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Aus Liebe zu Gott

Offenbarung vom 14. Juni 2020


 

Die Ansprache Gottes an den Menschen bzw. durch den Menschen vollzieht sich, wie alles in der Schöpfung, nach unumstößlichen, geistigen Gesetzmäßigkeiten. Die unterschiedlichen Schwerpunkte und Betrachtungsweisen in den Offenbarungen ergeben sich durch die göttli­chen Grundaspekte der Ordnung, des Willens, der Weisheit, des Ernstes, der Geduld, der Lie­be und der Barmherzigkeit, entsprechend auch der geistigen Mentalität desjenigen, der das Offenbarungswort aufnimmt. In und über allem aber wirkt die Liebe als Träger aller Offen­barungen, ohne die ein echtes Gotteswort nicht möglich ist.

 

 

 

Göttliche Offenbarung

 

 

Meine geliebten Söhne und Töchter, als die Kraft, die alles geschaffen hat und erhält, Bin Ich das Leben in jedem einzelnen. Viel zu wenig macht ihr euch Gedanken darüber, was es heißt, dass Ich seit Ewigkeiten und für alle Zeiten alles ununterbrochen erhalte und wachsen lasse. Die Menschen richten, sofern sie es überhaupt tun, den Blick immer nur auf die Entstehung der Schöpfung, so als wäre dies ein einmaliger Akt gewesen. Die Schöpfung wird niemals enden. Dazu tragen alle Meine Kinder bei, jedes auf seine Weise und entsprechend seinen Fähigkeiten.

Worüber ihr viel zu selten oder gar nicht nachdenkt: Alles Geschaffene lebt; es lebt ununterbrochen, und dieses Leben kennt kein Ende, auch wenn es aus eurer eingeschränkten Sicht so scheint, als wäre mit dem sogenannten Tod des Menschen das Leben ausgelöscht. Leben ist Energie, und Energie kann nicht vernichtet werden. Also lebt ihr für alle Zeit, wenn auch in sich ändernden Daseinsformen und auf jeweils anderen Ebenen.

Wer von euch hat je über das Geheimnis des Lebens nachgedacht, das auch ihn persönlich betrifft? Wer hat sich Gedanken darüber gemacht, dass er nicht nur als etwas einmal Geschaffenes in die Welt gekommen ist, sondern dass dieses Wesen Leben in sich trägt, welches ihm die Möglichkeit gibt, sich auf ein Ziel hin zu entwickeln? Muss nicht jedes Leben, jede Energie eine Quelle haben? Muss es nicht einen Ausgangspunkt geben, aus dem heraus sich dieses Leben verströmt und alles mit Energie erfüllt? Leben aus sich heraus kann es nicht geben. Wo und wer also ist der Ursprung? Was erhält euch? Eure Nahrung, die ihr zu euch nehmt, oder die Luft, die ihr atmet? Wenn dem so wäre, wovon lebt dann eure Seele, wenn sie einst den Körper verlässt?

Mein Geist ist in allem, also auch in dir. Ansonsten wärest du nicht. Was stellst du dir unter „Mein Geist“ vor? Lediglich eine einfache Energieform, die – wie der elektrische Strom – eine Birne zum Leuchten bringt? Die dir gerade einmal soviel Kraft schenkt, dass sich die Tage deines Lebens zu Jahren addieren, so dass du auf diese Weise eine Zeitlang auf dem Planeten Erde existieren kannst?

Eure Schrift spricht davon, dass der Mensch nach Meinem Ebenbild geschaffen wurde, was sehr „unscharf“ ausgedrückt ist. Es bedeutet, dass Ich jedes Geschöpf der Himmel mit vielen Meiner Wesensmerkmale ausgestattet habe, die das unsterbliche, geistige Wesen auch dann in sich trägt, wenn es die Himmel verlässt und inkarniert. Zwischen Mir und allen Meinen Kindern besteht also eine ewige, unzerstörbare Verbindung. In eurer wahren Heimat tauschen wir über sie unter anderem unsere Liebe aus; über sie belehre Ich Meine Kinder und fördere ihre Entwicklung; über sie Bin Ich jederzeit für jeden da; über sie kommunizieren wir miteinander, wann immer ein Kind das Bedürfnis hat, zur Quelle seines Lebens zu kommen, und sei es, um sich „nur“ in die Arme der Liebe zu legen.

