze. Sie verdunkeln nichts, sie klären auf. Sie drohen nicht, sie machen Mut. Sie engen nicht ein, sie machen frei.

Und doch fällt es vielen Menschen schwer, sich mit Meinen Gesetzmäßigkeiten vertraut zu machen und sie in ihrem Leben – und sei es nur ansatzweise – anzuwenden, so daß sie den viel schwereren Irr­weg der Verbots-Vorschriften gehen, ohne jemals daran zu denken, ob dies eigentlich Sinn macht; und auch ohne sich zu fragen, ob sie durch ihre religiöse Praxis freier, liebevoller, gelassener, angstfrei, wis­send und innerlich stärker geworden sind. Sie tun dies zumeist schon deshalb nicht, weil man sie nicht gelehrt hat, daß solches eine Folge ihrer Religionsübung sein sollte.

Einen Teil des Wissens um Meine Gesetzmäßigkeiten gab Ich denen mit, die Ich zu Meinen Lebzei­ten belehrte, soweit dies ihr Bewußtsein zuließ, und soweit sie es verstehen konnten. Dadurch, daß viele Mir voller Freude und Begeisterung nachfolgten, erschlossen sich in ihnen allmählich mehr der Wahr­heiten und Weisheiten der Himmel, was für jeden gilt, der den Weg mit Mir ging oder geht. Viele As­pekte Meines großen „Regelwerks der Liebe“ – womit Ich die Gesetze meine, die Meine Schöpfung re­gieren – waren ihnen vertraut.

Dieses Wissen zu unterdrücken, es zu verunstalten mit dem Ziel, daß mit einer irreführenden Weg­weisung das Ziel nur schwer zu erreichen ist, machte sich die Gegenseite zur Hauptaufgabe. In den ers­ten Jahrzehnten gelang dies kaum, weil ein inneres Erleben dagegenstand, das durch keine noch so raffi­nierte Auslegung erschüttert werden konnte. Das änderte sich schließlich aufgrund des massiven Vorge­hens der Dunkelkräfte. Der Wegweiser wurde verdreht, die Wanderkarte wurde überschrieben, das Ziel wurde zwar nach wie vor, wenn auch nur noch nebulös, beschrieben; viele Wanderer – durchweg mit bester Absicht – kamen jedoch vom direkten Weg ab.

Daß Ich die Liebe Bin, und daß Ich als Jesus Christus die Erlösung vollzog, ließ sich nicht aus der Welt schaffen; denn Ich brenne als die ewige Sehnsucht in jedem Herzen, und diese Flamme kann nicht verlöschen. Doch wenn Ich auf Gebote und Verbote reduziert werde, wenn Ich als der ferne Gott in die Weiten eines unbekannten Himmels verbannt werde, wenn Ich zum Schweigen gebracht werde, weil Meine Lehre der Feindesliebe und Vergebung und Mein aufklärendes Offenbarungswort nicht den Vor­stellungen Meiner selbsternannten Nachfolger entsprechen, dann wird es auch für den gutwilligsten und lernbegierigsten Menschen schwer, in einem Dickicht von falschen Vorstellungen noch die Spur der Wahrheit zu finden.

Und ohne das Wissen um Meine Gesetze und ihre Anwendung wird der Weg zurück möglicherweise ein sehr langer. Doch mit dem Wissen und mit seiner Umsetzung im Alltag, an Meiner Hand und mit Meiner Hilfe, wird die Macht der Dunkelkräfte gebrochen; und sie werden schließlich auch zur Erkennt­nis kommen und heimfinden, zurück in Meine Arme, denn auch die Gefallenen und ihr Anhang und die von ihr Verführten sind Meine Kinder und eure Brüder und Schwestern.

Weil die Rückkehr, verbunden mit Einsicht, Reue und Wiedergutmachung, nicht im Interesse der Finsternis ist, war und ist es nach wie vor ihr Bestreben, die Menschen in Unwissenheit zu halten und sie an das Negative, an das Gesetz von Ursache und Wirkung und an das Rad der Wiedergeburt zu bin­den.

Deshalb war es ihr so wichtig, Meine einfache Lehre der Liebe, in die Ich die Bergpredigt mit einbe­ziehe, als „für den Alltag untauglich“ zu erklären, sie in Teilen unverständlich zu machen und sie mit vielerlei Beiwerk auszuschmücken, das vom notwendigen, eigenen Bemühen ablenkt.

