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Aus Liebe zu Gott

Offenbarung vom 12. April 2022


 

Die Ansprache Gottes an den Menschen bzw. durch den Menschen vollzieht sich, wie alles in der Schöpfung, nach unumstößlichen, geistigen Gesetzmäßigkeiten. Die unterschiedlichen Schwerpunkte und Betrachtungsweisen in den Offenbarungen ergeben sich durch die göttli­chen Grundaspekte der Ordnung, des Willens, der Weisheit, des Ernstes, der Geduld, der Lie­be und der Barmherzigkeit, entsprechend auch der geistigen Mentalität desjenigen, der das Offenbarungswort aufnimmt. In und über allem aber wirkt die Liebe als Träger aller Offen­barungen, ohne die ein echtes Gotteswort nicht möglich ist.

 

 

 

Göttliche Offenbarung

 

 

Meine geliebten Söhne und Töchter, der größte Trumpf, den Mein und euer Widersacher nach wie vor fest in seinen Händen hält, ist eure Unwissenheit. Erst sie hat es möglich gemacht, dass er weitgehend unbehelligt auf eurer Erde schalten und walten kann. Es bringt euch nichts, lediglich an den Teufel zu glauben, vielleicht auch noch an seinen Einfluss; das tun viele Menschen. Ihr müsst in der Tiefe verstehen, dass es um mehr geht als um eine Gestalt, die mit Hörnern und einem Dreizack dargestellt wird. Nur so seid ihr einigermaßen dagegen gefeit, immer wieder in die raffiniert aufgestellten Fallen zu laufen.

Dann wähnt ihr ihn auch nicht mehr irgendwo in einer nicht näher zu erklärenden Hölle, denn dann ist euch bewusst, dass ihr nicht in einem, im übertragenen Sinne „luftleeren Raum‟ lebt, sondern dass – für euch unsichtbar – ununterbrochen vielfältiges Leben um euch herum stattfindet. Ein Teil dieses Lebens sind neben den Kräften aus dem Licht auch diejenigen, die Meine Kinder beeinflussen, bedrängen und verführen zu einem Denken und Handeln, das nicht Meinem Liebesgebot entspricht.

Sie haben dafür einen guten Grund: Sie brauchen dauerhaft Lebensenergie, die sie von Mir nicht bekommen. Also holen sie sich diese bei euch.

 

 

*

 

 

Das Bestreben Sadhanas*) – die sich später „Luzifer‟ nannte, was „Lichtträger‟ bedeutet – war es, eine eigene Schöpfung ins Leben zu rufen. Es gelang ihr nicht. Die Bereiche, die sich durch ihr Verhalten und das ihrer Anhänger außerhalb der Himmel bildeten, waren nur ein schwacher Abglanz ihrer ehemaligen, ewigen Heimat. Die Gefallenen „entfernten‟ sich durch ihre Uneinsichtigkeit und ihren Kampf gegen Mich, den sie weiterführten, immer mehr von Mir, ihrer Leben spendenden Quelle. Zurück konnten sie nicht mehr, denn Einsicht, Reue und Umkehr waren ihnen fremd. Dadurch fehlte ihnen auch die für einen Aufstieg in höhere Sphären notwendige Energie.

Energie ist der zentrale Punkt, um den sich in Meiner gesamten Schöpfung alles dreht. Schlussendlich gibt es nichts anderes als Energie. Auch eure Materie ist nichts anderes als verdichtete Energie, was eure Wissenschaftler längst herausgefunden haben. Jedes Wesen, sei es feinstofflicher oder materieller Art, braucht Energie. Da die Abtrünnigen nur noch die unbedingt für ihr Dasein notwendige Minimalenergie aufnehmen konnten und können, diese aber kein Leben im eigentlichen Sinne darstellt – sondern lediglich bewirkt, dass sie überhaupt noch existieren –, war und ist ihr ständiges Sinnen und Trachten darauf gerichtet, an ein „Mehr‟ von Energie zu kommen.

