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Aus Liebe zu Gott

Offenbarung vom 22. August 2020


 

Die Ansprache Gottes an den Menschen bzw. durch den Menschen vollzieht sich, wie alles in der Schöpfung, nach unumstößlichen, geistigen Gesetzmäßigkeiten. Die unterschiedlichen Schwerpunkte und Betrachtungsweisen in den Offenbarungen ergeben sich durch die göttli­chen Grundaspekte der Ordnung, des Willens, der Weisheit, des Ernstes, der Geduld, der Lie­be und der Barmherzigkeit, entsprechend auch der geistigen Mentalität desjenigen, der das Offenbarungswort aufnimmt. In und über allem aber wirkt die Liebe als Träger aller Offen­barungen, ohne die ein echtes Gotteswort nicht möglich ist.

 

 

 

Göttliche Offenbarung

 

 

Meine geliebten Söhne und Töchter, das, was ihr mit dem Begriff „Leben“ belegt, ist nur ein schwacher Abglanz des tatsächlichen Lebens. Die meisten Meiner Menschenkinder leben nicht wirklich, sie vege­tieren mehr oder weniger vor sich hin, was bedeutet: Sie wissen nicht um den Grund ihres Daseins. Und aufgrund dieser Unkenntnis können sie auch nicht die unzähligen Möglichkeiten erkennen und somit auch nicht umsetzen, die ihnen ihre Inkarnation bietet, um ihren seelischen Reifeprozess zu fördern. Als Ersatz nehmen sie daher gerne die Angebote an, die ihnen von Meinem und ihrem Gegenspieler vorgelegt werden. So verwenden sie einen Großteil ihrer Lebensenergie, die sie ausschließlich von Mir erhalten, darauf, ihre körperlichen Bedürfnisse und die ihres Egos zu befriedigen. Das aber kann niemals zufrieden oder gar glücklich machen, weil auf diese Weise einem Phantom nachgejagt wird. Denn der Korb, in dem sich das Glück angeblich befindet, wird immer höher gehängt.

Falls schließlich überhaupt die Frage nach dem Sinn gestellt und die Antwort gefunden wird – was nur selten der Fall ist –, fehlen oftmals die Voraussetzungen, etwas nachhaltig verändern zu können. Die Kraft und der Wille rei­chen vielfach nicht mehr aus, aus den tiefen Spuren, die der „Karren des Lebens“ gegraben hat, herauszukommen. Dann habt ihr euch binden und so manches zur Gewohnheit werden lassen, das euer Verhalten bestimmt. Eure Denk- und Handlungsweise unterliegen so nicht mehr unbedingt eurer frei­en Entscheidung, wenn es auch so aussieht.

Wenn das der Fall ist, dann haben es die satanischen Kräfte geschafft, eine mit guten Vorsätzen be­gonnene Inkarnation nicht selten ins Leere laufen zu lassen oder zumindest doch eine gewünschte, ziel­gerichtete Entwicklung zu erschweren. Die Finsternis hat den freien Willen, jederzeit jeden beeinflus­sen zu dürfen; und ihr habt den freien Willen, dem erfolgreich euer Nein entgegenzusetzen, vorausgesetzt, ihr er­kennt die feingesponnenen Lügengebäude, vor denen Ich euch immer wieder warne. Die Mehrheit Mei­ner Menschenkinder bemerkt die raffiniert gewobenen Netze jedoch nicht. Sie verfängt sich darin, macht sich abhängig und kann dann manipuliert werden.

