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Aus Liebe zu Gott

Offenbarung vom 18. Oktober 2018


 

Die Ansprache Gottes an den Menschen bzw. durch den Menschen vollzieht sich, wie alles in der Schöpfung, nach unumstößlichen, geistigen Gesetzmäßigkeiten. Die unterschiedlichen Schwerpunkte und Betrachtungsweisen in den Offenbarungen ergeben sich durch die göttli­chen Grundaspekte der Ordnung, des Willens, der Weisheit, des Ernstes, der Geduld, der Lie­be und der Barmherzigkeit, entsprechend auch der geistigen Mentalität desjenigen, der das Offenbarungswort aufnimmt. In und über allem aber wirkt die Liebe als Träger aller Offen­barungen, ohne die ein echtes Gotteswort nicht möglich ist.

 

 

 

Göttliche Offenbarung

 

 

Meine geliebten Söhne und Töchter, zu der großen Unwissenheit, die wie eine Glocke aus dichtem Nebel über der Menschheit und über weiten Bereichen der Astralebenen liegt, gehört das Thema „Leben nach dem Tod“, das euch immer wieder beschäftigt, teils aus Neugierde, aber zumeist aus Unsicherheit und wegen bewußter oder unbewußter Ängste. Dort, wo ihr Antworten sucht – bei Theologen, Philosophen, Wissenschaftlern und in der Esoterik –, bekommt ihr Erklärungen, die sich widersprechen, völlig unzureichend sind und euch nicht zufriedenstellen.

Dabei sind die Antworten da, manche sogar in einer Ausführlichkeit, die gerade durch ihre Details oft ins Reich der Phantasie verschoben werden. Die meisten Erklärungen aber werden aufgrund ihrer erkennbaren Unlogik nicht an- und ernst genommen oder wegen ihres angstmachenden Charakters abgelehnt; oder sie führen gerade wegen der Furchtsamkeit, die sie auslösen, und der entstehenden und verbleibenden inneren Unruhe dazu, daß ihr euch nicht weiter mit diesem so überaus wichtigen Thema beschäftigt.

Warum auch immer für die meisten Meiner Menschenkinder und auch für viele der Seelen im Jenseits diese Gedanken ein Tabu darstellen hat seinen Grund: Auch hier hat die Gegenseite gezielt angesetzt und durch Desinformationen weitverbreitete, falsche Vorstellungen bis hin zur totalen Ahnungslosigkeit entstehen lassen und damit ein Klima des „Am-liebsten-nicht-wissen-Wollens“ geschaffen. Das aber führt direkt dazu, daß sich die Seelen nach der Ablösung von ihrem Körper vielfach aus den ihnen unbekannten und selbst geschaffenen Bindungen nicht befreien können. Sie sind dann auf ihrem Weg zu Mir nicht oder kaum vorangekommen.

Für diejenigen, die einer christlichen Gemeinschaft angehören, sollte ohnehin der sogenannte Tod nichts Bedrohliches darstellen, ob sie nun Genaueres über ein Leben in anderen Welten wissen oder nicht. Oft genug spricht eure Schrift davon, daß es kein „Aus“ gibt, wenn ihr die irdischen Augen schließt. Ich erinnere nur an die Aussagen „In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen“ und „Trachtet zuerst nach dem Reiche Gottes und seiner Gerechtigkeit, und alles andere wird euch hinzugegeben werden“.

Aus beiden – und vielen anderen – Versen läßt sich unschwer schließen, daß mit dem Vergehen des Körpers nicht das Ende erreicht ist. Ein Ende in dem Sinne gibt es ohnehin nicht; selbst der Wiedereintritt eures geistigen Wesens in die Unendlichkeit und Ewigkeit der Himmel ist nicht das Ende, allenfalls das Ende einer großen Reise, die mit dem Auszug aus den Himmeln begann und mit der Heimkehr ihr glückliches Ende findet. Dann erst beginnt euer wahres Leben, das ihr nie verloren hattet, das sich aber, bedingt durch eure individuellen Entscheidungen, auf unzählige und unterschiedliche Weisen dargestellt hat.