Diese Fähigkeit der direkten Kommunikation ist im Himmel so selbstverständlich, dass es keiner besonderen Erwähnung bedarf, ob und dass wir miteinander reden. Der Himmel ist eine Einheit, und so sind auch wir zwei – Ich und du – untrennbar für immer eins. Daran ändert sich grundsätzlich nichts, auch wenn ein Geistwesen als Seele für eine Zeitlang in einen menschlichen Körper eintritt. Die Einflüsse der Gegenseite machen es Meinen Menschenkindern jedoch sehr schwer, diese Erkenntnis zu gewinnen, sie zu einer festen Überzeugung und somit auch zu einer Selbstverständlichkeit im Umgang mit Mir werden zu lassen.

Kann es daher auch nur im Entferntesten eine Überlegung sein, dass Ich schweige? Dass Ich Mich weigere, mit Meinen Geschöpfen zu reden? Dass Ich, die selbstlose und bedingungslose Liebe, kein Ohr habe für die Sorgen und Nöte Meiner Kinder? Dass Mich, wie viele Menschen den Eindruck haben, nicht interessiert, was in eurer Welt geschieht?

Ist es nicht viel eher so, dass die meisten Menschen nicht hinhören, wenn Ich auf die verschiedenste Weise zu ihnen spreche? Dass sie Mir gar keine Gelegenheit geben, sie in ihrem Inneren zu erreichen, weil ihr Interesse der Welt und ihrem Ego gilt? Und dass sie vielleicht auch gar nicht hören wollen, was Ich ihnen zu sagen habe, weil Mein Wille die Kreise ihres Eigenwillens stören würde?

In eurer Zeit sind Worte aus dem göttlichen Ernst notwendiger denn je. Wenn du daran glaubst – noch besser, wenn du darum weißt –, dass Ich auch in dir lebe und spreche, und du dein Denken und Verhalten darauf aufbaust, dann ist schon viel gewonnen. Weil Ich aber die wenigsten schon über klare Impulse oder eine direkte Ansprache in ihrem Inneren erreichen kann, rede Ich zu ihnen durch die Sprache des Tages, durch das, was auf sie zukommt. Wären sie wachsam, dann könnten sie aus dieser indirekten Sprache beinahe ebenso viel Nutzen ziehen, als wenn sie schon mit dem inneren Zwiegespräch vertraut wären.

Um Meine Menschenkinder umfassender zu belehren, als es Mir über das noch vielfach verschüttete Gotteswort im Inneren eines jeden möglich ist, um ihnen so mehr Grundwissen zu vermitteln und sie aufzuklären, habe Ich zu allen Zeiten Seelen berufen, die als Mensch bereit waren, diesen Liebesdienst zu übernehmen. Das war im Alten Bund, in dem Mein Kommen vorbereitet und durch Prophetenmund angekündigt wurde, ebenso wie in der Zeit nach Meinem Wirken auf der Erde. Die Zahl derer, die durch das Wort von Meiner Liebe künden, und die sich bemühen, dies auch in ihrem Leben zum Ausdruck zu bringen, ist inzwischen unüberschaubar groß. Ihr findet sie in allen Völkern. Sie tragen individuelle Aufgaben unterschiedlichster Art in sich und erfüllen sie auf eine Weise, die ihren Möglichkeiten und Mentalitäten entspricht.

Immer aber werden sie, wenn sie in Meinem Auftrag stehen und weitgehend schon frei von eigenen Vorstellungen sind, einen Gott verkünden, der die Liebe ist, der weder droht noch straft, und der alle, die einst den Himmel verlassen haben, zu sich zurückholen wird. Und dies geschieht in einer Sprache, die nicht elitär ist, sondern von allen verstanden und umgesetzt werden kann.