Der Weg, den Ich als Jesus von Nazareth den Menschen aufgezeigt habe, stellt die Lösung dar, aus dieser Falle – die einem Hamsterrad gleicht, wie ihr es nennt –, herauszukommen*). Es ist die einzige Möglichkeit, zum wirklichen Leben zu finden, das ein ununterbrochener Austausch aufbauender, positi­ver Energie ist, ein gegenseitiges Befruchten. Schaut nur in die Natur, dann könnt ihr erkennen, wie alles eine Verbindung zueinander hat, sich ergänzt, miteinander kommuniziert. Leben ist Kommunikation, idealerweise mit Mir, der Quelle allen Seins, und es ist ein ständiges Geben und Nehmen. Wird die Kommunikation unterdrückt, sei es aus vorgeschobenen oder tatsächlich notwendigen Gründen, beginnt schrittweise eine seelische Vereinsamung. Wer kann daran Interesse haben?

Wer im Sinne der selbstlosen Liebe gibt, der wird empfangen, und zwar in weitaus größerem Maße und in weitaus besserer „Qualität“, als es die Scheinangebote der Dunkelheit vorgaukeln. Denn das, was diese verspricht und liefert, hat seinen Preis, auch wenn es nicht erwähnt wird. Die Rechnung wird euch früher oder später vorgelegt. Im weniger schlimmen Fall wird sie bezahlt mit einer Stagnation eu­rer Seele, wenn ihr bei eurem körperlichen Ableben die Seiten wechselt und wieder die feinstofflichen Welten betretet.

Es kann aber auch sehr viel schlechter kommen, wenn beispielsweise zu Lebzeiten schon Leid und Not über euch hereinbrechen, und ihr solchen und ähnlichen Schicksalsschlägen hilflos gegenübersteht, weil ihr nicht gelernt habt, mit Meiner Hilfe eine entsprechende Seelenstärke zu entwickeln. Ein Rück­schritt in eurer seelischen Entwicklung ist dann nicht selten die Folge, denn ein unglückliches Leben geht oft einher mit dem Verlust des Glaubens an Mich und Meine Liebe. Wenn ihr dann das Jenseits be­tretet, werdet ihr von den Bereichen angezogen, in denen gleiche oder ähnliche Bedingungen herrschen wie jene, die eurem letzten Empfinden und Handeln entsprechen.

Zwar ist auch dort eine Seele nicht hilflos und verlassen, doch sie muss sich an Mich erinnern, Mich um Hilfe bitten und bereit sein, sich auf einen lichten Weg führen zu lassen. Das wird nicht im­mer einfach sein, denn die Seele lebt in ihrer Welt, das heißt in ihrem eigenen Fühlen und Denken. Sie lebt – auch hier wäre oft der Ausdruck „vegetiert“ zutreffender – in den Umständen und unter den Einflüs­sen, die sie zuvor für richtig erachtet, praktiziert und dadurch selbst geschaffen hat. Das macht es ihren geistigen Helfern oft schwer, sie überhaupt anzusprechen und zu belehren.

 

 

*

 

 

Liebe, Meine universelle Energie, kann überall dort in verstärktem Maße fließen, wo die Voraussetzungen dafür gegeben sind. Ist dies nicht der Fall, dann reduziert sie sich auf ein lebenserhaltendes Mindestmaß. Sie ist auch in den Dämonen der tiefsten Astralbereiche anzutreffen, denen Ich dieses Mini­mum nicht versage, weil das ihr sofortiges Ende bedeuten würde. Ich aber vernichte nicht, was Ich ge­schaffen habe und liebe.

Je besser daher die Voraussetzungen für das Fließen Meiner Liebesenergie sind, umso reichhaltiger kann sie sich verströmen und von jedem aufgenommen werden, der ihrem Gebot folgt: nämlich sich zu bemü­hen, selbstlos und bedingungslos zu lieben. Wo Mein Gebot der Gottes- und Nächstenliebe kaum oder nicht beachtet und gelebt wird, kommt es zu einem Energiemangel mit der Folge, dass negative Kräfte die Oberhand gewinnen. Auf diese Weise drängen die Wirkungen verstärkt an die Oberfläche. Gleichzeitig wird eine neue, ungute Saat ausgebracht, und das Konto der unguten Ernte bekommt immer mehr Gewicht.