Trotz eurer zuvor angeführten Bibelworte sind soviel Ungläubigkeit, Zweifel, Bedenken und daraus resultierend Interesselosigkeit unter den Christen, wie ihr dies in anderen Religionen oder Ideologien nicht findet. Was nicht bedeutet, daß deren Vorstellungen und Lehren richtiger sind. Aber sie sind zumindest nicht in dem Maße mit der Angst behaftet, mit der ihr jahrhundertelang geknechtet wurdet, um euch zu willfährigen Mitläufern zu machen, die ohne eigenes Nachdenken verhaftet blieben in der Irrlehre, daß Ich Meine Kinder bestrafe; und daß Meine Strafe, Mein unbarmherziges Gesetz oder gar Mein Zorn denjenigen nach seinem körperlichen Sterben erwartet, der nicht den „Wahrheiten“ und Anweisungen eurer Kirchenvertreter entsprechend gelebt hat.

Daß es inzwischen vereinzelt – mit zunehmender Tendenz – Männer und Frauen gibt, die einen Gott der Liebe predigen und den Schwerpunkt nicht mehr auf Drohungen und Strafen legen, ist eine Entwicklung, die ihren Grund darin hat, daß es immer mehr aufgeweckte Seelen gibt, die Ich in ihrem Inneren erreichen und deren Bewußtsein Ich Schritt für Schritt verändern kann. Aber es ändert nichts an der offiziellen Linie, die Mein offenbarendes Gotteswort nicht zuläßt und damit weiterhin ein Wissen über euer Leben nach diesem Leben unterdrückt. Und vieles mehr.

 

 

*

 

 

Ich erinnere euch daran, daß eure Wissenschaft schon längst herausgefunden und damit bewiesen hat, daß man Energie nicht vernichten kann. Man kann sie umwandeln, man kann sie mißbrauchen, man kann sie verändern, hoch- und ‘runtertransformieren, man kann ihr eine andere Form und ein anderes Ziel geben und vieles mehr. Aber eines kann man nicht: Man kann sie nicht vernichten. Das hat seinen Grund darin, daß alle Energie – auch eure Materie ist nichts anderes als verdichtete Energie – auf eine einzige Quelle zurückzuführen ist: auf Mich, auf Meine ewig sich verströmende Kraft, auf das einzige „Perpetuum mobile“ der Schöpfung.

Und da es keine größere Kraft als Meine Kraft gibt, kann das von Mir Geschaffene nicht vernichtet werden oder ewig von Mir getrennt bleiben. Denn es ist Mein Wille, alles zu erhalten oder zu Mir zurückzuholen, was Mich verlassen hat!

Auch die Zweifler und Ungläubigen unter euch sollten das Naturgesetz der Nicht-Zerstörung von Energie1), das gleichzeitig auch ein geistiges Gesetz ist, anerkennen und sich, wenn sie denn zu zufriedenstellenden Antworten kommen möchten, der Herzenslogik bedienen. In Kombination mit dem Gesetz der Anziehung2) wird diese Form des Denkens und Erkennens zu einem Schlüssel, der „fast wie von alleine“ bisher verschlossene Türen und euch die Augen öffnen kann, sofern ihr dazu bereit seid. Wenn ihr zögert, weil ihr glaubt, daß dazu möglicherweise Mut gehört, weil man ein unbekanntes Land betritt, so sage Ich euch: Es gehört mehr Mut dazu, Augen und Ohren zu verschließen, denn das euch noch unbekannte Land werdet ihr ohnehin betreten. Vorbereitet oder sogar gut vorbereitet wird es eine Freude für euch werden, weil ihr in eure Freiheit treten werdet.

Legt für unsere weiteren Überlegungen die Tatsache zugrunde, daß alles an und in euch Energie ist: euer Körper ist Energie in stark verdichteter Form; eure Seele – zur Zeit noch eingeschlossen in euren Körper – ist ebenfalls Energie, aber feinstofflicher Art; der ewige Geist – zur Zeit noch eingeschlossen in Körper und Seele – ist höchstschwingende Energie aus den Himmeln.