Das Gesetz der Anziehung sorgt dafür, dass jeder Mensch zu „seiner“ Gruppe oder „seinem“ spirituellen Lehrer findet, was zumindest den Anfang seiner Suche oder seiner Hinwendung zu Mir betrifft. Im Verlaufe seines Weges und seiner inneren Entwicklung, die als Bewusstseinserweiterung bezeichnet werden kann, wird er, falls erforderlich, andere Gemeinschaften und Menschen kennenlernen. Und so schärft sich sein Empfinden und er lernt, die Spreu vom Weizen zu trennen; denn er wird auf seiner Suche auf vieles stoßen, das sich als göttliche Lehre ausgibt, das aber nicht aus göttlicher Quelle ist oder Mischgut darstellt.

Diese Unterscheidungsgabe zu entwickeln, Meine Geliebten, stellt für so manchen Suchenden ein Problem dar, das nicht zu unterschätzen ist. Das Wort eurer Schrift Prüfet aber alles, und das Gute behaltet“ setzt voraus, dass ihr den richtigen Maßstab zur Prüfung kennt, den ihr anlegen müsst. Und: Ihr müsst ihn in euch tragen! Das heißt, ihr müsst mit dem Herzen prüfen. Wenn ihr glaubt, dass lediglich das Wort „Liebe“ ausreicht, um eine richtige von einer falschen Lehre unterscheiden zu können, dann irrt ihr euch. Diese Annahme hat gegolten, bevor die Gegenseite – gut vorbereitet und raffiniert eingefädelt – mit einem Großaufgebot an Vasallen begonnen hat, diejenigen als Zielgruppe anzusteuern, die zwar den Wunsch nach Frieden und Harmonie in sich tragen, die aber aus verschiedenen Gründen bei den christlichen Religionsgemeinschaften ihre Heimat nicht gefunden haben. Sie werden über Liebe, Licht, Befreiung, Aufstieg, Transformation und vieles mehr auf einen Weg geführt, der sie nach anfänglichen „Erfolgserlebnissen“ schließlich bindet und zu Energielieferanten für die Finsternis macht.

Ihr kommt Meinem Herzen näher und näher und findet Mich schließlich in euch, wenn ihr eure Sehnsucht ausschließlich auf Mich richtet. Das ist zu Anfang nicht immer ganz leicht, denn die Seele „hungert“ möglicherweise. Sie hat viele Fragen und sucht Antworten, die ihr, vornehmlich in der Esoterik, haufenweise angeboten werden; auch wenn es in vielen Fällen die falschen sind. Wenn ihr euch nicht beirren lasst, wenn ihr die Liebe sucht, die in Jesus Christus in eure Welt gekommen ist, und die den Himmel für alle Seelen und Menschen wieder aufgeschlossen hat – das heißt, die die Erlösung gebracht hat –, dann werdet ihr Mich finden. Dann werdet ihr auch erkennen, dass es keiner anderen Anstrengung bedarf, um den Heimweg anzutreten, als liebe – und sonst nichts.

Das Gesetz von Ursache wird euch dann immer verständlicher, und schließlich erkennt ihr darin den entscheidenden Schlüssel für das Verstehen all dessen, was in der Welt und in eurem persönlichen Leben geschieht. Und nach und nach akzeptiert ihr auch, dass die Umstände, in denen ihr lebt, keine Zufälle oder gar eine Strafe durch Mich darstellen, sondern dass sie ein Lernprozess sind, den Ich mit euch gemeinsam bewältigen möchte. Dann lernt ihr Mich als denjenigen kennen, der euch auch durch die schlimmsten Stürme der vor euch liegenden Zeit führt, wenn ihr die Hand der Liebe – Meine Hand – nicht loslasst. Komme, was da kommen mag.

Dann wisst ihr, dass Ich der einzige verlässliche Führer Bin; denn Ich lebe in jedem und kenne euch besser, als ihr euch jemals kennen werdet. Ich weiß, was ihr benötigt, und Ich Bin durch Meine Allmacht in der Lage, die Weichen auf euren Wegen zu Mir so zu stellen, dass ihr sicher und unbeschadet ans Ziel findet. Dabei spielt es keine Rolle, ob ihr euch an Mich als Vater – oder auch als Mutter – oder an Christus wendet, der in Jesus Mensch und damit euer Bruder wurde. Ihr seid in jedem Fall am Herzen der ewigen Liebe.