Dieses Prinzip gilt in allen außerhimmlischen Bereichen. Das bedeutet auch: Das, was auf der Ebene der Völker bei einem Mangel an Lebensenergie – sprich Liebesenergie – geschieht, vollzieht sich genauso in einer menschlichen Körperzelle. Wie im Großen so im Kleinen. Ein System, das in Harmonie ist mit dem großen, ewigen Geist, ist in jeder Beziehung „gesund“, und seine einzelnen Teile erfüllen die ihnen zugedachte Aufgabe ohne irgendwelche Probleme. Sobald es zu einer Energiereduzierung kommt, stellen sich „im Kleinen“ Unpässlichkeiten und Krankheiten ein, „im Großen“ kommt es zu ernsthaften Störungen des Lebensraumes und des Miteinanders der Menschen.

Dann nisten sich sowohl im Materiellen als auch im Geistigen Parasiten aller Art ein, die fälschlicherweise als die Ursache des Unglücks angesehen werden. Sie sind aber lediglich die Folge eines gegen Mein Gesetz gerichteten Denkens und Handelns und nicht die wirkliche Ursache, was in Unkenntnis oder wegen Nicht-wissen-Wollens immer wieder verwechselt wird. Sie stellen daher auch nicht den eigentlichen Grund für Disharmonien gleich welcher Art dar.

Wenn dies geschieht – und eure Zeit lehrt euch die Wahrheit Meiner Worte –, dann nehmen die gewalttätigen Auseinandersetzungen zu, häufen sich Unglücke und Katastrophen, kommt es zu Engpässen in der Versorgung und oft zum Zusammenbruch der politischen und wirtschaftlichen Systeme und gesellschaftlichen Normen. Damit sind dann die Voraussetzungen geschaffen, auf denen weiter aufgebaut werden kann, allerdings nicht im positiven Sinne. Oder glaubt ihr, dass die zerstörerischen Kräfte und ihre menschlichen Handlanger ihr Tun einstellen und sich mit „kleinen Etappensiegen“ zufriedengeben? Denn mehr als Mini-Siege sind es in Wirklichkeit nicht, gemessen an den seit langem vorbereiteten Zielen, die ihrer Planung zugrunde liegen.

Wer Meinen Worten keinen Glauben schenkt, der möge sich an die Absichten der Gegensatzkräfte erinnern, die durch ihren Widerstand gegen Mein Liebesgebot den Fall oder Engelsturz ausgelöst haben. Eine Umkehr dieser Abgefallenen ist nicht erfolgt. Zwar haben sie erkennen müssen, dass ihr ursprüngliches Vorhaben, eine eigene Schöpfung aufzubauen, nicht gelingen kann; aber aus dieser „Einsicht“ sind keine Reue und kein Aufgeben ihrer Anstrengungen erwachsen, sondern unter Aufbietung aller Kräfte unternehmen sie nach wie vor den Versuch, dann zumindest Chaos und Zerstörung herbeizuführen.

Ein großer Teil ihrer „Energielieferanten“ geht ihnen dann zwar als Menschen verloren; aber deren Seelen, von denen viele nach dem körperlichen Tod in die Astralbereiche gehen – gehen müssen, weil sie aufgrund mangelnder Entwicklung keine höhere Schwingung aufweisen –, bleiben ihnen als Abhängige erhalten. So bauen sie ihren satanischen Herrschaftsbereich aus, ohne jedoch zu wissen, dass alle ihre Anstrengungen niemals mehr als ein Versuch sein können, ihre Macht aufrechtzuerhalten. Denn Meine Gesetze sind nicht zu unterlaufen.

Ohne das Wissen um diese geistigen Hintergründe spricht der Mensch dann vom sogenannten Zufall, wenn Situationen eintreten, für die er keine Erklärung findet. Oder er versucht Lösungen herbeizuführen, die die ganze Situation noch verschlimmern, wenn oder weil „der Teufel mit dem Beelzebub“ ausgetrieben werden soll. Nicht selten werden Hoffnung und Glaube über Bord geworfen, und in Unwissenheit werde Ich angeklagt, weil Ich zugelassen habe, dass Mein Gesetz eine Reinigung und einen Ausgleich vornimmt.