Durch Mein Golgatha-Opfer verschärfte sich aus ihrer Sicht ihre Situation noch, denn nun war es allen willigen Seelen möglich, wieder in ihre himmlische Heimat zurückzukehren. Damit verlor die Finsternis einen Teil ihrer „Energielieferanten‟ – und verliert sie heute noch und künftig immer dann, wenn Menschen sich zu Lebzeiten entscheiden, in Meine Nachfolge einzutreten. Dann haben ihre Seelen eine entsprechend hohe Schwingung, sodass sie beim Ablegen ihres leiblichen Körpers in feinstoffliche Bereiche gehen, die nicht mehr dem Einfluss der Dunkelheit unterliegen.

Ich schicke diese schon des Öfteren gegebene Aufklärung Meinem heutigen Offenbarungswort voraus, damit ihr besser versteht, wie es den Gegensatzkräften gelungen ist, euch in die schwierige Lage zu manövrieren, die ihr jetzt erlebt. Das dahinter wirkende Prinzip betrifft jeden Einzelnen; und weil jeder ein Teil des Großen und Ganzen ist, wurde auch die Menschheit in ihrer Gesamtheit durch die Folgen der raffiniert eingefädelten Verführungskünste erfolgreich in zum Teil aus eurer Sicht aussichtslose Situationen gebracht.

Und doch gibt es eine Lösung, wenn auch nicht in dem Sinne, wie die meisten sie verstehen oder sie sich wünschen. Ich biete euch Meine Hilfe als einzige Lösung an, die euch aus eurem Dilemma wieder befreien kann; zumindest langfristig gesehen.

Jeder Versuch der negativen Kräfte, einen Menschen dazu zu bringen, gegen Mein Liebesgebot zu verstoßen, hat natürlich ein Ziel: Ihn entweder gar nicht erst auf den Weg zu Mir finden zu lassen oder ihm ein Voranschreiten zu erschweren oder unmöglich zu machen. Nach dem „Tod‟ des Menschen wollen sie seine Seele an Bereiche binden, die sie kontrollieren.

Aber ebenso wichtig ist es der Finsternis, auf diese Weise an die so dringend benötigte Lebensenergie heranzukommen. Sie zieht diese Kraft einem Menschen, den sie beeinflussen kann, schon zu Lebzeiten ab; in welchem Umfang, das hängt in erster Linie davon ab, inwieweit sich der Mensch auf die verführenden Einflüsterungen einlässt. Oder ungeschminkt ausgedrückt: wie oft und wie intensiv er sündigt.

Der Abzug der Lebensenergie ist auch nicht unbedingt immer körperlich spürbar. Viel effektiver ist oft ein Energieraub, der auf der seelischen Ebene stattfindet, weil er vom Menschen nicht sogleich oder vielleicht gar nicht bemerkt wird. Zwar gibt es genügend Anzeichen, die hätten aufmerken lassen können, aber zumeist ist auch das Bewusstsein gleichzeitig eingeschränkt, sodass eine zunehmende „seelische Schwerfälligkeit‟ nicht bemerkt wird.

Es wäre aber äußerst mühsam und nicht mit dem gewünschten, dauerhaften Erfolg verbunden, müsste man euch immer wieder neu zu verführen versuchen, euch immer wieder gleiche oder ähnliche Situationen vorsetzen, sozusagen jeden Energiegewinn stets neu planen und vorbereiten. Es geht viel einfacher und für die Dunkelmächte viel effektiver.

Sie haben einen Weg gefunden, einen Großteil der Menschen dauerhaft zu Verhaltensweisen zu bewegen, die in die Abhängigkeit führen, wenn sie einmal oder mehrmals praktiziert worden sind, und der Mensch sich an ihren „Vorteil‟ gewöhnt hat. Ist das geschehen, hat sie den Menschen „an der langen Leine‟. Er reagiert dann in gleichen oder ähnlichen Situationen ebenso falsch wie zuvor, ohne dass es ständig neuer Versuche bedarf, ihn zu einem lieblosen Verhalten zu bewegen. Der Mensch hat ein Programm in sich aufgebaut, das ihn lenkt. In den meisten Fällen bemerkt er es nicht; wenn aber doch, so stehen viele Gründe dagegen, etwas nicht zu tun, an das man gewöhnt ist; oder noch schlimmer: das zu einem Teil seines Lebens geworden ist, ohne das er – vermeintlich oder sogar in der Tat – nur schwer noch zurechtkäme oder unzufrieden wäre, würde er es lassen.