Wenn das als Ergebnis von Prüfet aber alles, und das Gute behaltet“ herauskommt, und wenn ihr euch entscheidet, dieses Ziel unbeirrt mit Mir anzusteuern, dann seid ihr „an der richtigen Stelle“.

Wer noch unsicher ist oder zögert, dem biete Ich an: Gehe eine Strecke deines Weges „versuchsweise“ mit Mir. Was bedeutet: Bemühe dich mehr und mehr, Mein Liebesgebot zu leben. Wenn sich dann die Dinge in deinem Leben zu ordnen beginnen, magst du entscheiden, ob Ich aus der Wahrheit spreche und dein himmlischer Vater Bin oder nicht. Du kannst Meine Hand jederzeit wieder loslassen und frühere Verhaltensweisen praktizieren; an Meiner Liebe zu dir wird das nichts ändern.

 

 

*

 

 

Ein Mensch, der geistige Gesetze nicht kennt oder ablehnt und nur das gelten lässt, was ihm seine Sinne vermitteln, gleicht einem Wanderer in einer unwirtlichen und ihm unbekannten Gegend, der sich weigert, die Binde von seinen Augen abzunehmen. Er kann niemals den Weg finden und wird damit zum Spielball der Kräfte, die ihn im Kreis herum oder in die Irre führen wollen. Es ist deshalb wichtig, dass ihr lernt, jedes Geschehen aus dem Blickwinkel geistiger Gesetze zu betrachten, die über allen anderen Gesetzen stehen. Ansonsten ist es leicht möglich, dass ihr getäuscht werdet, auch mit eurer Meinung über euch selbst.

Es gehörte deshalb zur Vorgehensweise der dunklen Gegenseite, das Wissen über Meine Gesetzmäßigkeiten zu unterbinden; aber auch die Erkenntnis darüber zu verschleiern, dass die gefallenen Wesen sehr real existieren, dass sie aus ihren Bereichen heraus in euer Weltgeschehen eingreifen, und wie dies geschieht. So konnten diese Kräfte seit Menschengedenken weitgehend ungehindert aus dem Unsichtbaren heraus ihren Kampf gegen das Licht und seine Getreuen führen. Diese Auseinandersetzung steuert in eurer Zeit einem vorläufigen Höhepunkt entgegen. Wer in der Vergangenheit bereit war, genau hinzuschauen und hinzuhören, konnte unschwer die Entwicklung erkennen.

Der Hintergrund: Die Dunkelheit bäumt sich auf, weil sie verspürt, dass sie nicht mehr gewinnen kann. Die über Jahrhunderte und Jahrtausende von der Menschheit gesetzten Ursachen streben zur Wirkung. Die ungute Saat zeigt ihre unguten Früchte. In dieser Phase gilt für beide Seiten – für die lichte wie für die dunkle –, noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren. Dabei geht es Mir und Meinen Getreuen darum, Meine Menschenkinder wachzurütteln, sie zum Nachdenken und zur Umkehr zu bewegen. Die Finsternis versucht, ihre Position so lange wie möglich zu halten und soviel Negatives wie möglich in eure Welt einströmen zu lassen, wobei sie Zerstörung nicht nur in Kauf nimmt, sondern sie als Angst erzeugendes Mittel bewusst einsetzt.

Sowohl Ich als auch Mein und damit auch euer Gegenspieler haben sich gut vorbereitet. Auf der Seite des Lichtes stehen viele, die durch eine Entscheidung vor ihrer Inkarnation zum Ausdruck gebracht haben, dass sie in der Nachfolge Jesu wirken wollen. Ihr Entschluss wurde nicht selten schon vor vielen Jahrhunderten eurer Zeitrechnung gefällt, und verschiedene Inkarnationen dienten dazu, ihre Seelenkraft zu stärken und auf das Geschehen in der Jetztzeit hinzuarbeiten.