Und deshalb ist es jetzt, in eurer Zeit, in der alle Werte auf den Kopf gestellt werden, so wichtig, daß ihr die euch bisher verschwiegenen oder falsch dargestellten Zusammenhänge erkennt; aber auch, daß ihr von eurem Verstand Gebrauch macht, und daß ihr – in Liebe – mit der Herzenslogik arbeitet, damit man euch nicht mehr täuschen kann. Denn als Meine Söhne und Töchter, die Meine Weisheit in sich tra­gen, müßt ihr erkennen lernen, wie der Widersacher arbeitet. Das gilt nicht nur für euren Inneren Weg zu Mir, sondern auch für das, was sich auf eurer Erde abspielt. Ohne geistige Gesetzmäßigkeiten zu kennen und ohne sie an euer Weltgeschehen anzulegen, gleicht ihr einem Schilfrohr, das hilflos vom Wind mal in die eine, dann wieder in die andere Richtung bewegt wird.

 

 

*

 

 

Aus der Vielzahl der Aspekte Meiner Gesetzmäßigkeiten greife Ich einen heraus, um euch zum einen an diesem Beispiel die Verdrehung Meiner Lehre aufzuzeigen, und um euch zum anderen dafür zu sensibi­lisieren, mit eurer Herzenslogik zu arbeiten und auf diese Weise selbst zu richtigen Antworten zu finden. Es geht um Meine Barmherzigkeit, um die Vergebung durch Mich, aber auch um euer Vermögen – lang­fristig gesehen um die Notwendigkeit, – vergeben zu können und um Vergebung zu bitten.

Die Liebe, die Ich Bin, trägt keinerlei Spuren von Vergeltung, Rache oder Bestrafung in sich. Ich Bin auch nicht nachtragend. Ich reagiere daher auch nicht mit irgendwelchen Gegenmaßnahmen, wie dies bei euch Menschen üblich ist. Wenn jemand gegen Mein göttliches Gesetz verstößt, nehme Ich das nicht persönlich. Keiner kann Mich verletzen, keiner kann Mich beleidigen, keiner kann Mich „im Inneren treffen“, weil Ich als die Vollkommenheit von allen Versuchen dieser Art nicht erreicht werden kann.

Menschliches Denken und Empfinden haben Mir solche Eigenschaften zugeschrieben, weil man sich nicht vorstellen konnte, was die Liebe ertragen kann und zu vergeben bereit ist. Ein ehrlicher und von jedem negativ-menschlichen Gebaren freier Blick auf das Verhalten Jesu vor seiner Kreuzigung und später auf Golgatha hätte euch die Wahrheit erkennen lassen können.

Der freie Wille eines jeden Geschöpfes ist der Schlüssel für die richtige Antwort auf die Frage, ob Ich in der Lage Bin, ohne Wenn und Aber alles zu vergeben. Könnt ihr euch vorstellen, jemandem die abso­lute Freiheit über seine Handlungen zu lassen, ihn aber dann dafür zu bestrafen, daß er diese Freiheit gebraucht? Die Antwort liegt auf der Hand: Das kann nicht sein. Und wenn er sie mißbraucht? Er hat die Freiheit, sie zu mißbrauchen! Diese Möglichkeit des Mißbrauchs ist von Mir, dem „Freiheitsgeber“, von vornherein einkalkuliert worden, weil es mit einer Einschränkung, gleich welcher Art, keine voll­kommene Freiheit gewesen wäre.

Aber Ich mußte eine Regel in Mein Gesetz einbauen, die denjenigen, der mit seiner Freiheit das Ge­setz der Liebe nicht beachtet, auf sein ungesetzmäßiges Tun hinweist und ihn dazu bewegt, über kurz oder lang sein Verhalten zu ändern. Mit dem ersten Mißbrauch trat das Gesetz von Ursache und Wir­kung in Kraft.

Jede ungesetzmäßige Handlung erzeugt Disharmonie; Disharmonie schafft Unordnung. Diese kann auf Dauer keinen Bestand haben, weil ansonsten die Struktur der Schöpfung gefährdet wäre. Daher führt Mein Wille alles, was aus der Harmonie und Ordnung herausgefallen ist, wieder in den Zustand und an den Platz zurück, der ein vollkommenes, auf der Liebe gegründetes Miteinander sicherstellt. Ist die ur­sprüngliche Einheit wiederhergestellt oder besteht allein der ehrliche, von Herzen kommende Wunsch, Sündhaftes zu lassen und künftig anders zu handeln, dann gibt es keinen Grund, den Verursacher noch zu maßregeln, mit ihm ins Gericht zu gehen oder einer aufrichtigen Bitte um Vergebung nicht nachzu­kommen. Denn Ich, dein Vater, Bin nicht nachtragend, rachsüchtig, zornig oder züchtige dich nicht wegen deines Vergehens. Ganz gleich, was man dir erzählt.