Jemanden dazu zu bringen, sich im gewünschten Sinne des Verführers zu verhalten, ist immer mit einem Angebot verbunden, das dem „Opfer‟ aus dessen Sicht Erleichterungen, Nutzen, Überlegenheit, Gewinne und vieles mehr verspricht. Diese können sowohl materieller Natur sein als auch nicht-materieller.

Materiell sind sie dann, wenn es um konkrete Vorteile geht, die sich aus entsprechenden Handlungen ergeben. Denkt nur an die rücksichtslose Ausbeutung eures Planeten und an die finanziellen Gewinne aus vielerlei Geschäften, selbst aus denen, die ihr auf den ersten Blick nicht als satanisch inspiriert einstufen würdet, wie beispielsweise die Auswüchse eures Gesundheitssystems. Die Unwissenheit über die seelischen Hintergründe von Krankheiten haben unzählige Menschen zu blindgläubigen Mitmachern und Dauerkonsumenten von zum Teil gesundheitsschädlicher Medizin werden lassen.

Nicht-materiell sind sie, wenn es beispielsweise um Machtausübung, das Abnehmen des eigenen Denkens oder das Abgeben von Verantwortung geht. Auch ein übertriebenes Sicherheitsbedürfnis zählt zu den Angeboten, die euch im Äußeren unterbreitet werden und euch im Inneren ein fragwürdiges Gefühl geben, jetzt mehr oder weniger angstfrei leben zu können – so lange, bis die äußere Sicherheit nicht mehr gegeben ist, und dann langsam die Angst wieder in euch hochsteigt.

Um diese einigermaßen erneut in den Griff zu bekommen, greift ihr zu neuen „Sicherheitsvorkehrungen‟, ohne zu bemerken, dass ihr in die Falle namens „Abhängigkeit‟ geraten seid. Angst ist eine der beliebtesten Fallen, und die sich daraus ergebenden falschen Entscheidungen machen euch in höchsten Maße unfrei. Wer so handelt, ist ohne es zu wissen und zu wollen eingegliedert worden in den endlos langen Zug der manipulierten Mitläufer.

Ziel aller Anstrengung des Bösen ist es daher immer, euch in eine mehr oder weniger große Abhängigkeit zu bringen. Habt ihr euch einmal an etwas gewöhnt, werdet ihr es auch gerne weiterhin praktizieren; selbst dann, wenn die Erkenntnis in euch aufbricht, dass dies auf Dauer nicht gut gehen kann oder ein solches Denken und Tun doch nicht dem entspricht, was Ich in Meinem Liebesgebot durch Jesus von Nazareth verkündet habe.

Wenn es einmal so weit gekommen ist, dann ist eine Bindung entstanden. Dann hat man euch gebunden an ein Denken und Handeln, das euch anscheinend durch automatische Abläufe das Leben erleichtert; wobei diese Art von Erleichterung ein zweischneidiges Schwert darstellt. Einerseits müsst ihr jeweils nicht lange überlegen, wie ihr euch zu verhalten habt, aber andererseits, sofern diese Bindungen auf satanische Aktivitäten zurückzuführen sind, seid ihr unfrei geworden. Und das in aller Regel, ohne es zu bemerken.

Die allermeisten Meiner Kinder sind auf die eine oder andere Art in diese Falle getappt. Es ist nicht leicht, sie zu erkennen, und wenn ihr darauf aufmerksam gemacht würdet, so würde dies oft euren Widerspruch hervorrufen. Denn was soll denn schon dabei sein, eine lieb gewonnene Gewohnheit zu pflegen, diese oder jene, lange vertraute Annehmlichkeit zu genießen oder seinen Platz in der Gemeinschaft oder Gesellschaft zu behaupten?