Hinzu kommt, dass viele eurer Geschwister aus den rein-geistigen Bereichen sich für eine Inkarnation entschieden haben, um das große Heer der Willigen zu verstärken, die für Mich und mit Mir kämpfen. Daran könnt ihr eine bzw. ihre selbstlose Liebe erkennen, die im Übrigen in gleicher oder ähnlicher Form – meist noch unerkannt – auch in euch brennt: Sie geben ein Dasein in Harmonie und Freiheit auf, um für eine oder mehrere Inkarnationen einzutauchen in die Schwere und Gebundenheit einer irdischen Einverleibung, um den Menschen Hilfe zu sein. Und sie gehen damit bewusst das Risiko ein, sich im Irdischen zu verstricken. Gleichzeitig wissen sie aber auch um die unübertroffene Kraft Meiner Liebe, die mit und in ihnen ist. Dennoch bleibt es immer eine Gratwanderung, denn die aufgestellten satanischen Fallen haben an Raffinesse und Vielzahl nicht ihresgleichen.

Auch die Kräfte aus dem Fall haben ihre Vorbereitungen getroffen. Auch sie haben ihre Anhänger auf die Erde geschickt und sie ausgestattet mit den Gaben eines verführerischen Intellekts, der einerseits das Denken Meiner Kinder vernebelt, andererseits den Weg in die Irre mit leuchtenden Farben schildert. Vor zweitausend Jahren Bin Ich in die Welt gekommen, um gegen den Zeitgeist, der das Ego mit seinen kurzfristig befriedigenden Vorteilen in den Mittelpunkt allen Strebens stellt, Mein einfaches und dennoch ewig gültiges Gebot der Gottes- und Nächstenliebe zu stellen. Der Zustand, in dem sich eure Welt befindet, sagt mehr als viele Worte etwas darüber aus, welchem Führer die große Mehrheit der Menschen gefolgt ist.

Und so stellt sich eure Situation dar: Zwar stehen sich Licht und Dunkel im Geistigen gegenüber, aber der Austragungsort befindet sich im Materiellen, auf der Erde, und die „Figuren auf dem Schachbrett“ seid ihr. Hier treffen die beiden Gegensätze aufeinander, hier habe Ich die Erlösung vollzogen und die Rückkehr aller gefallenen Wesen eingeleitet, und hier wird schließlich die Dunkelheit ihr Fehlverhalten erkennen und sich dafür entscheiden, ins Vaterhaus zurückzukehren. Dort warte Ich mit ausgebreiteten Armen auf einen jeden.

Noch aber ist es nicht so weit. Noch ringt die Finsternis um jeden Fußbreit Boden und um jede Seele. Sie hat sich gut positioniert, und für eine Weile wird es so ausschauen, als würde sie die Oberhand behalten. Doch das täuscht, wenn sie auch hier und da Gelände gewinnt. Schlussendlich aber wird sie über die Wirkungen ihrer seit Äonen praktizierten Lieblosigkeit stolpern und dann zur Einsicht kommen.

Der Sieg des Lichtes wird aber kein Triumphieren über einen geschlagenen Gegner darstellen, sondern von der Freude getragen sein, auch die scheinbar Verlorenen heimgeholt zu haben. Alle tragen dazu bei, die sich bemühen, durch ihr Leben – an dem Platz, an dem sie stehen – die Welt friedvoller und liebevoller werden zu lassen. Sie habe Ich ausgestattet mit den Waffen der Gerechtigkeit, der Weisheit und Geduld. Ich habe ihnen Meinen Segen mitgegeben, und er fließt ihnen auch weiterhin ununterbrochen und uneingeschränkt zu. Denn wie ein guter Heerführer habe Ich jeden, der sich für Mich entschieden hat, mit allem ausgerüstet, was er benötigt. Dazu gehören auch der Mut, die Ernsthaftigkeit, vor allem aber die Liebe, die es ihm ermöglicht, auch – und oftmals zuallererst – den Kampf gegen die eigenen Unzulänglichkeiten mit Meiner Unterstützung zu führen.