Komm daher zu Mir, Mein geliebtes Kind. Komm in dein Inneres, dort lebe Ich. Dort kannst du dei­ne Sorgen abladen, dort kannst du mit Mir sprechen. Wenn dies in der Erkenntnis geschieht, falsch ge­handelt zu haben, wenn Reue dein Herz betrübt, und wenn du Mich um Vergebung bittest für dein lieb­loses, egoistisches oder von Emotionen bestimmtes Denken und Handeln – dann ist dir im gleichen Augenblick vergeben! Die Waagschale, die bisher deine Schuld trug, ist leer.

Was nicht bedeutet, daß nicht unter Umständen das wieder gutgemacht werden muß, was durch dich verursacht wurde. Denn es muß ein Ausgleich, energetischer und vielleicht auch materieller Art, ge­schaffen werden, auf daß die Waagschalen sich wieder auf die gleiche Höhe einpendeln. Es heißt auch nicht, daß du nun nicht mehr zu dem oder den Betroffenen gehen mußt. Auch dort mußt du um Verzei­hung für dein falsches Verhalten bitten; und du mußt dir auch selbst verzeihen, falls dies nötig ist.

Aber du bist mit deiner inneren Hinwendung zu Mir von der Seelenlast befreit, die dich unglücklich und unfrei gemacht hat. Das allein vermögen nur Meine übergroße Liebe und Meine Barmherzigkeit, die dir die Türen öffnen für eine neue, unbelastete Spanne deines irdischen Lebens, auch wenn es noch viel zu lernen gibt, wenn noch Innere Arbeit auf dich wartet.

Ich halte dich also niemals in einer irgendwie gearteten Schuld – sofern du bereust und dich bemühst, ein anderes Handeln zu praktizieren. In Schuldgefühlen hält dich Mein und dein Gegenspieler, der die Menschen um so leichter lenken und beeinflussen kann, je mehr sie sich in ihrer Unwissenheit in Trotz, Angst und Depressionen vergraben.

Du kannst es auf den einfachen Nenner bringen: Reue, die dich frei macht, ist von Mir, weil sie dir den Weg zeigt, der dich zu Mir führt. Schuldgefühle sind vom Teufel!

Die gleiche Fähigkeit und Größe, anderen zu vergeben, die dir geschadet oder wehgetan haben, liegt auch in dir. Wenn du dazu noch nicht bereit bist, gebe Ich dir zu bedenken, daß du dir damit selbst scha­dest. Denn früher oder später richtet sich eine Unversöhnlichkeit immer gegen den, der die Hand, die sich ihm entgegenstreckt, nicht ergreift, oder der weiterhin „das Tier in sich füttert“, das ihn nicht zur Ruhe kommen läßt.

„Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern ...“

 

 

*

 

 

Dieses Beispiel steht für eines von vielen. Es zeigt dir die Unerläßlichkeit, Meine aus der Liebe hervor­gegangenen Gesetzmäßigkeiten kennen und verstehen zu lernen. So erwachst du immer mehr und be­ginnst, eigenverantwortlich zu denken und zu handeln. So werdet ihr zu Söhnen und Töchter Meiner Liebe, die sich mit vielen anderen daran gemacht haben, durch ihr Leben von Meiner Liebe zu künden.

Mein Segen für eine solche Entscheidung ruht auf dir. Er ruht auf allen, die Ernst machen mit Meiner Nachfolge, die Meine Worte nicht nur lesen oder hören, sondern sie in ihrem Leben anwenden.

Amen

 

 

 

 

*) Meine Söhne und Töchter, schlimmer als alle Unterdrückung, als alle Unterwerfung und alle Zwangsmaßnahmen war die Verfälschung der Lehre der Liebe mit der Folge einer Verschleierung der Wahrheit, die seitdem besteht und – oftmals gegen besseres Wissen – nach wie vor als Mein Wort ausgegeben wird. (Offenbarung vom 14. 1. 2018)