Überlegt es euch gut, Meine Söhne und Töchter, bevor ihr Ratgebern und Machthabern folgt, die nur im Äußeren nach Lösungen suchen; wenn ihr „Oberen“ vertraut, die Meinen Namen lediglich im Munde führen oder auf ihren Schild geschrieben haben, und die das geistige Gesetz von Saat und Ernte nicht kennen oder auf sich selbst und ihr Tun nicht anwenden. Achtet darauf, dass ihr, soweit es euch schon möglich ist, in der Liebe bleibt, um nicht mit in die Grube derjenigen zu fallen, die sie sich unter dem Einfluss der Gegenseite selbst gegraben haben.

Die Gruben sind inzwischen gar nicht mehr so gut getarnt, wie es gedacht war und zu Anfang auch funktionierte, auch wenn die Raffinesse nach wie vor alles überbietet, was ihr euch vorstellen könnt. Aber es zeigen sich mehr und mehr Risse, die für diejenigen sichtbar werden, die bereit sind, vieles zu hinterfragen. Mein Gesetz von Ursache und Wirkung arbeitet im Gegensatz zu allen Anstrengungen der Gegenseite fehlerfrei und sorgt dafür, dass auf Dauer nichts verborgen bleibt.

Schaut, dass dann für euch nicht das böse Erwachen beginnt.

Wenn Ich euren Bitten entsprechen würde, euch Einzelheiten über die vor euch liegende Zeit zu offenbaren, so käme das einem Verrat an denen gleich, die die Planung machen und die Vorbereitungen treffen mit dem Ziel der Machtübernahme. Doch Ich verrate niemanden, niemals! Denn alle sind Meine Kinder, und kein einziges von ihnen werde Ich je aus Meinem Herzen entlassen, ganz gleich, wie sehr es sich auch gegen Mich stellt. In jedem Geschöpf ist Mein Leben, und Ich, der Ich das Leben selbst Bin, werde Meinem eigenen Leben nicht schaden.

Doch früher oder später wird ihr Schicksal – treffender noch: ihr „Mach-sal“ – sie einholen und ihnen die Maske herunternehmen, so sehr sie sich auch zu wehren versuchen.

Ich gehe einen anderen Weg, den Weg der Liebe. An dessen Ende stehe Ich mit offenen Armen, um schließlich auch den letzten der Gefallenen aufzunehmen. Es ist der Weg, der euch gleichzeitig lehrt, die Schliche eures dunklen Gegenübers zu durchschauen. Dazu ist es erforderlich, dass ihr lernt, es nicht beim Betrachten der Oberfläche zu belassen, sondern mit einem Bewusstsein, das sich euch mehr und mehr durch ein liebevolles Miteinander erschließt, in die Tiefe zu gehen. Wobei ihr mit der nicht leichten Aufgabe konfrontiert werdet, zu schauen, zu hören, vielleicht auch zu erschrecken, aber dennoch in eurem Inneren zu bleiben und den eingeschlagenen Pfad der Liebe nicht zu verlassen.

 

 

*

 

 

Ihr seid in eine Zeit hinein inkarniert, die nicht einfach ist. Wenn ihr den Hinweisen eures Schutzengels Glauben geschenkt habt, wusstet ihr in etwa, auf was ihr euch einlasst. Genaueres wird euch nicht gezeigt und gesagt worden sein. Zum einen deshalb nicht, weil kein geistiger Helfer, der in Meinem Auftrag handelt, seinen Nächsten beeinflussen wird, dieses oder jenes zu tun oder zu lassen. Er wird empfehlen, mehr nicht. Zum anderen, weil nichts vorherbestimmt ist, sondern jeder den freien Willen hat, sich so oder so zu entscheiden. Damit kann er seinem Dasein Gewichte geben, die er selbst bestimmt, und so in seinem Leben eine ihm ganz eigene Richtung einschlagen.