Es ist den meisten von euch nicht neu, daß jede Empfindung, jeder Gedanke, jedes Wort und jede Tat Energie in sich tragen, die durch euch selbst hervorgerufen wird. Diese ist entweder hochschwingend, weil sie etwas Positives, Aufbauendes, Gutes in sich trägt – etwas, das in Meinem Liebegesetz gegründet ist – oder niederschwingend, weil sie etwas Egoistisches und Destruktives beinhaltet und damit nicht dem Gesetz der Liebe entspricht; abgesehen von dem vielen, was im Laufe des Tages „neutral“ durch euren Kopf geht und von euch umgesetzt wird. Damit wird durch die Verbindung, die zwischen Seele und Körper besteht, ununterbrochen eine wechselseitige Wirkung hervorgerufen. In jedem Moment eures Lebens – ja, eurer vielen Leben und auch eures ewigen Lebens – ist damit ein euch eigenes Bewußtsein entstanden, eine euch eigene Seelenbeschaffenheit, und nicht selten wird dadurch euer Körper beeinflußt oder geprägt.

Du, Mein Kind, bist du! Einmalig und jederzeit unverwechselbar. Du trägst alles in dir, was du bist; was du geworden bist durch vielerlei Einflüsse, die aber niemals auf dich zukommen konnten und können, ohne daß sie in irgendeiner Form eine Resonanz in dir gefunden hätten oder finden. Was aber auch nur deshalb geschehen konnte oder kann, weil du mit deinem freien Willen so entschieden hast oder entscheidest.

Um euren möglichen Einspruch gleich im Vorfeld zu entkräften: Jedes Geschöpf hat den freien Willen! Auch wenn es dir oftmals so erscheint, als wäre dies nicht der Fall! Doch durch seine Gedanken und sein Tun setzt jeder selbst seinem freien Willen immer wieder Begrenzungen, die ihn in Form von Gewohnheiten, Interessen, Wünschen und vielem mehr beherrschen. Obwohl er dann in entsprechenden Situationen weiß, wie zu handeln richtig wäre, dringt die Seele nicht bis zum Menschen durch, weil ihr die Kraft dazu fehlt. Dann handelt der momentan Stärkere von beiden – der Mensch. Er handelt so, wie es seinem freien Willen entspricht und folgt nicht dem Ruf seiner Seele und seines Gewissens.

Eine Entscheidung kann er aber, unabhängig von seiner seelischen Schwäche, trotzdem treffen: Die Entscheidung nämlich, Mich um Hilfe zu bitten bei seiner „Arbeit der Umkehr“, die für ihn allein zu schwer geworden ist. Ich werde eine solche Bitte niemals ignorieren.

 

 

*

 

 

Meine Söhne und Töchter, trennt euch endgültig von dem Gedanken, daß es einen Tod gibt, wie ihr ihn versteht3). Ja, trennt euch von der Vorstellung, daß es überhaupt etwas gibt, was ausgelöscht oder vernichtet werden kann. Es gibt nichts, gar nichts! Auch das kleinste geistige Energieteilchen, das durch Meine Liebe-Kraft-Quelle sein Leben erhalten hat, wird auf ewig existieren und sich dabei entsprechend den Gesetzen der Evolution entwickeln.

Behaltet den Lehrsatz der Energieerhaltung in Erinnerung, und laßt euch das Wissen zum stetigen Begleiter werden, daß Ich bewahre, was Ich geschaffen habe. Diese beiden Erkenntnisse können zu den Grundsteinen eines unerschütterlichen Glaubens an Meine Liebe werden; und sie können euch jegliche Angst vor dem nehmen, was unweigerlich auf jeden Menschen zukommt, wenn seine Seele die „Welt hinter dem Schleier“ betritt; ganz gleich, was man euch gelehrt oder über was man euch im Unklaren gelassen hat.

Die landläufige Vorstellung, was den Tod betrifft, ist nicht nur falsch, sie zeitigt verheerende Folgen. Das, was ihr mit dem Namen „Tod“ belegt, ist lediglich eine Unterbrechung; es ist die Unterbrechung einer Form des Lebens, an die sich sofort – das heißt ohne Pause – eine neue Form des Lebens anschließt.

Es gibt nur Leben! Es findet für alle Wesen, die sich außerhalb der Himmel befinden, abwechselnd auf zwei Ebenen statt: auf der materiellen und auf der feinstofflichen, und zwar so lange, bis eine Weiter­entwicklung im Jenseits ohne eine erneute Inkarnation möglich ist.