Solange damit keine seelische Knebelung verbunden ist, die meistens nicht bemerkt wird, und die immer einen Energieverlust zur Folge hat, ist nichts dagegen einzuwenden. Ihr seid freie Kinder Meiner Liebe, die Ich niemals bestrafe. Doch gerade dieses Geschenk der Freiheit stellt sehr oft auch einen Schwachpunkt dar, wenn nicht mit Bedacht damit umgegangen wird.

Das weiß die Finsternis sehr wohl, und deshalb hat sie ihr Vorgehen stets den Möglichkeiten angepasst, die sie bei dem Einzelnen vorfindet. Nicht umsonst habe Ich euch immer wieder daran erinnert, dass sie mit einer Raffinesse und Täuschungsmanövern vorgeht, denen ihr nichts oder kaum etwas entgegenzusetzen habt. Ihr werdet daher im Äußeren niemals den Schutz finden, den ihr euch wünscht. Sicherheit, Meine Geliebten, gibt es nur in Mir. Und wahre Freiheit ebenso.

Es ist müßig zu betonen, dass es im Himmel keine Bindung gibt. Und gerade deshalb herrscht dort eine Freiheit, die nicht zu beschreiben ist, weil der Mensch dafür keine Worte hat. Weil aber in der Seele eines jeden Menschen der Wunsch nach Freiheit vorhanden ist, und die Dunkelheit die Details dieser Wünsche, die euch selbst oft nicht bewusst sind, genau kennt, gaukelt sie euch oft eine falsche Freiheit vor.

Oftmals viel zu spät – wenn überhaupt – bemerkt der Mensch, dass es sich in Wirklichkeit um ein Spinnennetz handelt, in dem er sich verfangen hat; und dass er zu einem Energielieferanten geworden ist, dem man aber noch soviel Energie lässt, dass ihm der Mangel selten oder nicht bewusst ist, weil sich mit dem Rest ganz gut leben lässt. Hätte der Mensch auch nur eine vage Vorstellung davon, was ihm durch eine noch größere Nähe zu Mir wirklich möglich wäre, ja könnte er auch nur einmal ein Gefühl dafür aufbringen, was wahre Freiheit wirklich bedeutet, dann wäre es überhaupt keine Frage mehr, welchen Weg er künftig verstärkt gehen würde.

Noch aber ist er dazu nicht oder kaum in der Lage … auch wenn es manchmal dem einen oder anderen gelingt, in einer tiefen Versenkung oder in Momenten intensiven Liebesempfindens eine Ahnung davon zu bekommen, auf was für ein grenzenloses Dasein er Anspruch hat; auf ein Dasein, das schon seit Ewigkeiten in ihm schlummert und darauf wartet, Schritt für Schritt erschlossen zu werden.

Seit Äonen geht dieses Energieabzapfen ununterbrochen vor sich. Aus diesem unendlich großen Kraftreservoir, das von den Gegensatzkräften immer wieder aufgefüllt wird, beziehen sie ihr „Leben‟. Müssten sie sich – mit euren Worten ausgedrückt – Sorgen machen, irgendwann einmal den Menschen keine Energie mehr rauben zu können, so wäre das gleichbedeutend damit, dass die große Mehrheit der Menschheit sich aus den Bindungen von Saat und Ernte herausgelöst hätte.

Dies ist nicht nur wünschenswert oder wahrscheinlich möglich, es ist euer aller Ziel! Aber es ist ein Ziel, das noch in weiter Ferne liegt. Damit es für euch zur Realität werden konnte, Bin Ich in Jesus in die Welt gekommen.

In die Freiheit, die euer Eigen ist, werdet ihr hineinwachsen, wenn ihr euch mehr und mehr bemüht, euren Alltag mit Mir zu gestalten. Dann gebt ihr immer weniger und schließlich keine Energie mehr ab und tragt auf diese Weise mit dazu bei, dass sich der Einfluss des Negativen mit all seinen Folgen in eurer Welt und schließlich im ganzen Universum immer weiter reduziert. Schließlich wird auch die Dunkelheit sich beugen. Sie wird ihren Kopf reuig neigen, weil sie erkennen musste, dass auch sie ewiges und lichtes Leben in sich trägt, und dass es auf Dauer kein Außerhalb von Meiner Liebe geben wird und geben kann.