Die Stärkung für Meine Getreuen lasse Ich als Energie in sie einfließen. Jeder, der nur ein wenig sensibel ist, spürt Meine Einstrahlung. Sie macht vieles leichter, ebnet krumme Wege und öffnet Türen und Tore, die zuvor verschlossen schienen. Freude und Zuversicht kommen in so manchen Herzen auf, die erkennen, dass zwar vieles unumgänglich ist, dass es aber gleichzeitig dazu dient, etwas Neues entstehen zu lassen. Insofern lebt ihr in einer hochinteressanten Zeit; sicher nicht „zufällig“, sage Ich mit einem Lächeln, mit dem Ich die Gewissheit in euch verstärke, dass ihr geschützt seid, weil Ich euch in Meine Liebe einhülle – so dies auch euer Wunsch und Wille ist.

Auch die Gegensatzkräfte haben ihre Vorbereitungen getroffen und senden verstärkt ihre negativen Energien in die Welt und in die Seelen der Menschen. Diejenigen, die die Interessen der Dunkelheit vertreten, kennen ihren Platz, haben ihn teilweise schon eingenommen und mit der Durchführung ihrer Pläne begonnen. Ihr Ziel ist es, durch Unruhen und Fehlinformationen viele Menschen unsicher zu machen und zweifeln zu lassen.

Doch auch, wenn es sich um Anhänger der Dunkelheit handelt, die Chaos und Böses verbreiten wollen und werden: Ich erinnere euch daran, dass es eure Brüder und Schwestern sind, die sich lediglich verirrt haben. Die Aufgabe derer, die ihr Christsein ernst nehmen und Mich lieben, besteht nicht darin, mit gleichen Mitteln zu antworten. Ihre Aufgabe ist es, die Liebe verstärkt in die Welt zu bringen, was ganz sicher nicht einfach sein wird in der kommenden Zeit.

In einem anderen Zusammenhang sprach Ich davon, dass Ich die Meinen wie Schafe mitten unter die Wölfe schicken werde. Wieder ist eine Zeit angebrochen, auf die dieses Bild passt. Wenn du an Mich glaubst und Mir nachfolgen möchtest, wird sich für dich auch irgendwann die Frage stellen, ob du für Mich unter die Wölfe gehen möchtest. Nicht ganz so dramatisch ausgedrückt bedeutet dies: Ob du bereit bist, auch in schwierigen Zeiten durch dein Leben von Meiner Liebe zu künden.

 

 

*

 

 

Wer sich entscheidet, Mir nachzufolgen, dessen Tun gleicht einer Wanderung. Sie führt allerdings nicht immer nur durch übersichtliches Gelände. Es sind Passagen dabei, die des Wanderers ganze Aufmerksamkeit erfordern. Die Gefahr, wie seine gefallenen Brüder und Schwestern vom Pfad abzukommen, ist besonders groß, wenn der Weg in tiefer Nacht durch einen dunklen Wald führt. Jedem steht eine Lampe zu Verfügung. Wenn er sie benutzt, ohne sich ablenken zu lassen, wenn also der Schein seines Lichtes stets vor ihn auf den Weg fällt, kann er sich nicht verirren; auch wenn es nicht ausgeschlossen ist, dass er hin und wieder stolpert und fällt, weil er nicht aufgepasst hat.

Nimmt er sich Mein Wort zu Herzen, dass es entscheidend ist, wieder aufzustehen und weiterzugehen, ist nicht viel passiert. Er hat eine Erfahrung gemacht; wenn er daraus lernt, ist sogar viel gewonnen.

Die Gegenseite weiß natürlich von eurer Wanderung. Sie kennt euch nicht ganz so gut wie Ich, aber eure Schwächen und Fehler sind ihr nicht verborgen. Und jetzt ist eure Herzenslogik gefragt: Würdet ihr einen Gott zustrebenden Wanderer so einfach ziehen lassen, ohne zu versuchen, ihn von seinem Weg abzubringen? Würdet ihr nicht versuchen, ihn an Stellen, die nicht ungefährlich sind und seine höchste Wachsamkeit erfordern, auf Abwege zu leiten? Unterschätzt, Meine Söhne und Töchter, nicht die Mittel, die die Finsternis einsetzt, um euren Weg zu Mir zu stören oder zu unterbrechen!