Verläßt eine Seele ihren jenseitigen Bereich, dann tritt sie in die materielle Welt ein; sie findet ihren Platz in einem menschlichen Körper. Der Zufall bzw. das, was ihr darunter versteht, ist dabei ausgeschlossen wie alles in Meiner Schöpfung, weil alles Meinen göttlichen Gesetzmäßigkeiten folgt. Ohne Ausnahme.

Verläßt eine Seele ihren diesseitigen Bereich, dann tritt sie in die feinstoffliche Welt ein; sie findet ihren Platz in einer Sphäre, die ihrem Inneren, ihrer Schwingung oder Verfassung, entspricht. Damit sind ihre Stärken und Schwächen gemeint, die die Summe oder das Ergebnis ihres irdischen Lebens darstellen. Das Gesetz der Anziehung sorgt mit absoluter Präzision dafür, daß sie dort ihren künftigen Lebensraum und ihre künftigen Aufgaben vorfindet, wo sie hingehört; was aber in keinster Weise als abwertend anzusehen ist. Sie wird an dem Ort, in der Umgebung und unter den Umständen ihr Leben weiterführen, die auch auf Erden ihren Lebensinhalt dargestellt haben.

Dies entspricht zum einen Meiner Gerechtigkeit und zum anderen – zumindest in vielen Fällen – auch dem Wunsch der Seele, so zu leben; denn sie hat in ihrer neuen Heimat den gleichen freien Willen wie im Irdischen, sofern sie ihn nicht selbst zuvor durch ein gegen Mein Liebegesetz gerichtetes Leben so weit beschnitten hat, daß sie den Folgen ihrer früheren negativen Taten unterliegt.

Über das Jenseits und das dortige Leben haben sich bei Meinen Kindern viele Vorstellungen der unterschiedlichsten Art angehäuft, weil ihr Informationen aus nicht immer ganz reinen Quellen angenommen habt, deren Wahrheitsgehalt mit der Realität, wie sie dort wirklich vorherrscht, wenig bis nichts zu tun hat. Jede Welt – ganz gleich, ob es sich um die tiefsten Astralbereiche oder die ewig lichten Himmel handelt – ist ungleich wirklicher als das, was ihr auf Erden erlebt. Es ist eine Realität, die viel unmittelbarer erlebt wird, als ihr dies kennt. Das gilt sowohl für positive als auch für negative Erfahrungen, also für überschäumende und das ganze Wesen erfüllende Glückseligkeit als auch für Not und Schmerz, die als seelisches Leid erlebt werden.

Ihr betretet also keineswegs Örtlichkeiten oder Räume, die sich unwirklich oder lebensfern darstellen, vielleicht ein bißchen „nebelartig“ und wenig „handfest“, wie sich so mancher das Leben dort vorstellt. Nein, ihr lebt, und zwar in jeder Beziehung intensiver als zuvor. Es ist unmöglich, euch all die vielen Varianten aufzuzeigen, die es in den jenseitigen Welten gibt. Dies würde euch auch nichts nützen, weil es euch schließlich nur verwirren und euer Vorstellungsvermögen entweder überfordern oder durch eure Phantasie mit falschen Ideen und Bildern füllen würde.

Außerdem ist es ausschließlich wichtig, darüber nachzudenken und zu erkennen, wie es dir und dir und dir drüben ergehen mag. Denn darauf hast du Einfluß, da kannst du etwas ändern; alles andere wäre fruchtlos und lenkt dich möglicherweise von wichtigen Entscheidungen ab.

Durch das Sterben ändert sich nichts Grundlegendes an und in dir, außer daß du deinen irdischen Körper abgelegt hast. Du lebst weiter, du bist der oder die Gleiche – nur ohne materiellen Körper. Du empfindest, denkst, redest und handelst genau so, wie du es zuvor getan hast. Eines eurer Sprichwörter drückt dies so aus: „Wie der Baum fällt, so bleibt er liegen.“