Groll oder Nachtragen, Rache oder Verbitterung sind Eigenschaften, die erst durch das Böse in die Welt gekommen sind und mit Vehemenz gefördert wurden und werden. Sie sind Mir fremd, und deshalb werde Ich alle, die einst die Himmel verlassen und gegen Mich und euch gekämpft haben, voller Freude in Meine Arme schließen.

 

 

*

 

 

Bis es aber wieder soweit ist, werden die Menschen, die unaufgeklärt und/oder nicht willens sind, eine Änderung in ihrem Leben vorzunehmen, Spielball ihres Gegners bleiben. Gewohnheiten, die nicht in der Liebe gegründet sind, werden sich verstärken. Unter Umständen baut sich auf diese Weise auch eine Blockade auf, die es dem Menschen immer schwerer macht, ein neues, liebevolleres Verhalten einzuüben und schließlich zu praktizieren. Der Berg, den es abzuarbeiten gilt, wird dann immer höher – bis er so unüberschaubar hoch geworden ist, dass der Mensch resigniert, wenn er erkennt, was sich da alles angesammelt hat.

Meine Belehrungen, die euch allesamt weiterhelfen sollen, sind stets getragen von Meiner Liebe. Aber es ist keine süße Liebe, die säuselt und drum herumredet. Meine Sprache ist klar und verständlich. Deshalb kann es geschehen, dass so manchem Meine Worte zu streng erscheinen, dass sie zu viel voraussetzen oder gar fordern. Nichts von allem ist je der Fall. Aber etwas anderes kann geschehen. Und das hängt mit dem zusammen, was Ich mit Nicht-auf-dem-Laufenden-Sein bezeichne.

Einen Fehler über eine längere Zeit nicht abzustellen wird dazu führen, dass er sich regelrecht einnistet. Oder etwas drastischer ausgedrückt: Ein sündhaftes Verhalten, das immer wieder gelebt wird, wird sich – bildlich gesprochen – auftürmen und dann zu dem zuvor erwähnten Berg werden. Irgendwann wird er so unüberschaubar hoch, dass der Mensch, selbst wenn er Meine Worte für wahr und richtig hält, resigniert und nicht mehr glaubt, diesen Berg jemals abtragen zu können. Der Mut verlässt ihn, und darauf hat der Widersacher nur gewartet: „Dieses Gebot zu erfüllen mit der Vergangenheit, die du hast, wird dir niemals möglich sein. Versuch’s erst gar nicht.‟ Und weiter: „So schlecht bist du mit dem, was ich dir geboten habe, doch gar nicht gefahren …‟.

Wer glaubt, diese oder ähnliche Dialoge seien erfunden, der irrt. Ihr seid niemals allein, sowohl das Licht als auch das Dunkel sind immer da. Sie kennen euch viel besser, als ihr euch selbst kennt. Will das Dunkle euch verführen, wird es so in euch einsprechen, ohne dass ihr dies als Einsprache wahrnehmt. Gerade deshalb wird es über euer Empfinden zu dem Resultat führen, das der Versucher im Auge hat.

Meine Liebe zu euch lässt euch einen Spielraum, den ihr mit eurem menschlichen Verstehen gar nicht erfassen könnt. Niemals gibt es darin ein „Muss‟; aber das hindert Mich nicht daran, euch unmissverständlich und in aller Deutlichkeit Meine Gebote und Meine Gesetze näherzubringen. Ich sage nicht: „So oder so könnte es sein.‟ Ich sage: „So ist es!‟

Das kann bei dem einen oder anderen zu der falschen Vorstellung führen, Ich sei unbarmherzig. Nichts wäre falscher als das zu glauben, Mein geliebtes Kind. Ich mache einen großen Unterschied zwischen dem, was in Meiner Liebe gegründet und damit wahrhaftig ist und dem, was ein Kind an Bereitschaft und Kraft schon entwickelt hat, um die Liebe in seinem Alltag umsetzen zu können.