Wenn euer Licht unbeirrt den Weg vor euch erhellt, kann euch nichts oder wenig passieren. Das wissen auch eure Gegenspieler. Also werden sie euch dazu bewegen, euer Licht nach rechts oder links in die Dunkelheit scheinen zu lassen, wo Interessantes an Ablenkung und Pseudowahrheiten lockt. Oder wo sie euch erzählen, dass der von euch gewählte Weg viel zu schwer ist. Oder wo sie euch Alternativen anbieten und versprechen, dass es auch ohne die Selbsterkenntnis und die Innere Arbeit geht. Oder sie bringen euch dazu, zu lange über die bereits zurückgelegte Strecke nachzudenken oder euch zu fragen, vielleicht sogar sorgenvoll, was die wohl noch vor euch liegenden Passagen an Schwierigkeiten aufweisen.

In dem Moment, wo ihr diesen Versuchungen nachgebt, bleibt ihr entweder stehen – ihr stagniert in eurer seelischen Entwicklung –, oder ihr geht weiter, aber dann ins Dunkel hinein, weil euer Licht in andere Ecken leuchtet. Es wird nicht lange dauern, bis ihr bemerkt, dass ihr vom Weg abgekommen seid. Folgt ihr gar den überall lauernden Versuchungen, und schlagt ihr einen der vielen Verführer-Wege ein, der möglicherweise zu Anfang Erfolg und Befriedigung verheißt, dann werdet ihr über kurz oder lang feststellen, dass er sich als Sackgasse oder Schlimmeres, als Sumpf oder Dornengestrüpp, erweist.

Das aber war nicht euer Bestreben, als ihr den Weg betratet, den Ich vorausgegangen Bin.

Damit jeder seinen Weg finden kann, habe Ich die Sehnsucht in sein Herz gelegt. Wenn du sie noch nicht in dem gewünschten Maße verspürst, dann gehe nach innen und bitte Mich, sie verstärkt in dir anzufachen. Damit jeder, der den Weg betritt, auch das Ziel erreicht, habe Ich in seine Hände die erwähnte Lampe gelegt und angezündet. Sie wird umso heller scheinen und dir deinen Weg immer klarer vor Augen halten, je ehrlicher du voranschreitest. Dann siehst du nicht nur ein paar Meter weit, sondern leuchtest mit deiner Lampe weit in die Dunkelheit hinein und erblickst in der Ferne schon das Ziel.

Allerdings wirst du dann auch eher von der Finsternis erkannt werden; denn zum einen stört sie dein Licht, und zum anderen wird sie versuchen, dich deshalb auf ihre Wege zu locken, weil mit deinem Vorangehen für sie die Gefahr verbunden ist, dass es andere dir gleichtun.

Sei also wachsam, Mein geliebtes Kind, doch sei dir auch bewusst, dass du sicher geleitet und ankommen wirst, wenn du den Strahl deines Lichtes möglichst beharrlich auf den Weg richtest, der zu Mir führt. Und wenn du dich hast ablenken lassen: Erinnere dich an Meine und deine Liebe und schau, dass du so schnell wie möglich wieder in die Spur kommst.

Mein Bild soll euch wie ein Kompass sein, an dem ihr euch in der kommenden Zeit orientieren könnt. Es ist nicht leicht, sorgenfrei in die Zukunft zu schauen, wenn noch menschliche Vorstellungen das Denken und Handeln bestimmen. Doch es wird euch immer besser gelingen, Mir und Meiner Führung furchtlos zu vertrauen, wenn ihr Erfahrungen mit Mir gemacht habt. Dafür aber müsst ihr euch auf Mich einlassen, um so mehr und mehr zum Licht zu werden, das in die Dunkelheit scheint und andere aufmerksam werden lässt.

Und vielleicht seid ihr dann auch einmal so weit, freiwillig und aus Liebe zu Mir und zu eurem Nächsten wie Schafe unter die Wölfe zu gehen, um auch ihnen von Meiner Liebe zu künden: nicht durch euer Reden, sondern durch euer Leben.

Alle Meine Liebeskraft steht euch für euren Weg zur Verfügung.

Amen