Du gewinnst keine neuen Erkenntnisse allein dadurch, daß du jetzt drüben lebst. Kein Wissen stellt sich automatisch ein, nur weil jetzt der menschliche Körper fehlt, zumal du auch drüben einen – deinen feinstofflichen – Körper hast, den du aber ohne geistiges Wissen für ebenso real hältst, wie du es zuvor im Irdischen getan hast. Viele Seelen, vor allem diejenigen mit einer falschen oder fehlenden Aufklärung, erkennen nicht, daß sie die Erde verlassen haben, selbst dann nicht, wenn sie von ihren geistigen Begleitern belehrt werden. Wer im Diesseits nicht geglaubt hat und über den Glauben hinaus nicht zum Wissen gekommen ist, der wird auch im Jenseits nicht glauben. Er wird es gar nicht können, denn er hat sein im Irdischen geformtes Bewußtsein mit hinübergenommen. Drüben wird er mit diesem seinem Bewußtsein leben.

Er hat kein anderes.

Es sei denn, er beginnt, durch Erkenntnis eine Veränderung seines Wesens anzustreben. Wie groß, Meine Söhne und Töchter, schätzt ihr diese Wahrscheinlichkeit ein, wenn ihn a) sein freier Wille leitet, in den keiner eingreift, und er b) mit dem, was er auf Erden getan oder nicht getan hat, ganz gut zurecht gekommen ist? Er lebt in seinen ihm gemäßen und ihn zufriedenstellenden Umständen, die auch zuvor schon seine Lebensumstände waren. Es ist seine Lebenslinie, auf der er sich bewegt, von ihm so gestaltet oder zugelassen; nur daß er jetzt auf der anderen Seite lebt. Einen wirklichen Unterschied gibt es nicht.

Es ist deine Lebenslinie, auf der du dich bewegen wirst.

 

 

*

 

 

Weil ihr die Gleichen bleibt, auch wenn ihr die Ebenen wechselt, bedeutet das, daß ihr alles mitnehmt, was ihr zum Zeitpunkt eures Übergangs mit euch und in euch tragt. Dazu gehören neben eurem Charakter, euren unerledigten Aufgaben und dem, was ihr an Seelenstärke entwickelt aber auch zu entwickeln unterlassen habt, eure Neigungen, Wünsche, Interessen und Ziele. Und was ihr drüben nicht habt ablegen und durch liebevolle Eigenschaften habt ersetzen können, bringt ihr wieder mit in ein neues Leben, denn es geht nicht „irgendwo auf dem Weg von drüben nach hier“ verloren.

Das, was ihr auf Erden für wichtig gehalten habt, was ihr vorangetrieben habt – was euch vorangetrieben hat! –, auf was ihr hingearbeitet habt, in was ihr eure materielle und geistige Energie gesteckt habt und vieles mehr, das wird euch wie eine Art Gepäck in euer Leben als Seele begleiten. Keiner nimmt es euch so ohne weiteres ab, es sei denn, ihr bittet nach einem Akt der Erkenntnis um Hilfe. Ansonsten aber bleibt es euer Gepäck, störend oder belastend – sofern ihr es als störend oder belastend erkennt –; in jedem Fall aber gehört es zu euch. Oder es erleichtert dir deinen Weg und begleitet dich liebevoll und helfend. Es kommt auf die Art deines Gepäcks an. Daß es da ist und ausschließlich zu dir gehört, steht außer Frage.

Eure Ziele, unmittelbar verbunden mit euren Neigungen, Wünschen und Interessen, sind wichtige, entscheidende Punkte auf eurer Lebenslinie. Sie haben euer irdisches Leben bestimmt oder bestimmen es noch; und sie sind es, die maßgeblich euer jenseitiges Leben und euren geistigen Fortschritt beeinflussen – und damit schlußendlich eure Heimkehr zu Mir.

Eure diesseitigen Ziele sind also eure jenseitigen Ziele. Wißt ihr, was das für euch bedeutet? Ihr werdet drüben so weiterleben, wie ihr es hier – damit ist euer Leben auf der Materie gemeint – getan habt. Nichts wird sich verändern, außer ihr wünscht dies. Oder es erschüttert euch so in euren Grundfesten, daß ihr aus tiefstem Herzen um Hilfe fleht. Der Wunsch nach Erklärung und Aufklärung, den Ich als Bitte und Hilferuf erkenne, und der aus euren Herzen aufsteigt, wird etwas in Bewegung setzen. Ansonsten wird sich euer jenseitiges Dasein nach euren hiesigen Vorstellungen gestalten. Wer sich hier als wichtig oder als Führer gesehen hat, wird das auch drüben anstreben. Ihm sind keine Grenzen gesetzt, denn ihr habt – hüben wie drüben – schöpferische Fähigkeiten. Ihr schafft euch eure eigene Welt, die ihr für absolut real haltet, und die, eurem Bewußtsein entsprechend, auch real für euch ist. Dasselbe gilt für diejenigen, mit denen ihr drüben zusammentrefft und -lebt