Oder anders ausgedrückt: Ich zeige das Prinzip auf. Damit kann jeder, der es wissen will, auch wissen, was im Sinne der selbstlosen und bedingungslosen Liebe richtig ist und was nicht. Ob du, Mein Sohn, oder ob du, Meine Tochter, schon in der Lage oder willens bist, dieses Gebot zu erfüllen, steht auf einem ganz anderen Blatt. Ihr würdet sagen: „Es sind zwei Paar verschiedene Schuhe‟:

Einerseits mache Ich keine Abstriche an Meinen Gesetzen, andererseits lasse Ich dir die Freiheit, sich um die Erfüllung Meiner Gesetze zu bemühen. Und das, ohne dir Vorwürfe zu machen, wenn du dich dagegen entscheidest.

Das ist Freiheit, das ist Liebe, das sind Eigenschaften, die in ihrer Vollkommenheit auch schon in dir liegen. Sie warten darauf, geweckt und gelebt zu werden.

Für den Fall, dass du zu denen gehörst, die ab und zu einen hohen, manchmal einen zu hohen Berg vor sich sehen, habe Ich einen Lösungsweg für dich. Er hilft, dich aus deinen Abhängigkeiten zu befreien und schrittweise in deine Freiheit – in eine Freiheit mit Mir – hineinzuwachsen. Dieser Weg setzt lediglich deine Bereitschaft und deine Entscheidung voraus, ihn auch gehen zu wollen. Den größten Teil des Restes, das heißt der Arbeit, die mit einem solchen Entschluss verbunden ist, nehme Ich dir ab.

Weil viele Menschen nicht verstehen, wie so etwas möglich sein kann, will Ich euch daran erinnern, dass eine höhere Schwingung immer in eine niedrigere eindringen kann, dass eine starke Kraft immer einer schwächeren überlegen ist, dass etwas Dunkles nicht im Licht bestehen kann. Da Ich das einzig wahre Licht der Schöpfung Bin und es keine größere Macht und Kraft als Meine gibt, kann es auch nichts geben, das sich der Umwandlung durch Mich, der Ich die vollkommene Liebe Bin, auf Dauer widersetzen kann. Wobei Ich immer und in jedem Fall den freien Willen achte.

Es ist also keine Frage, ob Ich dir und allen Willigen helfen kann und helfen werde, wenn eine entsprechende Bitte geäußert wird. Es ist ebenso unzweifelhaft, dass Ich der Sieger bleiben werde, und du mit Mir siegen wirst. Die Frage ist aber – und damit spreche Ich den „Schwachpunkt‟ in Meinem Lösungsangebot an –, ob der Mensch, der sich in die Abhängigkeit satanischer Einflüsse begeben hat, auch den Willen, die Ausdauer und die Liebe zu Mir aufbringt, dass unser gemeinsames „Projekt Befreiung‟ auch zu einem erfolgreichen Abschluss kommt.

Seit Golgatha trägst auch du Meine Christuskraft in dir, denn Ich habe sie allen Seelen und Menschen geschenkt. Es ist gleichzeitig der Erlöserfunke, der allen ihre Heimkehr wieder ermöglicht. Ich habe euch, Meine Geliebten, erlöst von den Banden, die es seit Beginn des Falls unmöglich machten, wieder zu Mir zu kommen. Man kann den Begriff der „Erlösung‟ aber auch so interpretieren, dass Ich euch dabei helfe und gleichzeitig den größten Teil der „Arbeit‟ übernehme, die Fesseln zu lösen, die ihr euch habt anlegen lassen, und die damit zu Fesseln eures Schicksals wurden; die euch zu Energielieferanten für die Gegenseite machten, ohne dass ihr dies wusstet und sicher auch nicht wolltet.

Nun wisst ihr um die Zusammenhänge. Es liegt an jedem Einzelnen, was er mit diesen Erkenntnissen macht. Im Hinblick auf die kommende Zeit aber wäre es mehr als ratsam, eine innere Einkehr zu halten und die Energielöcher zu suchen und mit Meiner Hilfe zu finden, die euch in der Vergangenheit einen Teil eures inneren Schwungs genommen haben. Dazu bekommt jeder, der guten Willens ist, Meinen Segen.

Amen

 

*) Es gibt unterschiedliche Schreibweisen