Eure Zeit bietet euch in überreichem Maße Gelegenheit, an der Reifung eurer Seele bewusst und mit Meiner Hilfe zu arbeiten. Und eure Seele wird sich dies auch wünschen, sofern das der Grund für eure Inkarnation war.

Weil Menschen Vorbilder brauchen, die ihnen Richtlinien für ihr Leben mitgeben und diese nach Möglichkeit auch vorleben, sind zu allen Zeiten geistige Wesen sowohl aus den Himmeln als auch aus himmelnahen Bereichen zur Erde gegangen, denen der seelische Fortschritt ihrer irdischen Brüder und Schwestern am Herzen lag. Nachdem der gewünschte Durchbruch im Geistigen nicht erzielt werden konnte, entschloss Ich Mich, selbst zu inkarnieren**). Der Aspekt Meiner Liebe ging in Jesus von Nazareth „ins Fleisch“.

Ich erinnere euch daran, dass Ich der Urgrund allen Seins Bin, was bedeutet: Alles, was ist, entstammt Meiner Liebe, was selbstverständlich und in erster Linie auch alle geistigen Geschöpfe betrifft. Dass Ich aus gutem Grund auf der Erde inkarnierte, erweckt bei vielen, die Meine alles einschließende Größe, Macht und Liebe nicht verstehen, den Eindruck, Ich hätte ausschließlich das Wohl Meiner Erdenkinder im Auge gehabt. Allen Bin Ich der Spender ewigen Lebens, ganz gleich, wie weit sie entwickelt sind, und wo sie sich zur Zeit aufhalten: auf der Erde, auf anderen Sternen in nahen oder fernen Systemen, in den unzähligen Bereichen, die den Seelen als Aufenthalts- und Entwicklungsorte dienen, oder in den Himmeln. Allen gilt in gleicher Weise Meine Liebe, die alle auf ewig erhält.

Die Erde als tiefster Punkt des Fallgeschehens ist gleichzeitig die Basis für die Wiedereingliederung der Fallwesen und dient als Plattform für die Rückführung aller Wesen, die die Himmel verlassen haben. Hier fand die Erlösung statt, und dadurch wurde endgültig die Macht der Finsternis gebrochen. Von der Erde ausgehend soll und wird sich die Durchlichtung jeder Seele und die Umwandlung alles Materiellen ins Geistige vollziehen, einem „Dominoeffekt“ ähnlich, der nicht aufzuhalten ist. Er begann mit Meiner Inkarnation und endet, wenn alle Meine Kinder wieder heimgekehrt sind.

Wie sollte es da, wenn ihr euch diese universelle, alles einschließende Sicht zu eigen macht, notwendig oder möglich sein, dass Ich diese oder jene Gruppe von Menschen bevorzuge oder ausschließe? Oder dass Ich Regeln aufgestellt und Gebote erlassen habe, die nicht für alle gleichermaßen gelten und nicht von allen befolgt werden können? Gebraucht euren Verstand; ihr seid große und erwachsene Söhne und Töchter Meiner Liebe!

Allein diese kleine Überlegung muss jedem, der guten Willens ist, klarmachen, dass Ich keine Kirche gegründet habe, in die alle eintreten müssen, um in das Himmelreich gelangen zu können; und dass Ich auch keine Religion ins Leben gerufen habe, deren Glaubensinhalte alle verinnerlichen und deren Riten alle praktizieren müssen. Ich Bin der Eine, der Universelle Geist: grenzenlos, zeitlos, nicht fassbar, für alle in gleicher Weise da, weil Ich in jedem lebe und jeden ohne Einschränkung liebe.