Ihr führt Kriege, sofern dieses Bedürfnis aus eurem Bewußtsein noch nicht getilgt ist. Ihr gründet Vereine, Parteien und Interessengemeinschaften, kämpft für eure religiösen Überzeugungen, seid als Fanatiker unterwegs, pflegt die schönen Künste und betreibt alle Arten von Wissenschaft. Ihr betreut aber auch die Armen und Kranken oder versucht, in Einheit mit der Natur zu leben. Ihr kennt Eifersucht, Neid, Intrigen, Rache, Grausamkeiten und unendlich viel mehr; aber auch Liebe, Nachsicht, Geduld, Samaritertum, selbstloses Geben und all die Eigenschaften, die in einem Kind Gottes liegen.

Ihr lebt das, was auch hier schon euer Lebensinhalt war. Entsprechend leicht oder schwer, zielstrebig oder auf der Stelle tretend wird euer Lebensabschnitt im Jenseits sein; und das so lange, bis ihr eures momentanen Daseins überdrüssig und bereit seid, den Sinn eures jenseitigen Aufenthaltes, der euch schließlich unzufrieden werden läßt, zu hinterfragen – und sei es nach Jahrhunderten oder Jahrtausenden. Die Zeit spielt drüben keine Rolle, weil das hier gefühlte Zeitempfinden fehlt.

Es kann aber auch ganz anders sein, weil die Möglichkeiten des Lebens im Jenseits derart vielgestaltig sind, daß sie euch auch nicht annähernd zufriedenstellend erläutert werden können. Beispielsweise werden die Umstände, auf die eine Seele trifft, die zu Lebzeiten alles Geistige abgelehnt hat und nur den eigensüchtigen Bedürfnissen ihres Menschen gefolgt ist, weitaus unangenehmer und möglicherweise schmerzvoller sein als die, die Ich euch gerade geschildert habe. Schlimmstenfalls erlebt sie ihre eigene Finsternis, ihren eigenen Abgrund; aber es ist keine ewige, durch Mich ausgesprochene Höllenstrafe, sondern ein Zustand, den sie selbst herbeigeführt hat. Andererseits kann eine Seele, deren Bemühen es war, die Liebe zu leben, sehr viel leichter belehrt und geführt werden, so daß ihr weiterer Aufstieg in lichtere Höhen nicht mehr über die Erde führen muß.

Auf alle Seelen warte Ich, weil Ich sie alle heimholen werde. Meine unendliche Liebe verliert keines ihrer Kinder. Das ist der Grund, warum Ich euch immer wieder aufkläre, ermahne und euch Meine Hilfe in Form Meiner Christusliebe anbiete.

Wenn ihr mit einem offenen Herzen Meinen Worten gefolgt seid, dann habt ihr erkannt, worin diesmal Meine Hilfe besteht: Darin, euch die Augen zu öffnen für die Tatsache eures ewigen Lebens, das hüben wie drüben stattfindet, und eure Aufmerksamkeit auf die Notwendigkeit zu lenken, jetzt schon eure Ziele zu prüfen und notfalls zu korrigieren.

Auf eure Ziele arbeitet ihr hin, ob ihr es wißt oder nicht. Andere Prioritäten und andere Ziele als bisher zu setzen, geistige Ziele der Gottes- und Nächstenliebe und deren Umsetzung in eurem Alltag für wichtig zu erachten, ist eine Notwendigkeit, wenn ihr vorankommen wollt. Wenn ihr dies bereits jetzt, das heißt in diesem Leben, anstrebt und in die Tat umsetzt, wird es euch ein Leichtes sein, diese Ziele auch dann weiter zu verfolgen, wenn ihr als Seele in anderen Welten lebt.