Was Ich den Menschen als Richtschnur brachte, war ein einziges Gebot. Es läutert den menschlichen Charakter, lichtet die Seele und bereitet sie schon zu Lebenszeiten auf ihren Heimweg vor, den sie antritt, wenn sie die sterbliche, materielle Hülle verlässt. Ich lehrte die Liebe, die göttliche Kraft, die frei macht und alles wieder in die Harmonie zurückbringt, was durch Eigenwillen aus der Harmonie gefallen ist.

Was für einen Namen ihr euch als Meine Nachfolger gebt, ist zweitrangig***). Wenn ihr euch ehrlich bemüht, dann seid ihr „Befolger und Erfüller des Liebesgebotes“; nennt euch dann, wenn überhaupt, wie ihr wollt. Etwas anderes, als durch die Liebe zu lernen und zu reifen, zählt ohnehin nicht. Sie zu leben ist der einzige Weg, den alle Meine Menschen- und Seelenkinder gehen können, unabhängig davon, wo sie sich zur Zeit aufhalten. Denn Meine Erlösung galt, auch wenn Ich Mich wiederhole, allen!

Den Einengungen und den Unbilden, die jede Inkarnation begleiten, war auch der Mensch Jesus unterworfen. Doch schon bald war ihm klar, welcher Geist in ihm wohnte. So berichtet unter anderem eure Schrift davon, dass der Knabe Jesus im Tempel lehrte, und sich unter seinen Zuhörern auch Schriftgelehrte befanden. Schon in seiner frühen Kindheit war er ihnen mit seiner Herzensweisheit intellektuell weit überlegen.

Wenn er vom Vater sprach und entsprechend betete, dann tat er dies, um den Menschen die Kraft der Liebe zu verdeutlichen, an die sie sich im Gebet wenden konnten. Alles andere wäre zu abstrakt gewesen und kaum zu verstehen. Ein „richtiges“ Gebet findet im Inneren statt; die Formulierung durch Worte dient lediglich als Hilfe, um Empfindungen zum Ausdruck zu bringen. Kommt das Gebet von Herzen, dann richtet sich der Mensch in der Erkenntnis, dass er das Geschöpf einer viel größeren Instanz ist, immer an die Quelle, aus der er hervorgegangen ist.

Die Quelle aber, die einzige, die es gibt, ist das Leben selbst, das aus Mir unaufhörlich für alle Zeiten sprudelt. Es ist das „Heilige Leben“ schlechthin. In seiner unpersönlichen Form ist es die ewig sich verströmende Liebeskraft. In seiner persönlichen Form komme Ich euch in der Gestalt eines Vaters oder eures Bruders Jesus – aber auch in jeder anderen Gestalt – entgegen, die es euch erleichtert, in Mir die Liebe zu erkennen.

Als Jesus betete Ich nicht zu Mir selbst. Ich bat oder bettelte auch nicht, wie es unter euch Menschen vielfach üblich ist. Ich gab Meinen Willen als Mensch in den Willen der göttlichen Liebe, die in Mir Wohnung genommen hatte. Auf diese Weise konnte Mein Geist den Menschen Jesus voll und ganz durchdringen. Es stand – sozusagen – nichts mehr zwischen Mir als Gott und dem Menschen, der Meinen Willen erfüllte.

Die Quelle allen Lebens durchstrahlte alle materiellen Zellen des Menschen und hatte alle immateriellen Zellen seiner Seele vollkommen durchlichtet. Dadurch war er in der Lage, die Gesetze der auf Erden geltenden Physik außer Kraft zu setzen und „Wunder“ zu vollbringen; nicht zuletzt deshalb, um den Menschen zu zeigen, dass der Geist die Materie beherrscht und nicht umgekehrt.

Die schwersten Stunden hatte der Mensch Jesus zu durchleben, als sich klar abzeichnete, dass es unausweichlich war, für die Erlösung aller Menschen und aller gefallenen Seelen auch den letzten Schritt der bedingungslosen Hingabe, die Kreuzigung, zu vollziehen. Zwar wäre der Mensch Jesus ohne weiteres in der Lage gewesen, aufgrund seines geistigen Potentials seinen Feinden zu entkommen oder sie unschädlich zu machen. Dann aber hätte die Dunkelheit den Sieg davongetragen und sich brüsten können, die Liebe zur Aufgabe ihrer Prinzipien gebracht zu haben. Sie hätte sich als die stärkere Kraft darstellen können.