Das Leben auf der Erde hat viele Vorteile gegenüber dem Dasein in den Seelenwelten und bietet daher viele Möglichkeiten, die ihr drüben nicht vorfindet. Eine davon liegt in der Begegnung mit den unterschiedlichsten Menschen und ihren Charakteren, die euch ständig herausfordern, euch aber auch gleichzeitig die Chancen zur Erkenntnis eröffnen. Drüben, unter euresgleichen, fehlt euch dieses zur Reifung der Seele und zum Wachstum eures Bewußtseins unerläßliche Instrument, auch wenn euch das Verhalten eurer Mitmenschen immer wieder stört und ärgerlich macht, weil es euch an eure Schwächen und Fehler erinnert und auf Dauer nicht zum Schweigen gebracht werden kann.

Wer ein Ziel vor Augen hat, das er ernstlich anstrebt, der wird auch die notwendigen Schritte tun, die entsprechenden Vorbereitungen in die Wege leiten und die Voraussetzungen schaffen, damit er nicht an seinem Ziel vorbeischießt. Fragt euch, Meine Geliebten, so ihr wollt, ob ihr euer Ziel korrigieren müßt, sofern ihr ehrlichen Herzens eurer himmlischen Heimat zustrebt. Ob eure Vorbereitungen getroffen sind, ob ihr bereits mit der Umsetzung begonnen habt, ob ihr – wie Ich es einmal ausdrückte – auf dem Laufenden seid.

Wenn bei diesem oder jenem noch etwas zu verbessern oder zu intensivieren ist, dann wißt, daß Ich derjenige Bin, der als die erlösende Christuskraft in der Nähe eures Herzens lebe und euch helfen möchte und werde, zumal dann, wenn eure Liebe zu Mir euer Beweggrund ist. Ich gebe euch Mein aufklärendes Offenbarungswort nicht, um euch zu erschrecken, zu ängstigen oder unruhig zu machen; auch nicht, um irgendeine Art von Druck oder Schuldgefühlen zu erzeugen, wie es in eurer Welt so gerne gemacht wird. Ich achte unter allen Umständen euren freien Willen.

Aber weil Ich euch liebe, spreche Ich in eure Herzen hinein, appelliere durch die Herzenslogik an euren Verstand und stärke eure Sehnsucht. Denn Ich liebe dich und dich und dich, Ich möchte dir Leid und Schmerzen ersparen und dich möglichst bald wieder in Meine Arme schließen.

Das sagt dir dein himmlischer Vater, der dich seit Ewigkeiten kennt, und den du seit Ewigkeit kennst.

Amen

 

 

 

1) Der Energieerhaltungssatz drückt die Erfahrungstatsache aus, dass die Energie eine Erhaltungsgröße ist, dass also die Gesamtenergie eines abgeschlossenen Systems sich nicht mit der Zeit ändert. Energie kann zwischen verschiedenen Energieformen umgewandelt werden, beispielsweise von Bewegungsenergie in Wärmeenergie. Außerdem kann sie aus einem System heraus oder in ein System hinein transportiert werden, es ist jedoch nicht möglich, Energie zu erzeugen oder zu vernichten. Die Energieerhaltung gilt als wichtiges Prinzip aller Naturwissenschaften. (de.Wikipedia.org)

 

2) Das Gesetz der Anziehung hat Auswirkungen auf jeglichen Aspekt unseres Seins, wie Gesundheit, zwischenmenschliche Beziehungen, Geld, Beruf usw. Das Gesetz beeinflusst jeden Augenblick deines Lebens [Anm.: mehr noch: deines gesamten, ewigen Lebens] und jedes einzelne Erlebnis. Dein ganzes Leben ist eine Manifestation deiner Gedanken und Gefühle. Wenn du dein Leben verändern möchtest, musst du dich verändern. (secret-wiki.de)

 

3) Der letzte Vers des Gedichtes "Der Tod, wie ihr ihn seht ..." lautet:

 

Der Tod, wie ihr ihn seht, der macht euch blind,

und keiner lernt, was Einer euch gelehrt:

Das Leben bleibt im Tode unversehrt.

Und weil die Toten keine Toten sind,

ist eure Lehre keinen Pfennig wert.


aus "Verlasse dich auf deines Herzens leisen Klang" (Hans Dienstknecht)