Es kam anders, wie ihr wisst.

 

*

 

 

Jeder Mensch stellt eine Einheit von Körper, Seele und Geist dar. Das war auch bei Mir nicht anders, als Ich die Materie betrat. Dabei stellt der Geist das ewige, unzerstörbare Leben dar und die Seele das Bindeglied, also die Verbindung zwischen Geist und Mensch. Eine Seele, die zum wiederholten Male inkarniert, ist bereits belastet mit ihren Fehlern und Schwächen der Vergangenheit. Diese Belastungen stellen eine gewisse „energetische Schwere“ dar.

Inkarniert ein Geistwesen unmittelbar aus den Himmeln, so durchläuft es die verschiedenen Sphären von sehr feinstofflich bis sehr dicht. In seinen irdischen Körper bringt es dann eine mehr oder weniger starke Belastung mit, die es durch ein Leben entsprechend dem Gebot der Liebe umzuwandeln gilt. Diese Belastungen sind aber nicht durch ein ungesetzmäßiges Verhalten entstanden, sondern wurden freiwillig aufgenommen, da es der Seele ansonsten überhaupt nicht möglich gewesen wäre, sich auf der Materie zu halten. Werden die Schatten der Seele durch den Menschen bearbeitet und ganz oder teilweise durchlichtet oder aufgelöst, so verringert sich mit seiner persönlichen Belastung auch die Gesamt­schuld der Menschheit, die durch den Fall und das anschließende ungesetzmäßige Verhalten unzähliger Menschen entstanden ist.

Auch Ich habe so manches überwinden müssen, was Ich auf Mich geladen hatte. Dies war schon allein deshalb wichtig, damit Ich durch Mein Leben Vorbild sein konnte. Ansonsten hätte sehr schnell der Einwand kommen können, dass Ich gut reden hätte, weil Mir aufgrund Meiner Seelenstärke die Innere Arbeit ohne Kampf und Überwindung ein Leichtes gewesen wäre.

Doch außer Meiner Vorbildfunktion hatte Ich eine weitere, viel größere und entscheidendere Aufgabe übernommen: Die Rückführung aller Meiner Kinder einzuleiten. Dies gelang, und seitdem ist nichts mehr so, wie es zuvor war. Was sich zum Guten wendete waren die Voraussetzungen für die Heimkehr aller. Dies wurde unter anderem möglich durch den Erlöserfunken, den Ich euch schenkte. Gleichzeitig verstärkte die Finsternis aber auch ihre Angriffe und ging systematisch daran, den nun in den Himmel weisenden Weg zu verdunkeln oder als nicht gangbar erscheinen zu lassen.

Seit 2.000 Jahren findet diese verstärkte Auseinandersetzung statt. In vielen Offenbarungen habe Ich euch über Einzelheiten und Hintergründe aufgeklärt. Und immer wieder habe Ich den Schwerpunkt darauf gelegt, euch auf Meine Hilfe hinzuweisen, die ihr für die Bewältigung eurer Alltagsaufgaben braucht, wenn ihr den Weg der selbstlosen Liebe betreten und gehen wollt. Ich tue dies auch heute wieder, weil Ich die Notwendigkeit sehe, dass bei sehr vielen der Blick immer wieder hoffnungsvoll und positiv in die Zukunft gerichtet werden muss.

Wenn ihr einen treuen und euch sehr vertrauten Menschen hättet, der euch jederzeit, sofort und ohne jeden Vorbehalt bei einer schweren Arbeit helfen würde, sobald ihr ihn darum bittet: Wäre das nicht eine wunderbare Sache? Würdet ihr seine Hilfe nicht sogleich annehmen, weil ihr selbst nicht in der Lage seid, die Aufgabe alleine bewältigen zu können?

Bildlich gesprochen stehe Ich nicht erst seit heute vor dir und bitte dich händeringend, Meine Hilfe anzunehmen. Die Liebe will dich stark und frei machen. Sie will dir die Gewissheit vermitteln, die du in der kommenden Zeit so dringend brauchst: Dass es keinen Grund gibt, in die Resignation zu flüchten oder Ängste dein Leben bestimmen zu lassen. Auch wenn es nicht einfach werden wird, so bist du mit Mir an deiner Seite doch unendlich viel besser dran, als wenn du die Augen und Ohren verschließt, weil du dich nicht beunruhigen lassen möchtest.

Was kann Ich mehr tun, als dir Meine Hand zu reichen und dich zu der Quelle zu führen, die als das Heilige Leben seit Ewigkeiten in dir sprudelt, ohne dass du bisher bewusst darauf geachtet hast? Aufgrund des freien Willens, den du hast, kann Meine ausgestreckte Hand nicht mehr als ein Angebot sein. Nimmst du es an und änderst mit Mir schrittweise dein Leben in den Aspekten, die im Sinne der Liebe änderungsbedürftig sind, dann wirst du erleben, was es bedeutet, von Meiner Liebeskraft mehr und mehr durchströmt und gestärkt zu werden. Dann wird die Harmonie dein Leben bestimmen, auf die jedes Meiner Kinder Anspruch hat. Denn Harmonie, so habe Ich erläutert, zieht in jedes kleine oder große „System“ ein, wenn die Quelle, aus der das System gespeist wird, in immer größerem Maße Meine göttliche Liebe ist.

Seid gesegnet, Meine Söhne und Töchter, und werdet oder seid euch verstärkt darüber im Klaren, dass es wichtiger denn je ist, ein Bewusstsein zu entwickeln, das die Machenschaften der Gegensatzkräfte durchschaut und entsprechend reagiert. Richtig reagiert, was bedeutet: nicht zu verurteilen, was keine leichte Aufgabe ist oder sein wird.

Amen

 

 

*) Unter anderem sehr detailliert in der Offenbarung „Wie ihr Schutz und Sicherheit findet“ vom 13. 7. 2020

 

**) Es steht selbstverständlich jedem frei, an einen „Sohn“ Gottes zu glauben, der auf die Erde ging, um die Erlösung zu vollziehen. Interessant ist aber, dass das Judenchristentum eine Dreiteilung in einen dreieinigen Gott, bestehend aus Vater, Sohn und Geist (Trinität), nicht kannte. Die Trinität hat keine biblische Grundlage, sondern ist vielmehr ein Dogma der katholischen Kirche und basiert auf dem athanasianischen Glaubensbekenntnis. Die Trinitätslehre wurde, nachdem ein jahrhundertelanger Streit darüber vorausgegangen war, auf der 11. Synode von Toledo 675 als Dogma festgeschrieben und auf dem 4. Laterankonzil 1215 bestätigt. Seitdem ist sie für alle Katholiken verpflichtend zu glauben vorgeschrieben.

 

***) Den Begriff „Christ“ oder „Christen“ gab es zur Zeit Jesu und auch in den Folgejahren und -jahrzehnten nicht. Seine Anhänger wurden als „Die Sekte des Nazareners“ bezeichnet. Und aus „https://www.katholisch.de/artikel/13541-wie-die-christen-zu-ihrem-namen-kamen“: „ … Da die Bezeichnung bis zur Mitte des 2. Jahrhunderts selten bleibt, liege die Vermutung nahe, dass die Anhänger von Jesus Christus zunächst von außen als Christen bezeichnet wurden, bevor sie sich selbst so nannten ... Der Name wurde erst später als geeignete Selbstbezeichnung übernommen und setzte sich dann schnell durch.“